Opel-Brennstoffzellen-Fahrzeugflotte in Berlin
Nachhaltige Mobilität mit null Emissionen – dieses Ziel rückte jetzt ein Stück näher, als Opel im Beisein von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee den europäischen Teil des bislang größten GM-Testprogramms für Brennstoffzellen-Autos bekannt gab.
GM-Europe-Präsident Carl-Peter Forster (li.) und Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee und bei der HydroGen4-Präsentation in Berlin, Fotos (2): GM
„Wir danken dem Bundesverkehrsministerium für ihre fortwährende Unterstützung von Wasserstoff als Antriebstechnologie und freuen uns, dass diese hochkarätigen Unternehmen uns auf dem Weg begleiten, die Brennstoffzellen-Technologie für null Emissionen mit unserem HydroGen4-Programm weiter voranzubringen“, erklärte GM Europe-Präsident Carl-Peter Forster.
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee ergänzt: „Der Elektromobilität mit Batterie und Brennstoffzelle gehört die Zukunft. Mit dieser Technologie können wir langfristig die CO2-Emissionen reduzieren und gleichzeitig unsere Abhängigkeit vom Öl verringern. Aus Forschung und Innovation sollen jetzt marktfähige Produkte werden. Dafür engagiere ich mich gern. Beim Thema Wasserstoff und Brennstoffzelle sind wir in Deutschland inzwischen sehr gut aufgestellt. Diesen Vorsprung müssen wir ausbauen. Mein Haus gibt dafür im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie allein 500 Millionen Euro aus. Die Industrie beteiligt sich zu gleichen Teilen. Das Programm ist ein großer Erfolg.“
Der HydroGen4
Als fester Bestandteil der GM Technologie-Strategie hin zur weiteren Elektrifizierung des Fahrzeugs ist das GM-Brennstoffzellen-Fahrzeug der vierten Generation das Ergebnis von zehn Jahren Entwicklung im Bereich Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie. Im Vergleich zum Vorgänger macht der HydroGen4 deutliche Fortschritte in Sachen Alltagsnutzen, Fahrleistungen und Dauerhaltbarkeit. Weltweit kommen über 100 Autos dieses Typs im Rahmen des „Project Driveway“ von General Motors in den USA, Japan, Korea, China und Deutschland zum Einsatz. In Amerika haben sich mehr als 100.000 Fahrer für die Teilnahme am Markerprobungsprogram beworben. Bis heute hatten 3.400 Menschen die Gelegenheit, das Auto zu fahren. Darunter 30 Familien, bei denen das Fahrzeug für 2-3 Monate im normalen Alltag zum Einsatz kam. Insgesamt wurde mit der Fahrzeugflotte bereits eine Strecke von fast 700.000 km zurückgelegt.
Die Erfahrungen aus diesem Projekt liefern den GM-Ingenieuren nicht nur essenzielle Validierungsdaten, sondern auch wertvolle Einblicke in das Nutzungsverhalten und das Fahrerlebnis künftiger Kunden. Die Brennstoffzellen-Autos sind mit einem Funk-Übertragungssystem ausgerüstet, mit dem Fahrzeugdaten zur Unterstützung der GM-Techniker auf zentrale Server übertragen werden. Den Service für die Berliner Flotte übernimmt ein normaler Opel-Händler, der technisch und personell für die Wartung von Brennstoffzellen-Fahrzeugen gerüstet ist.
Der HydroGen4 startet und läuft ohne Probleme auch bei Temperaturen unter null Grad Celsius – ein erheblicher Fortschritt zu seinem Vorgänger und entscheidender Vorteil im Alltag. Er verfügt über spezielle Sicherheitsfeatures für das Wasserstoff-System und bietet so die Sicherheit eines ganz normalen Serienfahrzeugs.
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