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Der Audi A7 piloted driving concept absolvierte seinen ersten öffentlichen Langstreckentest von Stanford nach Las Vegas.

10.03.2015

Intelligent vernetzt

Die automobile Zukunft ist digital. Zunehmend werden Autos mit dem Internet, der Infrastruktur und anderen Verkehrsteilnehmern vernetzt sein. Dabei geht es um mehr Komfort für den Fahrer sowie um Techniken, die den Straßenverkehr sicherer und effizienter machen – ein Gewinn für Fahrer und Umwelt. Eine Reihe von technischen Anwendungen ist bereits heute in zahlreichen Audi-Modellen im Einsatz.

Im Januar diesen Jahres hat Audi ein neues Kapitel der digitalen Mobilität aufgeschlagen: Der Audi A7 piloted driving concept absolvierte seinen ersten öffentlichen Langstreckentest und fuhr 900 Kilometer eigenständig von Stanford im Silicon Valley bis nach Las Vegas – ohne aktive Beteiligung des Fahrers. „Wir haben gezeigt, dass wir in der Lage sind, auch über große Entfernungen das Auto pilotiert fahren zu lassen und den Fahrer in solchen Situationen über längere Zeit zu entlasten“, lautete das Statement von Audi-Technikvorstand Dr. Ulrich Hackenberg nach der Testfahrt.

Der Mensch behält die Kontrolle

Pilotiertes Fahren könnte in Zukunft als Synonym für eine stressfreie Fortbewegung stehen. Es kann das Fahren entspannter und sicherer machen. Denn der Fahrer kann sich auf Systeme verlassen, die das Steuern, Beschleunigen und Bremsen zeitweise übernehmen und dabei nie unkonzentriert oder müde werden. Im pilotiert fahrenden Auto nimmt die Technik dem Menschen die Verantwortung aber nicht ab. Der Fahrer darf die Bedienung an das System abgeben, muss aber zu jeder Zeit wieder das Kommando übernehmen können. Das pilotierte Fahren kennt kein „Müssen“, nur ein „Können“. Ein pilotierter Audi ist kein Roboterauto, der Fahrer hat stets die Kontrolle.

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Grundlagen pilotierten Fahrens: die Fahrerassistenzsysteme

Etwa 86 Prozent der Verkehrsunfälle in Deutschland sind heute auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen. Fahrerassistenzsysteme tragen dazu bei, die Anzahl von Unfällen zu reduzieren. Sie bilden die Grundlage pilotierten Fahrens und haben sich längst in der Serie bewährt. Der Abstandsassistent („Audi adaptive cruise control“) sorgt dafür, dass das Auto einen Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einhält. Der Spurhalteassistent („Audi active lane assist“) unterstützt den Fahrer beim Spurhalten: Droht das Auto die Fahrspur zu verlassen, lenkt es automatisch zurück, es sei denn, der Fahrer blinkt und wechselt bewusst die Fahrbahn. Der „Audi side-assist“ überwacht ab 30 km/h den toten Winkel und gibt ein Signal, wenn ein Spurwechsel gefährliche Folgen haben könnte. Alle diese Systeme entlasten den Fahrer, gleichen dessen Konzentrationsschwächen aus und führen damit zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Die Technik dahinter

Das hochtechnisierte Auto sammelt seine Daten über kaum sichtbare Sensoren, wie Radarsysteme, Kameras und Laserscanner. Bereits heute ist es möglich, die komplexe Technologie des pilotierten Fahrens so effizient und intelligent zu vernetzen, dass sie kaum Platz beansprucht, kaum Mehrgewicht entsteht und kaum mehr Energie verbraucht. Im Gegenteil: Das assistierte und pilotierte Fahren entspannt nicht nur das Fahrerlebnis, sondern sorgt durch die Synchronisation der Fahrdaten anderer Verkehrsteilnehmer für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Mit der Car-to-Car-Kommunikation entsteht eine Art Schwarmintelligenz, wodurch sich Autos zukünftig gegenseitig vor Gefahren wie Glatteis oder vorausliegenden Unfällen warnen können.

