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18.02.2016

Krabbenfischerei soll nachhaltiger werden

Der Startschuss für die gemeinsame MSC-Bewertung der Krabbenfischereien in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden ist jetzt gefallen. Die Fischereien streben die Zertifizierung nach dem international anerkannten Standard für nachhaltige Fischerei des Marine Stewardship Council (MSC) an.

Die rund 400 Krabbenkutter fangen jährlich 30.000 Tonnen Krabben desselben Bestandes in der Nordsee – das sind insgesamt über 90 Prozent der nordseeweiten Krabbenfänge. Mit dieser nationalen Vielfalt und Anzahl an Kuttern ist diese „vereinte“ Fischereiflotte weltweit einmalig für eine MSC-Bewertung. Angelandet werden die beliebten Nordseekrabben – die genaugenommen Nordseegarnelen heißen – in zahlreichen Häfen entlang der Küste, wo die Fischer beheimatet sind und überwiegend in Familienbetrieben in der dritten und sogar vierten Generation dem Krabbenfang nachgehen. „Nach Jahren der Vorbereitung und der Abstimmung mit der Wissenschaft sowie den Fischern aus drei Ländern fühlen wir uns für die Bewertung nach dem MSC-Standard gut gewappnet. Dabei ist besonders hervorzuheben, dass das Management auf Basis einer freiwilligen Selbstverpflichtung erfolgt ist", betont Philipp Oberdörffer, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft der Deutschen Krabbenfischer.

Ein Krabbenkutter in der Nordsee.
Ein Krabbenkutter in der Nordsee.

Die Bewertung der Fischerei wird von Umwelt- und Fischereiexperten begleitet, die die Größe des befischten Bestandes, die Effektivität des Fischereimanagements und die Auswirkungen der Fischerei auf das Ökosystem in der Nordsee begutachten und bewerten. Interessenvertreter aus Wissenschaft und Umweltschutz können sich beteiligen und haben in der Vergangenheit bereits maßgeblich zur Qualität der MSC-Bewertungen beigetragen. Hans-Ulrich Rösner vom WWF Deutschland begrüßt die Initiative der Fischerei: „Damit diese ein Erfolg wird, muss die Krabbenfischerei aber auch in Einklang mit dem Schutz der Nationalparks im Wattenmeer kommen, wo sie zum großen Teil stattfindet. Der WWF erwartet von einer Zertifizierung, dass sie zu echten Fortschritten für mehr Nachhaltigkeit im ökologischen Sinne führt.“

Seit einem Jahr arbeiten deutsche, dänische und niederländische Fischer gemeinsam an der Entwicklung und Implementierung des ersten Managementplans in der Geschichte der europäischen Krabbenfischerei. „Wir begrüßen den engagierten Schritt der Krabbenfischerei, sich dem öffentlichen MSC-Prozess zu stellen und die nachhaltige Zukunft der Fischerei in die Hand zu nehmen. Unser begehrtes Siegel hat so bereits maßgeblich dazu beigetragen, dass die Fischerei freiwillig ein Managementsystem entwickelt hat“, sagt Vivien Kudelka, Fischereireferentin beim MSC in Deutschland. Ob die Fischerei die strengen Nachhaltigkeitskriterien des MSC erfüllt, wird ein unabhängiges Expertenteam in den nächsten Monaten prüfen. Das MSC-Bewertungsverfahren kann zwischen sechs und 18 Monate in Anspruch nehmen.

 
Quelle: UD/pm

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