CDP: Videokonferenzen gut fürs Klima
Meetings und Geschäftstreffen per Videokonferenz haben sich bei Unternehmen noch immer nicht voll etabliert. Dabei sind etwa Geschäftsreisen besonders bei Konzernen ein enormer Kostenfaktor. Anhand von Telepräsenz-Systemen, die gegenüber herkömmlichen Videokonferenzen ein verbessertes Bild des Gesprächspartners übermitteln, lassen sich Budgets wie auch die Treibhausgasbilanzen der Firmen erheblich entlasten, wie das Carbon Disclosure Project (CDP) aufzeigt. Die möglichen Einsparungen belaufen sich auf Milliarden.
Videokonferenzen reduzieren Emissionen. Foto: Deutsche Telekom
Allein in den USA und Großbritannien können Unternehmen nach CDP-Angaben anhand von Videokonferenzen bis 2020 rund 19 Mrd. Dollar sparen. Zudem ließen sich CO2-Emissionen anhand der Telepräsenz-Technologie um 5,5 Mio. Tonnen reduzieren. „In Deutschland dürfte sich ein ähnliches Bild ergeben", schätzt das CDP. Zwar seien die Distanzen hier geringer. Die Reisetätigkeit sei vor allem mit dem Flugzeug aber nach wie vor hoch. Die Reduzierung von Dienstreisen sei für Unternehmen ein „erster, einfacher und kostengünstiger Schritt", betont der WWF.
Besonders große Unternehmen fänden bei Videokonferenzsystemen hohes Einsparpotenzial vor. Richtet etwa ein Konzern mit einem Umsatz von mehr als einer Mrd. Dollar vier Telepräsenzräume ein, amortisieren sich die Investitionen innerhalb von 15 Monaten, errechnet das CDP. Bereits innerhalb des ersten Jahres fallen 900 Geschäftsreisen weniger an. Innerhalb von fünf Jahren könnten 2,3 Mio. Tonnen an CO2-Emissionen gespart werden. Darüber hinaus würden Entscheidungsprozesse im Betrieb beschleunigt und die Produktivität gesteigert.
Weiterführende Links zum Thema:
CDP: "The Telepresence Revolution" (PDF-Download)
Kontakt
Impressum
RSS
English Version



Drucken 
Senden
Leserbrief