Vernetzung mit der Infrastruktur: die Car-to-X-Kommunikation

Während bei der Car-to-Car-Kommunikation eine Vernetzung zwischen den verschiedenen Fahrzeugen erfolgt, ermöglicht die Car-to-X-Kommunikation darüber hinaus eine Vernetzung zwischen Automobilen und Infrastruktur. Unter dem Titel „Pilotiertes Parken“ hat Audi beispielsweise in einem Parkhaus getestet, wie die Zukunft des Einparkens aussehen kann: Einfach das Auto an der Schranke abstellen und eine App bedienen – um den Rest kümmert sich das Auto. Völlig selbstständig kann der Audi eine freie Parklücke ansteuern und einparken. Das spart Zeit und schont die Nerven bei der Parkplatzsuche. Ein weiteres Forschungsprojekt von Audi im Bereich der Car-to-X-Anwendungen ist Ampelinfo online. Für diesen Dienst ist das Auto mit dem zentralen Verkehrsleitrechner vernetzt, der die Ampelanlagen in der Stadt steuert. Der Fahrer kann den Hinweisen im Display des Fahrerinformationssystems entnehmen, welche Geschwindigkeit er wählen sollte, um die nächste Ampel bei Grün überqueren zu können. Tests haben gezeigt, dass der Einsatz von Ampelinfo online die CO2-Emissionen um bis zu 15 Prozent senken kann.

Eine willkommene Entlastung für Fahrer und Umwelt

Berechnungen zeigen, dass die neuen technologischen Lösungen des pilotierten Fahrens nicht nur das Potenzial haben, die Menschen am Steuer zu entlasten, sondern auch das Verkehrsaufkommen in Städten zu reduzieren. Nach Schätzungen des ADAC kann an verkaufsoffenen Samstagen allein der Parkplatzsuchverkehr bis zu 75 Prozent des gesamten innerstädtischen Straßenverkehrs ausmachen. Der Parkhausbetreiber Apcoa geht davon aus, dass jede Parkplatzsuche in Deutschland im Schnitt zehn Minuten dauert und der Fahrer dabei eine Strecke von 4,5 Kilometern zurücklegt. Der daraus resultierende CO2-Ausstoß von 1,3 Kilogramm pro Parkplatzsuche könnte mithilfe von Car-to-X-Kommunikation, beispielsweise zwischen Auto und Parkhaus, eingespart werden.

Pilotiertes Fahren in Deutschland

Entlastung des Fahrers, erhöhte Sicherheit und geringere Umweltbelastungen sind Vorteile, die das pilotierte Fahren mit sich bringt. Diese Argumente lassen auch die Politik in Berlin aufhorchen: Bundesverkehrsminister Dobrindt will auf der Autobahn A9 ein Pilotprojekt für automatisiertes Fahren einrichten. Zwischen Nürnberg und München soll die erste öffentliche Teststrecke für pilotiertes Fahren innerhalb von Deutschland entstehen.

Audi Stakeholder-Forum zur vernetzten Mobilität

Fragen nach der digitalen Mobilität der Zukunft standen auch im Mittelpunkt des zweiten Audi Stakeholder-Forums im Oktober 2014 in Berlin. Hier diskutierte Audi mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft über die Chancen von vernetzten Fahrzeugen und über die Anforderungen der Kunden an die neuen Technologien. Der regelmäßige Austausch mit den Anspruchsgruppen ist Teil der unternehmerischen Verantwortung bei Audi. Die Beiträge der Stakeholder seien wichtige Impulse für zukünftige Entwicklungen und würden dem Unternehmen helfen, gesellschaftliche Erwartungen und Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und aufzunehmen, erklärte Dr. Peter F. Tropschuh, Leiter Corporate Responsibility. Im Hinblick auf vernetztes Fahren kam dem Datenschutz besondere Aufmerksamkeit zu. Bei Audi ist man sich bewusst: „Die Entscheidungshoheit beim Umgang mit Daten muss beim Kunden bleiben. Er muss selbst bestimmen können, welche Daten er nutzen und weitergeben möchte.“

 
Quelle: UmweltDialog

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