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Gesellschaftliche Wirkung ist wichtiger als finanzielle Rendite

Die Veröffentlichung des zweiten Deutschen Social Entrepreneurship Monitors zeigt: Für eine enkeltaugliche Zukunft zu arbeiten ist der wichtigste Treiber für Sozialunternehmer.

21.02.2020

Gesellschaftliche Wirkung ist wichtiger als finanzielle Rendite

In den kommenden Jahren sind große gesellschaftliche Herausforderungen zu lösen: der Klimawandel, die gesellschaftliche Spaltung, die Umbrüche der digitalen Transformation oder unsere alternde Gesellschaft. Dass Social Entrepreneurs diese Herausforderungen ins Zentrum ihres Handelns stellen, zeigt die heute erschienene Studie, für die Sozialunternehmerinnen und -unternehmer zum Status ihrer Organisation befragt wurden. 

Unter den vielfältigen Wirkungsbereichen dominieren Bildung, nachhaltiger Konsum und Gesundheit. Neun von zehn Social Entrepreneurs entwickeln eine deutschlandweite Marktneuheit und zeigen damit die hohe Innovationskraft des Sektors. Fast die Hälfte der Gründerinnen und Gründer sind weiblich. Zu diesen Ergebnissen kommt der zweite Deutsche Social Entrepreneurship Monitor (DSEM), den das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND) Mitte Februar gemeinsam mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und SAP in Berlin vorstellt.

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„Immer mehr Menschen in Deutschland gründen Unternehmen für eine sozial-nachhaltige Zukunft. Im DSEM zeigen wir, was diese Unternehmen so besonders macht und welchen Herausforderungen sie gegenüberstehen“, sagt Katrin Elsemann, Geschäftsführerin von SEND. Um mit ihren Unternehmungen eine größtmögliche Wirkung zu erzielen, werden die Gewinne im Wesentlichen für den Zweck der Organisation reinvestiert und auf ganzheitliche Ansätze geachtet. “Wertschätzung ist ein prägender Bestandteil unseres Unternehmens und betrifft alle Instanzen. Auch den Bereich unserer Lieferkette”, sagt Samuel Waldeck von Shiftphones. Des Weiteren spielt New Work eine große Rolle: Themen, wie transparente Gehälter oder Einbindung der Mitarbeitenden in strategische Entscheidungen, werden von den Teilnehmenden der Studie gelebt. ”Wir verstehen uns als Versuchslabor, für wie die Wirtschaft eigentlich sein sollte.”, findet Elisa Naranjo von einhorn. 

Hürden des Social Entrepreneurships

Es zeigt sich aber auch, dass solch ein “Versuchslabor” Herausforderungen mit sich bringt. Die größten Hürden für Social Entrepreneurs sind eine schwache Lobby, zu wenig gezielte Anschlussfinanzierung für erfolgreiche Projekte sowie eine schwer nachvollziehbare Vergabe von öffentlichen Finanzmitteln. Das Fehlen einer passenden Rechtsform wird von jedem zweiten Teilnehmer als relevante Hürde eingestuft. Die Unterstützung durch die Politik wird erneut schlecht benotet. Dazu Markus Sauerhammer, erster Vorstand bei SEND: „Nachdem im Koalitionsvertrag die zunehmende Relevanz von Social Entrepreneurship für die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen hervorgehoben und eine bessere Förderung von Seiten der Regierung zugesagt wurde, ist es an der Zeit endlich die Rahmenbedingungen für Sozialunternehmen zu verbessern.” 

Insgesamt ermöglicht der DSEM der Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft einen tieferen Einblick in den Sektor. „Die Studie zeigt einmal mehr, wie innovativ und digital Sozialunternehmen sind und wirft einen Blick auf die vielen Schnittstellen für eine Zusammenarbeit mit klassischen Wirtschaftsunternehmen.“ so Mike Cosse, Vice President Digital Government bei SAP. „Im Ausbau dieser Kooperationen liegt riesiges Potential für eine zukunftsfähige und nachhaltige Wirtschaft.“ 

Über die Studie:

Der Deutsche Social Entrepreneurship Monitor (DSEM) ist eine jährliche Studie zu Social Entrepreneurship in Deutschland, In der Studie werden Sozialunternehmerinnen und -unternehmer nach dem Status ihrer Organisation befragt. Auf diese Weise können die Potentiale, Bedürfnisse und Herausforderungen von Social Entrepreneurs besser verstanden werden. Ermöglicht wurde die Studie durch SAP SE.

Definition Social Entrepreneurship:

Das primäre Ziel von Social Entrepreneurship ist die Lösung gesellschaftlicher
Herausforderungen. Dies wird durch kontinuierliche Nutzung unternehmerischer Mittel erreicht und resultiert in neuen und innovativen Lösungen. Durch steuernde und kontrollierende Mechanismen wird sichergestellt, dass die gesellschaftlichen Ziele intern und extern gelebt werden.

Über SEND:

Das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland e.V. (SEND) wurde 2017 in Berlin gegründet mit dem Ziel Sozialunternehmen zu vernetzen, zu stärken und eine gemeinsame Stimme zu geben. SEND baut wichtige Brücken zur Politik, klassischer Wirtschaft und Zivilgesellschaft, um positiven Wandel in unserer Gesellschaft voranzutreiben und die Rahmenbedingen für soziale Innovationen zu verbessern.

Quelle: UD/pm
 

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