Klimawandel

Wasserstoff als Ozonkiller?

Die meisten Energieexperten gehen davon aus, dass eine Technologie, die Wasserstoff als Brennstoff und als Energiespeicher einsetzt, die Luftverschmutzung reduziert und das globale Klimasystem entlastet. Die Fachgruppe Umweltchemie und Ökotoxikologie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) zweifelt an dieser Umweltverträglichkeit einer Wasserstoff-wirtschaft.

30.09.2003

Neue wissenschaftliche Untersuchungen wiesen darauf hin, dass die Wasserstofftechnologie negative ökologische Folgen haben kann. Kalifornische Wissenschaftler haben laut GDCh herausgefunden, dass Wasserstoff, der bei Transport, Lagerung und Einsatz verloren geht, unterschiedliche Wirkungen in der Atmosphäre haben kann. In der Stratosphäre reagiert Wasserstoff mit Sauerstoff zu Wasserdampf, einem starken Treibhausgas. Die Modellrechnungen der Kalifornier zeigen, dass sich dadurch die Stratosphäre abkühlt, wodurch der Ozonabbau verstärkt würde. Das Ozonloch würde tiefer und größer und sich erst später im Jahr wieder schließen. Durch den anthropogenen Wasserstoff könnte sich daher die Erholung der Ozonschicht beträchtlich verzögern. Nach Ansicht der GDCh-Fachgruppe sind diese Untersuchungen und Ergebnisse so bedeutend, dass auf ihnen aufbauend unter Einsatz der bestmöglichen Klimamodelle weiter geforscht werden sollte.
Quelle: rne
 
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