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Elektroschrott: Reparatur wird zum Geschäft

Der Handel mit Elektromüll ist zu einem boomenden Geschäft geworden. Einem Businessweek-Bericht nach spezialisieren sich immer mehr Unternehmen auf das Sammeln und Demontieren von Elektrogeräten. Das große Geschäft besteht darin, dass Komponenten und Rohmaterialien verkauft werden. Kaputte Elektrogeräte sind laut den Vereinten Nationen der weltweit schnellst anwachsende Abfall. Alleine in der Europäischen Union werden jährlich rund zehn Mio. Tonnen davon weggeworfen.
Foto: Way Out West News/flickr.com
16.05.2012 London (UD/pte) - Der brancheninterne Konkurrenzdruck ist groß. In Großbritannien sind circa 150 Unternehmen als Elektroschrott-Händler registriert. EnvironCom gehört etwa mit seinen jährlich 60.000 Tonnen Müll zu den Marktführern. Das nördlich von London angesiedelte Unternehmen recycelt nicht nur, sondern repariert und verkauft auch. Typische Waren sind beschädigte Waschmaschinen, Fernsehgeräte, Kühlschränke und vieles mehr.

"Diese Wiederverwertung hat einen guten Geschäftssinn und ist wichtig für die Umwelt", erklärt Chief Executive Officer Sean Feeney. EnvironCom erwartet für 2012 einen Umsatz von 22 Mio. Pfund (27,3 Mio. Euro). Den Großteil der generalüberholten Güter verkauft das 200-Personen-Unternehmen ins Ausland. Pro Jahr gehen beispielsweise etwa 80.000 Kühlschränke nach Afrika und 50.000 Gegenstände nach Osteuropa. Die modischsten Waren wie Flatscreens erhalten in erster Linie britische Non-Profit-Organisationen.

Im vergangen Januar hat das Europäische Parlament beschlossen, dass 2020 rund 85 Prozent des Elektromülls gesammelt und recycelt bzw. wiederverwendet werden sollen. Derzeit sind es nur 20 Prozent. Die britische Regierung schätzt, dass nahezu ein Viertel des in den kommunalen Rycycling-Zentren weggeworfenen Elektroschotts repariert und in der Höhe von rund 200 Mio. Pfund (248 Mio. Euro) wiederverkauft werden kann.


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Grafik: Husin Sani/Flickr

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Foto: Verena N./Pixelio

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