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Fukushima sensibilisiert Elektroauto-Branche

Die Fukushima-Atomkatastrophe hat in der Elektrofahrzeug-Industrie deutliche Spuren hinterlassen. Ohne zusätzliche Förderungen erneuerbarer Energien befürchten die meisten Brancheninsider bleibende Image-Schäden. Das zeigt die Trendstudie Elektrofahrzeug-Technologie 2011, die das Beratungsbüro Warnstorf/Berdelsmann/Consulting präsentiert hat. Die jährliche Erhebung gibt die Meinung von über 400 Experten für Elektromobilität aus Wissenschaft, Entwicklung, Zulieferung, Finanzwelt sowie der Automobilkonzerne wieder.
Foto: Barbara Wilms, Flickr.com
12.05.2011 Bremerhaven (UD/pte) - „Versäumen die Autohersteller, die Stromversorgung nachhaltiger zu gestalten, könnten Umweltverbände künftig allzu leicht Boykotte lostreten. Das wurde schon am Beispiel Brent Spar sichtbar", berichtet Jörg Warnstorf. Konkrete Schritte wie etwa Selbstverpflichtungen der Autohersteller, Nutzung und Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern, blieben jedoch bisher aus. Warnstorf führt das Versäumnis auf Bequemlichkeit und die Ausrichtung auf rein ökonomische Gesichtspunkte zurück. Ein Umdenken sei erst durch höheren Druck von Außen wahrscheinlich.

Eigeninitiative dürften die Autohersteller hingegen bei neuen Mobilitätskonzepten wie dem Carsharing zeigen. 58 Prozent der Experten glauben, dass sie die entscheidenden Impulse und Geschäftsmodelle liefern wird. „Zwar waren hier bisher die etablierten Carsharing-Unternehmen sowie die Deutsche Bahn federführend. Carsharing mit Elektroautos erkennen nun jedoch die Volumenhersteller selbst als ideale Vermarktungsschiene, vor allem aufgrund der jüngeren, sensibilisierteren Kundschaft", so Warnstorf. Entsprechende Konzepte gibt es bereits bei Daimler und BMW sowie in Frankreich bei Peugeot.

Wenngleich die Branche einhellig meint, dass Elektrofahrzeuge technisch bereits ausgereift sind, bemängeln die meisten noch ausstehende Optimierungen in der Produktion. „Derzeit machen die Kosten für den Stromspeicher mehr als ein Drittel des Fahrzeugpreises aus. Ein breiterer Marktzugang gelingt erst durch deutlich niedrigere Akkupreise", erklärt Warnstorf. Immer mehr Branchenexperten fordern daher von der Politik, statt Modellregionen die Entwicklung einer vollautomatischen Akku-Produktion zu fördern, die erst hohe Fertigungszahlen und eine schnellere Verbreitung der Technologie erlaubt.


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Grafik: Husin Sani/Flickr

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Foto: Verena N./Pixelio


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