Ressourcenschonung bleibt zentrales Thema bei Hausgeräten
Hausgeräte, die effizient mit Energie und Wasser umgehen, bleiben in absehbarer Zukunft das zentrale Thema der Branche für die so genannte "Weiße Ware". Das betonte Dr. Kurt-Ludwig Gutberlet, Vorsitzender der Geschäftsführung der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung in Berlin (IFA). Gutberlet: "Die BSH hat das Thema Ressourceneffizienz an zentraler Stelle in ihrer strategischen Agenda verankert. Wir arbeiten weiter intensiv daran, supereffiziente Geräte für immer breitere Verbraucherschichten zugänglich zu machen."
BSH-Chef Dr. Kurt-Ludwig Gutberlet. Foto: BSH
"Die Markttransformation nimmt Fahrt auf", betonte Gutberlet auf der IFA. "Trotz aller Erfolge können wir heute noch nicht sagen, dass wir unsere gemeinsame Mission für Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung bereits erfolgreich abgeschlossen haben. Trotz hoher Zuwachsraten liegen die Gesamtanteile der supereffizienten Geräte noch unter zehn Prozent des europäischen Marktes. Zudem stellen wir große Unterschiede zwischen den einzelnen europäischen Ländern fest."
Heute ist die BSH europaweit Marktführer in den besten Energieeffizienzklassen. 2010 will das Unternehmen rund 20 Prozent seines Umsatzes in Europa mit supereffizienten Hausgeräten machen. Um die Ressourcenschonung und damit den Klimaschutz durch Hausgeräte weiter voran zu treiben, sieht der BSH-Chef drei zentrale Herausforderungen und setzt folgende Prioritäten:
• Breite Ausstattung der Haushalte mit supereffizienten Geräten.
• Weitere Reduzierung des Strom- und Wasserverbrauchs durch Produktinnovationen.
• Vorbereitung auf die spätere Einbindung von Hausgeräten in intelligente Netze.
"Wir als BSH stellen die unmittelbare Steigerung der Energieeffizienz weiter in den Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns", betonte Gutberlet. Durch innovative Lösungen soll der Stromverbrauch weiter gesenkt werden. Gleiches gilt für den Wasserverbrauch, denn – so Gutberlet – "wir sind überzeugt, dass in Zukunft auch die Ressource Wasser verstärkt in den Fokus kommen wird und zunehmend als Wettbewerbsfaktor mit in den Vordergrund rückt."
Gleichzeitig gehe es aber ganz wesentlich auch darum, nicht nur die Akzeptanz für ressourceneffiziente Hausgeräte zu erhöhen, sondern auch deren Kosten zu senken. Gutberlet: "Um eine breite Wirkung zu erzielen, muss es uns gelingen, die supereffizienten Geräte aus den Premiumsegmenten in die Breite des Marktes zu tragen." So präsentiert die BSH auf der IFA die besonders sparsame Wärmepumpentrockner-Technologie für Wäschetrockner beispielsweise nun erstmals auch in Geräten des mittleren Preissegments.
Eine vorerst deutliche Absage erteilte Gutberlet dagegen der derzeit viel diskutierten Einbindung von Hausgeräten in intelligente Stromnetze. Zum einen gebe es derzeit keine internationalen Standards für die dafür notwendige Netztechnik. Zum anderen seien die dadurch möglichen, zusätzlichen Kosteneinsparungen sehr gering. Schon heute kann man über die manuelle Startzeitvorwahl bei 80 Prozent aller Geräte Einsparungen durch beispielsweise günstigen Nachtstrom auf einfache Weise realisieren. Die BSH will darum erst dann Geräte für intelligente Stromnetze auf den Markt bringen, wenn die Voraussetzungen dafür geschaffen sind. Gutberlet betonte in diesem Zusammenhang noch einmal ausdrücklich: "Die beste Energie ist die, die erst gar nicht verbraucht wird."
Die BSH präsentiert auf der IFA 2010 Ressourcen schonende Hausgeräte in nahezu allen Kategorien. Bei Geschirrspülern wurden die beiden innovativen Technologien Zeolith-Trocknung und Wasser sparen erstmals in einem Gerät kombiniert, das nun weniger Strom bei nur noch 6,5 Liter Wasser pro Spülgang verbraucht. Die selbstdosierenden Waschmaschinen mit i-DOS-Technologie ermitteln selbstständig die Beladungsmenge sowie den Verschmutzungsgrad der Wäsche und fügen aus einem integrierten Tank nur so viel Flüssigwaschmittel zu, wie für ein optimales Waschergebnis benötigt wird. Das spart Wasser. Auch die neuen Waschtrockner ermöglichen eine Reduktion des Wasserverbrauchs. Neue Herde mit FlexInduction erkennen automatisch, wo Töpfe stehen, und heizen diese optimal auf. Egal, wo der oder die Töpfe auf dem Kochfeld positioniert werden. Und auch der Stromverbrauch von Kühlgeräten konnte noch einmal signifikant gesenkt werden. Neueste Modelle verbrauchen sogar weniger Strom, als die bisher sparsamsten mit der Energieklasse A++.
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