Abschlusserklärung Weltwasserwoche: Experten warnen vor „geopolitischen Spannungen“
In der Abschlusserklärung der Weltwasserwoche warnen Konferenzteilnehmer davor, dass sich der globale Wasserbedarf bis 2030 um bis zu 40 Prozent steigern könnte. "Nicht nur die Versorgungssicherheit mit Wasser, sondern auch mit Nahrung und Energie ist davon direkt betroffen", warnt Martin Geiger, Leiter Bereich Süßwasser beim WWF Deutschland. "Eine Verschärfung der weltweiten Wasserkrise wird die öffentlichen Gesundheitskosten steigen lassen, die wirtschaftliche Entwicklung ausbremsen, ökologische Probleme verschärfen und zu sozialen und geopolitischen Spannung führen."
29.08.2011
Wissenschaftler und Experten auf der Weltwasserwoche fordern daher die internationale Staatengemeinschaft auf, sich bei Rio+20 auf verbindliche Zielsetzungen festzulegen und diese bis 2020 umzusetzen. So müssten Nachernteverluste bei Lebensmitteln um mindestens 20 Prozent reduziert werden. Außerdem sei eine Effizienzsteigerung der Bewässerung im Agrarsektor um mindestens 20 Prozent notwendig. Ähnliches gelte bei der Energieproduktion. Nicht zuletzt müsse die weltweite Menge an aufbereitetem Wasser um mindestens 20 Prozent gesteigert und die Wasserverschmutzung um den gleichen Faktor verringert werden.
Quelle: UD / na
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