ThyssenKrupp: Zukunftsmarkt Meerwasserentsalzung
Die Wasserversorgung ist eines der Kernthemen des 21. Jahrhunderts. Angesichts globaler Knappheit und stetig steigendem Verbrauch birgt dieser Markt für Unternehmen, deren Geschäftsfeld mit dem „blauen Gold“ zu tun hat, große Wachstumschancen. Wie etwa für ThyssenKrupp: Mit ihren innovativen Werkstoffen für Meerwasserentsalzungsanlagen leistet die Stainless-Gruppe des Konzerns bereits jetzt einen wichtigen Beitrag zur Beseitigung der Trinkwasserknappheit.
Foto: H.-G. Oed
Vor diesem Hintergrund kommt der Meerwasserentsalzung respektive -auf-bereitung entscheidende Bedeutung bei der Beseitigung des Trinkwassermangels zu. „Die Versorgung mit Trinkwasser ist überlebenswichtig und wird die Bevölkerung künftig vor noch größere Probleme stellen, als beispielsweise der wachsende Energiebedarf“, vermutet Dr. Alfred Otto, Vorstandsmitglied der ThyssenKrupp Nirosta. „Für unsere Werkstoffe bietet dieser Zukunftsmarkt zusätzliche Chancen“, ist sich Otto sicher.
Diese Einschätzung ist nicht von der Hand zu weisen, denn gleich mehrere Unternehmen der ThyssenKrupp Stainless AG liefern weltweit Lösungen für Anlagen zur Meerwasserentsalzung. Vor allem die höchst widerstandsfähigen Rohre der ThyssenKrupp Titanium GmbH erfreuen sich seit einiger Zeit vermehrter Nachfrage, denn sie eignen sich aufgrund ihrer Materialeigenschaften besonders gut für die extremen Bedingungen, die beim Entsalzungsprozess entstehen. „Der Vorteil von Titan ist, dass es extrem stark und korrosionsbeständig ist und aggressivem Meerwasser besser standhalten kann, als jedes andere Material“, erläutert Dr. Martin Holz, Geschäftsführer von ThyssenKrupp Titanium. „Zudem sind Titan-Rohre umweltfreundlicher, da sie im Gegensatz zu Kupfer-Nickel-Material keine Schadstoffe ins Wasser abgeben. Das bedeutet, dass die hohen Kupferbelastungen, welche vornehmlich in Regionen mit einer Vielzahl von Meerwasserentsalzungsanlagen im Trinkwasser auftreten, reduziert werden können“, so Holz weiter.
Markt mit extrem hohem Wachstum
Etwa 14.000 Anlagen dieser Art sind derzeit nach Schätzungen des Verbands Deutsche Meerwasserentsalzung (DME) weltweit in Betrieb – Tendenz steigend. „Wir gehen von mehr als 100 Milliarden Euro aus, die im Bereich der Meerwasserentsalzung in den nächsten 20 bis 25 Jahren investiert werden“, schätzt der DME-Vorsitzende Claus Mertes. Die Zahl der Anlagen steige exponentiell und nicht linear an, was das extrem hohe Wachstum in diesem Markt unterstreiche, so Mertes weiter.
Der Erfolg der Titan-Rohre spricht schon jetzt für die Entscheidung von ThyssenKrupp, den Umweltschutz innerhalb der Konzernrichtlinien als ein wichtiges Unternehmensziel zu verankern. „Unser Umwelt-Know-how liegt gerade in der Entwicklung von ressourcenschonenden und umweltfreundlichen Produkten und Prozessen“, erklärt Dr. Gunnar Still, Leiter der Zentralabteilung Umweltschutz bei der ThyssenKrupp Steel AG. „Diese Erfahrungen tragen wir in die ganze Welt und helfen aufstrebenden Ländern bei der Vermeidung von Umweltproblemen", so Still.
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