Metalle für Handys und Flachbildschirme gehen zur Neige
Nicht nur Erdöl kann in den nächsten Jahren knapp werden, sondern auch Metalle wie Tantal oder Indium. Ohne diese Rohstoffe werden Mobiltelefone, Laptops und Displays bald zu Auslaufmodellen. Die Juni-Ausgabe der "Nachrichten aus der Chemie" berichtet, wie viele Tantal- und Indium-Reserven es noch gibt und präsentiert mögliche Alternativen: Das Element Niob könnte Tantal ersetzen und verstärktes Recycling würde helfen.
Handy-Recycling, Foto: Nokia
Aus Indiumerzen gewinnt man vor allem zinndotiertes Indiumoxid. Dieses Material ist transparent sowie leitfähig und eignet sich daher besonders gut für Displays, Leuchtdioden und Solarzellen. Aussagen darüber, wie viel Indium es auf der Welt noch gibt, sind widersprüchlich: Noch bis vor kurzem galten die Vorräte als so gut wie erschöpft, neuere Statistiken sprechen jetzt von 16.000 Tonnen Indiumreserven. Eine Alternative zu zinndotiertem Indiumoxid für Solarzellen ist aluminiumdotiertes Zinkoxid. Für Flachbildschirme und organische Leuchtdioden gibt es jedoch noch keine Alternativen zum Indium.
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