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Mittwoch, 22.November 2017
Moorschutzfonds von NABU und Volkswagen nimmt Fahrt auf zoom
Symbolische Scheckübergabe für den Internationalen Moorschutzfonds (v.l.n.r.): Olaf Tschimpke (NABU-Präsident), Thomas Tennhardt (NABU-Vizepräsident), Lars-Henner Santelmann (Vorstand für Vertrieb und Marketing bei der Volkswagen Financial Services AG), Wolfram Thomas (Konzernbeauftragter für Umwelt, Energie und Neue Geschäftsfelder der Volkswagen AG) und Leif Miller (NABU-Geschäftsführer).

14.08.2015

Moorschutzfonds von NABU und Volkswagen nimmt Fahrt auf

Das internationale Moorschutzengagement vom Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und Volkswagen Financial Services startet mit der Renaturierung von durch Entwässerung und Torfabbau geschädigten Moorgebieten im Slowinski Nationalpark sowie in Westpommern in Polen. Vor Ort im Moor bei Krakulice überreichte NABU-Präsident Olaf Tschimpke eine wissenschaftliche Studie an Lars-Henner Santelmann, Vorstand für Vertrieb und Marketing der Volkswagen Financial Services AG, und Wolfram Thomas, Konzernbeauftragter für Umwelt, Energie und Neue Geschäftsfelder der Volkswagen AG, die als Grundlage für den Moorschutz in Nord-Eurasien dient. Außerdem präsentierte Volkswagen Financial Services konkrete Maßnahmen zur Förderung umweltfreundlichen Fuhrparkmanagements im polnischen Automobilmarkt.

Die Grundlage des Moorschutzengagements in Polen bildet der zu Beginn des Jahres vom NABU gegründete Internationale Moorschutzfonds (International Peatland Conservation Fund, IPCS), den Volkswagen Financial Services über fünf Jahre mit insgesamt einer Million Euro ausstattet. „In Deutschland haben wir mit dieser Art des Finanzierungsinstruments sehr gute Erfahrungen gemacht und unterstützen damit schon 13 Moorschutzprojekte", sagt Santelmann. „Unser langfristiges Engagement mit dem NABU zeigt, dass wir es mit der konkreten Förderung von Klimaschutzprojekten ernst meinen und dies ein fester Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie ist", fügt er hinzu.

Moore haben eine bedeutende Funktion für den weltweiten Klimaschutz sowie für die Biodiversität. In vielen Ländern haben sie allerdings ihren ursprünglichen Zustand als Kohlenstoffsenke verloren und sind aufgrund von land- und forstwirtschaftlicher Nutzung von der Austrocknung bedroht – so auch in Polen. Zerstörte Moore stoßen große Mengen Treibhausgase wie CO2, Methan und Lachgas aus, welche in die Atmosphäre gelangen.

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Das Rahmenkonzept für den Internationalen Moorschutzfonds ist eine jetzt abgeschlossene, durch die Volkswagen AG und Volkswagen Financial Services finanzierte NABU-Studie, welche die Potenziale zur Wiederherstellung und zum verbesserten Schutz von Mooren in Osteuropa und dem europäischen Teils Russlands aufzeigen soll. Darüber hinaus wird an konkreten Fallbeispielen der effiziente Mitteleinsatz beim Moorschutz beschrieben. „Auf dem Weg zur ökologischen Nummer eins spielt das Thema Biodiversität für den Volkswagen Konzern eine wichtige Rolle", so Thomas, „mit den gemeinsamen Anstrengungen für den Moorschutz erzielen wir äußerst positive Effekte für den Klimaschutz, die Artenvielfalt sowie den Schutz von Ökosystemen und natürlichen Ressourcen, wie zum Beispiel Wasser."

Die ersten durch den Internationalen Moorschutzfonds finanzierten Renaturierungsgebiete liegen in Westpommern an der Ostseeküste Polens. Ziel ist es, mindestens 900 Hektar Moor in Polen zu renaturieren. Aufgrund jahrzehntelanger Entwässerung verlieren diese Moore mit der Zeit ihre ursprüngliche Funktion als CO2-Speicher. Gemeinsam mit dem polnischen NABU-Partnerverband „Klub Przyrodników" sollen die Moore durch das Anstauen von Wasser wieder in ihren natürlichen Zustand zurückversetzt werden. „Der Moorschutz bietet in Deutschland und international enorme Chancen zum Schutz der Natur und unseres Klimas. Durch die geplanten Renaturierungen in Polen können wichtige Naturparadiese gerettet und klimaschädliche Gase gebunden werden. Mit Hilfe des Internationalen Moorschutzfonds wollen wir künftig noch viele Projekte dieser Art umsetzen", betont Tschimpke.

Als weitere Initiative weitet Volkswagen Financial Services das Programm zur Förderung umweltfreundlichen Fuhrparkmanagements auf Polen aus. Der polnische Automobilmarkt setzt zu fast 90 Prozent Gebrauchtfahrzeuge um. Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge liegt im Gesamtmarkt bei 14,3 Jahren (Quelle: Instytut badań rynku motoryzacyjnego, SAMAR). Zum Vergleich: In der gesamten Europäischen Union beträgt das durchschnittliche Fahrzeugalter 8,3 Jahre (Quelle: European Automotive Manufacturers Association, ACEA). „Wir sehen aufgrund des hohen Fahrzeugalters und des damit einhergehenden hohen CO2-Ausstoßes großes Potenzial, den Fahrzeugmarkt umweltfreundlicher zu gestalten", sagt Santelmann, „deswegen werden wir insbesondere unser Leasinggeschäft ausbauen, um neue Fahrzeuge mit kurzen Vertragslaufzeiten erschwinglich zu machen." Weitere Bausteine des ökologischen Fuhrparkmanagements sind ECO-Fahrtrainings für Großkunden, Tankkarten und die Fuhrpark-Software FleetCARS, die ein transparentes CO2-Reporting ermöglicht.

 
Quelle: UD/cp

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