UNESCO-Konferenz in Radebeul gestartet
UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova und Ursula Heinen-Esser, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, haben in Radebeul bei Dresden die internationale Konferenz „Für das Leben, für die Zukunft. Biosphärenreservate und Klimawandel“ eröffnet. Das Treffen versammelt etwa 250 Experten aus rund 80 Nationen. Anlass der Veranstaltung ist das 40-jährige Bestehen des UNESCO-Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB).
Foto: gptwisted/flickr.com
Schwerpunkte der Tagung sind unter anderem Landnutzung, erneuerbare Energien und Biodiversität und wie diese Fragen mit dem Klimawandel zusammen hängen. Dabei werden Themen wie klimaschonende Landwirtschaft, die nachhaltige Produktion von Biosprit, „grünes Wirtschaften“, die Beteiligung der Bevölkerung an Klimaschutzmaßnahmen und eine dynamische Anpassung an sich permanent verändernde Umweltbedingungen eine Rolle spielen.
Seit 1971 erforscht und fördert das UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB) zukunftsfähige Formen der Nutzung der Umwelt durch den Menschen, um die natürlichen Lebensgrundlagen zu bewahren. Wichtiges Instrument des MAB-Programms ist ein weltweites Netzwerk von Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung: Diese UNESCO-Biosphärenreservate verbinden Ökologie, Wirtschaft und soziale Entwicklungen miteinander. Derzeit gibt es 563 solcher Gebiete in 110 Ländern, 15 davon in Deutschland.
Im Anschluss an die Konferenz tagt noch bis zum 1. Juli der Internationale Koordinierungsrat des MAB-Programms. Dieses Gremium, das erstmals in Deutschland zusammentrifft, entscheidet unter anderem über die Aufnahme neuer Gebiete in das Weltnetz der UNESCO-Biosphärenreservate. Die Liste der Beitrittskandidaten umfasst 20 Regionen in Europa, Amerika, Afrika und Asien. Die Beschlüsse werden am 30. Juni in Radebeul bekannt gegeben.
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