Umwelt

Podcast: All in? Energiewende auf dem Prüfstand

Eine Milliarde Euro. Jeden Tag. Das ist die Summe, die wir laut aktueller Berechnungen der Agora-Studie in den kommenden Jahrzehnten in unser Energiesystem investieren müssen. Eine Milliarde – jeden Tag, um die Infrastruktur umzubauen, die Netze zu ertüchtigen und die Wende zu stemmen. Es ist eine Zahl, die unser Vorstellungsvermögen sprengt und die fundamentale Frage aufwirft: Wer soll das bezahlen? Und ist der Weg, den wir in Deutschland eingeschlagen haben, technologisch überhaupt zu Ende gedacht?

04.03.2026

Während wir hierzulande über Einsparungen und teils radikale Postwachstums-Szenarien debattieren, sieht die Realität jenseits unserer Grenzen völlig anders aus. In einer wachsenden Welt herrscht ein gewaltiger Hunger nach Energie. Energiearmut ist dort die größte Hürde für die globalen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen.

In unserer neuen Podcast-Folge sprechen wir mit Prof. Dr. Estelle Herlyn von der FOM Düsseldorf über das Thema Energiewende.
In unserer neuen Podcast-Folge sprechen wir mit Prof. Dr. Estelle Herlyn von der FOM Düsseldorf über das Thema Energiewende.

Wie also können wir zehn Milliarden Menschen mit Energie versorgen, ohne den Planeten zu überhitzen? In ihrem Buch ‚All in!‘ stellt unser heutiger Gast eine unbequeme Diagnose: Der deutsche ‚All-Electric‘-Ansatz könnte global betrachtet ein Irrweg sein. Denn die Schwellenländer werden sich kaum verbieten lassen, ihre Ressourcen für den Aufstieg zu nutzen – so wie wir es über Jahrzehnte getan haben.

Wir müssen uns fragen: Was ist wirklich bezahlbar? Was ist nachhaltig akzeptabel? Und wie schaffen wir es, wieder unvoreingenommen über technische Optionen zu reden, ohne dass sofort die ideologischen Alarmsirenen schrillen? Um diese Fragen zu beantworten, begrüßen wir heute eine Expertin, die genau an dieser Schnittstelle von Ökonomie und globaler Verantwortung forscht. Sie ist Professorin und wissenschaftliche Leiterin des KompetenzCentrums für nachhaltige Entwicklung an der FOM Hochschule in Düsseldorf. Ihr Fokus liegt nicht nur auf der unternehmerischen Verantwortung, sondern vor allem auf der globalen Perspektive von Klima- und Umweltschutz.

Sie plädiert leidenschaftlich dafür, alle Optionen – technisch, ökonomisch und ökologisch – wieder offen auf den Tisch zu legen. Denn eine sichere Energieversorgung ist eine globale Herausforderung, die wir nur mit realistischen Konzepten lösen werden.

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Quelle: UmweltDialog
 

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