Klimawandel bringt nie dagewesene Extremhitze
Die Moskauer Hitzewelle der vergangenen Jahre ist eine Folge des Klimawandels, sagen Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. „Es war bisher umstritten, ob natürliche Schwankungen oder der Klimawandel die Hitzewelle ausgelöst hat", sagt Studienautor Stefan Rahmstorf im Gespräch. Die Wissenschaftler haben eine Wahrscheinlichkeitsrechnung durchgeführt: „Die Wahrscheinlichkeit, dass die Hitzewelle mit dem Klimawandel zusammenkommt, ist fünf Mal wahrscheinlicher", so Rahmstorf.
Foto: Marion Book
„Was die Temperaturen betrifft, so konnten wir zeigen, dass der Klimawandel unter dem Strich zu deutlich mehr Extremen führt", sagt Rahmstorf. Für die Menschen sind diese oft schädlich: Der als Jahrhundertsommer bezeichnete Sommer 2003 hat in Europa Tausende Tote gefordert. Die Rekordhitze 2010 mit Schwerpunkt im westlichen Russland hat europaweit den extrem heißen Sommer 2003 sogar noch übertroffen. Das führte zu Missernten beim Weizen, für den zwischenzeitlich in Russland ein Exportverbot erlassen wurde. Außerdem plagten zahlreiche Großbrände das Land.
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