StadtKlimaWandeln – gemeinsam nachhaltig!
Neuer Leitfaden erläutert, wie Wissenschaft, Stadt und Zivilgesellschaft erfolgreich kooperieren können und wie Studierende dabei zu Change Agents werden.
19.01.2026
Wie entsteht nachhaltiger Wandel in Städten und Gemeinden? Diese Frage beantwortet ein neuer Leitfaden, den der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn und die Universität Bonn gemeinsam entwickelt haben. Die Kernbotschaft: Nachhaltige Lösungen gelingen nur, wenn Wissenschaft, kommunale Verwaltung und Zivilgesellschaft ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Perspektiven zusammenbringen – etwa zu Themen wie Klimaresilienz, biologische Vielfalt oder lebenswerte Stadtgestaltung.
Kooperation auf Augenhöhe
Der Leitfaden ist Ergebnis des Projekts StadtKlimaWandeln, das von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen gefördert wurde. Über zweieinhalb Jahre erprobten die Partner gemeinsam mit der Stadt Bonn, wie Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Verwaltung und Bürgerschaft auf Augenhöhe funktionieren kann – unter anderem beim Umgang mit Starkregen oder Flächenkonflikten.
Eine Besonderheit: Die Universität Bonn und der WILA Bonn brachten ihre unterschiedlichen Perspektiven – aus akademischer beziehungsweise zivilgesellschaftlicher Praxis – ein. Der Leitfaden dokumentiert so vielfältige Erfahrungen, Herausforderungen und Lösungsansätze für lokale Transformationsprozesse.
Studierende als Brückenbauer
Eine zentrale Rolle spielten Studierende, die im Rahmen von Service-Learning-Seminaren – unterstützt von Universität und WILA Bonn – den Austausch und den Prozess zwischen den verschiedenen Akteursgruppen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Stadtverwaltung koordinierten, moderierten und lenkten. Prof. Dr. Annette Scheersoi, Prorektorin für Nachhaltigkeit an der Universität Bonn: „Gerade die Verschiedenheit von Universität, Verwaltung und Zivilgesellschaft erweist sich als besondere Stärke, wenn alle bereit sind, voneinander und miteinander zu lernen.“
Mut zu neuen Wegen
WILA-Projektleiterin Brigitte Peter betont: „Wir möchten Hochschulen, Kommunen und zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure, vor allem aber auch Studierende, die Möglichkeit geben, zu erleben, wie wirksam sie gemeinsam werden können – etwa bei Klimaanpassung oder Biodiversität vor Ort.“
Auch Franz August Emde, Geschäftsführer der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen, sieht in StadtKlimaWandeln ein beispielhaftes Projekt: „Wir unterstützen diesen praxisnahen und multiperspektivischen Ansatz. Der Leitfaden kann viele Engagierte inspirieren, den Wandel in ihren Städten aktiv mitzugestalten.“