Ökologisches Fuhrparkmanagement gewinnt an Bedeutung

Die aktuelle Situation der Wirtschaft hat die Scheinwerfer auf Probleme wie Kreditklemme, Liquiditätsengpässe und Anpassung der Kostenstrukturen gelenkt. Der noch vor kurzem hoch im Kurs stehende Umwelt- und Klimaschutz hat an Aufmerksamkeit merklich verloren. Dabei kann Klimaschutz zur Kostenreduktion beitragen.

20.05.2009

Foto: Jürgen Effner/Fotolia.com
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Die Finanzkrise überschattet derzeit viele wichtige Themen. Die Angst geht um, und der Mensch neigt dazu Gefahren, die in der Zukunft liegen, zu verdrängen. Dabei geht es gar nicht nur darum, wohltätig zu sein oder Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen. Mit  Klima- und Umweltschutz wird auch wirtschaftlich sinnvoll gehandelt. Viele Unternehmen setzen aus diesem Grund auf Nachhaltigkeit und richten das ganze Unternehmen „ecologisch“ - also ökonomisch und ökologisch - aus. Zur heutigen Klimastrategie gehört die Energieeffizienz des Gebäudes genauso wie die Motivation der Mitarbeiter zum umweltbewussten Handeln. Ehrgeizige Klimaziele bis hin zur CO2-Neutralität beziehen spätestens ab der Umsetzungsphase alle Mitarbeiter - und damit vor allem auch die Dienstwagenfahrer - mit ein.

Umweltberatung durch den Dienstleister

Beim Fuhrpark beraten Leasing- und Fuhrparkmanagementdienstleister und unterstützen bei der Optimierung und ökonomischen und ökologischen Gestaltung. Es reicht heute nicht mehr aus, nur Finanz- oder Serviceraten zu vergleichen. Wichtiger ist die Gesamtbetrachtung: Dazu gehören Modellpolitik, Verbrauch, Schadstoffausstoß, Restwertentwicklung sowie Fahrverhalten der Nutzer. „Neben den nachhaltigen Vorteilen für die Umwelt, bringt es Kosten- und Imagevorteile.“, sagt Michael Velte, Vorstandsvorsitzender des Verbands der markenunabhängigen Fuhrparkmanagementgesellschaften (VMF) und Sprecher der Geschäftsführung der Deutschen Leasing Fleet. Welche Bedeutung die Umwelt heute im Fuhrpark spielt, hat der VMF zusammen mit dem Car-Institut in der Studie „Umweltschutz im Fuhrpark“ (siehe Autoflotte 12/08) dokumentiert. Überwiegend wird hier Umweltschutz als wichtig angesehen, 50 Prozent der befragten Unternehmen wollen aber nicht mehr dafür ausgeben, als bisher. Dennoch ist sich Velte sicher: „Ökologische Kriterien werden zukünftig die Investitionen stärker mit entscheiden.“ Das bestätigt auch ein Sprecher des Autoverbandes VDA im Handelsblatt: "Es ist natürlich so, dass der CO2-Ausstoß auch im Firmenwagen-Segment ein wichtiges Thema ist, das bei der Auswahl ernst genommen wird". Noch sind die Anschaffungspreise der relevanten Fahrzeuge etwas höher, doch reduzieren geringerer CO2-Emissionen den Spritverbrauch pro Fahrzeug und damit die Kraftstoffkosten im Fuhrpark. Außerdem werden sich zukünftig nur umweltfreundliche Autos gut vermarkten lassen. Somit beeinflusst ‚Umwelt’ auch die Restwerte positiv.

Die Carpolicy regelt mehr als nur Modelle und Preise

Die Car-Policy gibt Vorgaben für die Modellauswahl, dabei sollten heute auch Emissionsklassen oder CO2-Richtwerte mit einbezogen werden. Durch Leasing kann aus den verfügbaren Entwicklungen aller Hersteller regelmäßig nicht nur auf die neuesten Modelle, sondern auch auf die neueste und umweltschonenste Technik umgestiegen werden. So bleibt der Fuhrpark auf dem zeitgemäßen Stand. Neben der CO2-Reduktion und der fast vollständige Vermeidung von Ruß- und anderen Partikelemissionen, sollten auch andere „Umweltgifte“ wie Kohlenmonoxid, reaktive Kohlenwasserstoffe, Stickstoffoxide oder Schwefeldioxid erheblich reduziert werden.

Fazit

Für die Unternehmen ergeben sich neue Einsparpotenziale. ‚Umwelt im Fuhrpark’ wird spätestens noch mehr zu einem betriebswirtschaftlichen Muss, wenn alle Unternehmen für ihre CO2-Emissionen auch bezahlen und entsprechende Berechtigungen nachweisen müssen. Nachdem bereits 2005 EU-weit CO2-Emissionsrechte für Betreiber bestimmter Anlagen umgesetzt wurden, könnten sie auf alle Unternehmen der EU ausgeweitet werden. Zumindest wird intensiv darüber diskutiert, da nur so die politischen Klimaziele erreicht werden könnten.
Den größten Nutzen - so auch die erwähnte Studie des CAR-Instituts - wird bei einem herstellerübergreifenden Fahrzeug-Mix im Fuhrpark erzielt. Bei gleichzeitiger Schulung der Fahrer auf umweltfreundliche Fahrtechnik. Je strategischer der Mix aus dem Gesamtmarktportfolio der Fahrzeugmarken, desto besser das ‚öklogische’ Kosten-Leistungsverhältnis. Kosten- und Umweltziele werden gleichermaßen erreicht.

Quelle: UD / pm
 
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