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Wie Bambusräder Kindern in Ghana eine Chance auf Bildung ermöglichen

Das Social-Business my Boo aus Kiel fertigt seit 2012 faire und nachhaltige Fahrräder mit einem Rahmen aus Bambus. Hergestellt werden die stabilen Rahmen gemeinsam mit dem „Yonso Project“, einem sozialen Projekt in Ghana. Dabei arbeitet my Boo auf Augenhöhe mit ihrem Partner zusammen und schafft berufliche Perspektiven für Menschen in Zentralghana.

22.05.2020

 
 
 
 

Zudem engagiert sich das Unternehmen stark für verschiedene Bildungsprojekte, wie zum Beispiel dem Bau und Betrieb der eigenen Schule. 

Seit Beginn der Zusammenarbeit und der damit einhergehenden Auseinandersetzung mit dem Bildungssystems Ghanas, entwickelte sich der Wunsch sich vor Ort zu engagieren. Die Gründer Maximilian Schay und Jonas Stolzke haben sich bereits in Anfangszeiten von my Boo ein Bild von der Situation vor Ort machen können: Schlechte Bedingungen für Lehrer, eine unzureichende Ausbildung und Bezahlung, keine Unterrichtsmaterialien vor Ort und Eltern, die ihren Kindern oftmals nicht einmal das Notwendigste an Materialien finanzieren können.

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Um ihren ursprünglichen Wunsch konkretes soziales Engagement in Ghana zu realisieren, entschlossen sich die Kieler im Jahr 2016 gemeinsam mit dem Yonso Project eine Schule zu bauen. Mit jedem verkauften Bambusrahmen flossen Erlöse in den Bau der Schule. Gleichzeitig kamen einige Spenden über die Website des Ghana School-Vereins zusammen. Im September 2019 war es dann endlich soweit die „Yonso Project Model School“ wurde eröffnet. Das Schulangebot kam bei den Eltern so gut an, dass statt geplanten 100 Kinder über 200 angemeldet wurden.

Chance auf eine bessere Zukunft bieten

Mittlerweile ermöglicht die Schule über 215 Schülerinnen und Schülern einen Zugang zu hochwertiger Bildung. Wie in der Bambusrahmenproduktion konnten auch mit der Schule neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Neben 14 Lehrerinnen und Lehrern gibt es Assistenzkräfte, Administration und Buchhaltung, eine Küche, einen Wachdienst sowie natürlich einen Schuldirektor. Die Schule ist allein deswegen einzigartig, weil die Schüler hier nicht nur auf das Auswendiglernen und Bestehen von Tests vorbereitet werden. Kwabena Danso, Leiter des ghanaischen Partners „Yonso Project“ und Initiator des Schulbaus, ist es wichtig, dass die Kinder auch lernen, Dinge zu hinterfragen und zu erforschen.

Die ersten Ziele wie das Bereitstellen eines Schulbusses, der die Kinder aus allen neun Communities sicher zur Schule bringt, sowie kleine Bambusbikes, die den Schulweg erleichtern, wurden bereits umgesetzt. Langfristig sollen es insgesamt 45 Klassenräume sowie einen Computerraum geben. Kompetenz in digitalen Medien ist auch für Kinder in Ghana besonders wichtig, da sie zu Hause keine entsprechenden Zugänge haben.

Konkret zu sehen, wie vielen Kindern wir dadurch eine Chance auf Bildung und somit auch auf eine bessere Zukunft ermöglicht haben, erfüllt uns mit Stolz. „Einzelmaßnahmen können hilfreich sein, aber sie sind oft zeitlich begrenzt oder an bestimmte Bedingungen geknüpft. Den Bau und Betrieb einer Schule zu unterstützen ist aus unserer Sicht besonders sinnvoll und schenkt den Kindern in Ghana eine langfristige Perspektive“, so Maximilian Schay, Gründer und Geschäftsführer von my Boo.

Wirtschaftlicher Erfolg inklusive sozialer Verantwortung

Für my Boo hat sich bestätigt, dass wirtschaftlicher Erfolg und ökologische sowie soziale Verantwortung sich nicht gegenseitig ausschließen. Jedes verkaufte Bambusfahrrad trägt zur langfristigen Verbesserung der Bildungschancen in Ghana bei. Die my Boo Modell-Palette beinhaltet neben gängigen Fahrradtypen wie City-/Trekkingräder, Reiseräder, Cruiser und Rennräder für Herren und Damen auch Bambus E-Bikes- gefertigt in 80 Stunden liebevoller Handarbeit, vollendet in der eigenen Kieler Manufaktur in Deutschland.

Quelle: UD
 

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