Windenergiebranche spürt keinerlei Krise
Die US-amerikanische Windenenergieindustrie hat ihre Leistungskapazitäten im ersten Quartal 2009 um 2.800 Megawatt erweitert. Durch Windturbinen angetriebene Generatoren können damit weitere 816.000 Haushalte mit Strom versorgen, berichtet Reuters. Trotz einer Verdoppelung der Ausbauraten im Vergleich mit dem ersten Quartal 2008 hinken die Vereinigten Staaten hinterher. In Europa wird jährlich etwa doppelt soviel Strom durch Windkraft erzeugt. Das maßgebliche Hindernis für eine Nutzung von Windkraft in großem Umfang erblickt die American Wind Energy Association (AWEA) im Fehlen gesetzlicher Vorgaben.
18.05.2009
"In Zukunft werden sich jene Technologien durchsetzen, die sich mittel- und langfristig an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz orientieren. Das Bewusstsein dafür ist bereits da, hat aber sicher noch mehr Potenzial", sagt Fritz Unterpertinger, Geschäftsführer der Austrian Energy Agency. Die steigende Energienachfrage werde allerdings allein durch erneuerbare Energieträger nicht zu decken sein. In Deutschland sind derzeit 22.247 Megawatt an Windenergiekapazitäten installiert. Insbesondere die Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein erweisen sich dabei als fleißige Erzeuger.
In Österreich sind 618 Windräder mit einer Leistung von 995 Megawatt ans Netz angeschlossen. Laut IG-Windkraft ist bis 2020 jedoch eine Verdreifachung der Kapazitäten vorgesehen. Dafür müssten 1.100 weitere Anlagen betrieben werden. Ab 2020 würden auf diese Weise zusätzliche 4,2 Terrawattstunden pro Jahr an Strom durch Windkraft erzeugt werden. Die vorhandenen Windenergiekapazitäten sind räumlich höchst ungleich verteilt. Laut Angaben von Husum Windenergy sind im auf Nuklearenergie setzenden Frankreich gerade einmal ein Zehntel der Leistungskapazitäten von Deutschland vorhanden. In Nordamerika verfügt das 411.000 Quadratkilometer große Kalifornien mit 38,1 Mio. Einwohnern lediglich über ein Gesamtleistungspotenzial von 2.653 Megawatt. Der mit drei Mio. Einwohnern dünn besiedelte Nachbarstaat Oregon - schon im Bereich alternativer Fahrzeugantriebe ein Vorreiter- bringt es auf beachtliche 1,363 Megawatt.