Linde: Effizienter mit hochreinem Sauerstoff
Unternehmen, deren Geschäftsfelder direkt oder indirekt einem hohen Verbrauch fossiler Energieträger unterliegen, tragen besondere Verantwortung für unsere Umwelt. Um die vorhandenen Ressourcen effektiver nutzen zu können, schreiben viele Firmen Forschungsarbeiten zum Thema Ökobilanzierung an Hochschulen aus. Welche Auswirkungen deren Ergebnisse auf die unternehmerische Praxis haben können, zeigt ein Beispiel der Linde AG.
26.07.2007
Anno 1782 entdeckte der junge französische Jurist Antoine Lavoisier,
der sich nebenberuflich der Wissenschaft verschrieben hatte, dass ein
Stoff nach seiner Verbrennung nicht leichter, sondern schwerer wird -
und zwar durch die während des Verbrennungsprozesses aufgenommene
Umgebungsluft.
Diese Entdeckung allein hätte dem aufstrebenden Wissenschaftler zu Weltruhm gereicht, doch er wollte es genau wissen und startete eine Reihe weiterer Experimente, von denen eines noch heute gerne im Chemieunterreicht verwendet wird: Lavoisier ließ eine brennende Kerze auf einem Korken in einer Wasserschüssel schwimmen und stülpte eine Glasglocke darüber. Nach kurzer Zeit stieg der Wasserpegel innerhalb der Glasglocke an, bis er knapp ein Fünftel des Gefäßes füllte. Dann erlosch die Kerze. Damit war klar: Unsere Luft besteht zu einem Fünftel aus einem Gas, das für den Verbrennungsvorgang nötig ist. Dieses Gas taufte Lavoisier oxygène, Sauerstoff.
Was uns heute selbstverständlich vorkommt, markierte damals das Ende teils mythisch gefärbten Spekulationen. Wissenschaftler aus aller Welt haben sich seitdem der Ergebnisse Lavoisiers angenommen und sie im Verlauf der Generationen immer weiter präzisiert.
„Unsere Luft besteht zu genau 21 Prozent aus Sauerstoff, 78 Prozent Stickstoff und einem Prozent Edelgasen“, erklärt Erik Hagelstein, Technischer Ingenieur bei Linde in München, im Gespräch mit UmweltDialog. Der Anteil an Edelgasen allerdings, so Hagelstein weiter, sei für seine Überlegungen zu vernachlässigen, denn es sei der Sauerstoff, der für Linde besonders interessant sei - gerade vor dem Hintergrund der derzeitigen Klimadebatte. „Wir haben uns gefragt: Wenn 78 Prozent der Umgebungsluft aus Stickstoff bestehen und dieses Gas die Verbrennung im Endeffekt nur hemmt, was passiert dann, wenn wir stattdessen reinen Sauerstoff verwenden?“. Diese Frage stellte sich Hagelstein im Vorfeld seiner Diplomarbeit über die ökologische Bewertung von Industriegasen, die er im vergangenen Jahr bei der Linde AG verfasste.
Einige Monate lang untersuchte der damalige Diplomand daraufhin verschiedene Schmelzbetriebe in Deutschland, führte Beobachtungen durch und protokollierte Messdaten. „ Ich konnte die Untersuchungen völlig selbstständig und eigenverantwortlich durchführen“, lobt Hagelstein die Zusammenarbeit mit seinem Auftraggeber.
Diese Entdeckung allein hätte dem aufstrebenden Wissenschaftler zu Weltruhm gereicht, doch er wollte es genau wissen und startete eine Reihe weiterer Experimente, von denen eines noch heute gerne im Chemieunterreicht verwendet wird: Lavoisier ließ eine brennende Kerze auf einem Korken in einer Wasserschüssel schwimmen und stülpte eine Glasglocke darüber. Nach kurzer Zeit stieg der Wasserpegel innerhalb der Glasglocke an, bis er knapp ein Fünftel des Gefäßes füllte. Dann erlosch die Kerze. Damit war klar: Unsere Luft besteht zu einem Fünftel aus einem Gas, das für den Verbrennungsvorgang nötig ist. Dieses Gas taufte Lavoisier oxygène, Sauerstoff.
Was uns heute selbstverständlich vorkommt, markierte damals das Ende teils mythisch gefärbten Spekulationen. Wissenschaftler aus aller Welt haben sich seitdem der Ergebnisse Lavoisiers angenommen und sie im Verlauf der Generationen immer weiter präzisiert.
„Unsere Luft besteht zu genau 21 Prozent aus Sauerstoff, 78 Prozent Stickstoff und einem Prozent Edelgasen“, erklärt Erik Hagelstein, Technischer Ingenieur bei Linde in München, im Gespräch mit UmweltDialog. Der Anteil an Edelgasen allerdings, so Hagelstein weiter, sei für seine Überlegungen zu vernachlässigen, denn es sei der Sauerstoff, der für Linde besonders interessant sei - gerade vor dem Hintergrund der derzeitigen Klimadebatte. „Wir haben uns gefragt: Wenn 78 Prozent der Umgebungsluft aus Stickstoff bestehen und dieses Gas die Verbrennung im Endeffekt nur hemmt, was passiert dann, wenn wir stattdessen reinen Sauerstoff verwenden?“. Diese Frage stellte sich Hagelstein im Vorfeld seiner Diplomarbeit über die ökologische Bewertung von Industriegasen, die er im vergangenen Jahr bei der Linde AG verfasste.
Einige Monate lang untersuchte der damalige Diplomand daraufhin verschiedene Schmelzbetriebe in Deutschland, führte Beobachtungen durch und protokollierte Messdaten. „ Ich konnte die Untersuchungen völlig selbstständig und eigenverantwortlich durchführen“, lobt Hagelstein die Zusammenarbeit mit seinem Auftraggeber.
Quelle: UD