Soziales

Hürden abbauen, Chancen schaffen: MINT-Angebote für alle Jugendlichen

Viele Jugendliche stoßen bei MINT-Angeboten auf finanzielle, sprachliche oder organisatorische Barrieren. Die neue zdi.NRW-Ausarbeitung zeigt, wie Easy-to-ignore-Gruppen erkannt und gezielt angesprochen werden können. Praxisbeispiele aus NRW belegen: Vertrauen, niedrigschwellige Zugänge und langfristige Begleitung sind entscheidend, damit wirklich alle jungen Menschen von MINT-Bildungsangeboten profitieren und neue Zukunftschancen erhalten.

05.05.2026

Hürden abbauen, Chancen schaffen: MINT-Angebote für alle Jugendlichen

Nicht für alle Jugendlichen ist der Weg zu außerschulischen MINT-Angeboten gleichermaßen einfach. Häufig liegt das nicht an mangelndem Interesse, sondern daran, dass jungen Menschen Barrieren im Weg stehen. Fehlendes Geld, unerreichbare Orte, Sprachhürden oder das Fehlen von Vorbildern im eigenen Umfeld können Hemmnisse darstellen. Die sogenannten Easy-to-ignore-Gruppen (Eti-Gruppen) bleiben leicht unbemerkt, wenn Bildungsangebote nicht gezielt auf ihre Lebensrealität eingehen und Zugänge eröffnen.

Die Gemeinschaftsoffensive zdi.NRW möchte mit ihren Angeboten auch diejenigen erreichen, die bisher noch keinen Zugang zu MINT-Angeboten gefunden haben:

  • Jene, deren spezifische Lebenslage oder individuelle Bildungsgeschichte Zugänge erschweren,
  • jene, die mit Hindernissen zu kämpfen haben und mehr Unterstützung benötigen,
  • jene, die in MINT-Bildungsangeboten aktuell noch unterrepräsentiert sind.

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Die Ausarbeitung „Easy-to-ignore-Gruppen – Erkennen. Erreichen. Binden. Anregungen für die außerschulische Bildungsarbeit“ von zdi.NRW bündelt Erfahrungen aus der Praxis und gibt Anregungen, wie Bildungsakteure Jugendliche besser erreichen können. Sie zeigt Forschungsergebnisse, Praxiserfahrungen und Beispiele aus NRW.

Drei zentrale Erkenntnisse:

  • Barrieren abbauen: Jugendliche bleiben nicht fern, weil sie kein Interesse haben, sondern weil strukturelle Hürden wie Mobilität, Finanzen oder Sprache den Zugang erschweren.
  • Vertrauen aufbauen: Angebote wirken vor allem dann, wenn sie über vertraute Personen wie Lehrkräfte oder Sozialarbeiter:innen vermittelt werden.
  • Langfristig begleiten: Kontinuität, Partizipation und sichtbare Erfolgserlebnisse stärken das Selbstvertrauen der Jugendlichen und fördern nachhaltige Bildungswege über die gesamte Bildungskette hinweg.

Die Ausarbeitung zeigt: Es ist nicht ausreichend, gute Angebote bereitzustellen. Entscheidend ist, dass MINT-Angebote so gestaltet werden, dass alle Jugendlichen teilnehmen können. Praxisbeispiele aus NRW zeigen, wie es gelingen kann, Barrieren abzubauen und neue Zugänge zu MINT zu schaffen.

MINT-Angebote für alle leisten einen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem und langfristig auch zur Fachkräftesicherung im MINT-Bereich.

Quelle: UD/fo
 

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