19.09.2019
Diese Webseite verwendet Session-Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung dieser zu. Über den Button können Sie diesen Hinweis schließen.
Erklärung zum Datenschutz

30.05.2019

Sozialunternehmer

Kampf dem Plastikmüll

Die Meere verdrecken, Tiere verenden und Mikroplastik wird erstmals in Menschen gefunden: Plastikmüll stellt uns vor riesige Herausforderungen. Das Hamburger Start-Up cirplus will dafür sorgen, dass mehr Plastik wiederverwertet wird – und hat eine Digitalplattform geschaffen, die den Handel mit recycelten Kunststoffen so effizient und einfach wie möglich macht.

Kampf dem Plastikmüll

Als Christian Schiller bei einem Segeltörn vor der Küste Kolumbiens in einen riesigen Teppich aus Plastikmüll geriet, spürte er hautnah die Auswirkungen der Meeresverschmutzung. Nach intensiver Beschäftigung mit den Ursachen der
Vermüllung und der Kreislaufwirtschaft formte sich ein halbes Jahr später in seinem
Kopf die Idee für cirplus, die er zusammen mit Volkan Bilici realisierte. Anfang April
2019 ging die digitale Handelsplattform für Alt-Plastik der beiden Gründer an den
Start.

Anzeige

Auf cirplus können sich Kunststoffverarbeiter und Recycling-Unternehmen vernetzen
und recyceltes Plastik handeln – von Ballenware bis zum Regranulat beziehungsweise Rezyklat. Europaweit und effizient. Im direkten Vergleich von Angeboten sparen Käufer Zeit und Geld, während Verkäufer neue Absatzmärkte im In- und Ausland erschließen
und ihre Preise, Mengen und Qualitäten ihrer Materialien exakt auf die Nachfrage
abstimmen können.

Perfektes Timing plus digitale Expertise

Durch das am ersten Januar 2019 in Kraft getretene Verpackungsgesetz kommt cirplus genau zur richtigen Zeit: Die Verordnung verlangt für Kunststoffe aus
Verpackungsabfällen eine Recyclingquote von 58,5 Prozent statt wie bisher 36
Prozent, ab 2021 sogar 63 Prozent. Nach dem Willen des Gesetzgebers wird das
den Einsatz von Alt-Plastik automatisch zu einem lukrativen und boomenden Markt
werden lassen.

Gleichzeitig steht die Digitalisierung in dieser Branche noch ganz am Anfang. Und genau hier kommt Software-Entwickler und Blockchain-Experte Bilici ins Spiel: Dank seiner Expertise und eines ausgeklügelten Algorithmus werden die Matchingprozesse für Käufer und Verkäufer auf cirplus automatisiert und effizienter.

„Das deutsche Verpackungsgesetz und die Plastikstrategie der EU formulieren
anspruchsvolle Vorgaben, die die Verpackungsbranche und Abfallwirtschaft vor enorme Herausforderungen stellen. Da wollen wir mit cirplus helfen”, sagt Christian
Schiller, Gründer und Geschäftsführer. „Mein Team und ich sind jetzt schon stolz auf
den regen Zuspruch: Noch vor dem Start unserer Plattform hatten sich bereits 43
Unternehmen für unsere Warteliste registriert, sodass wir in der kurzen Zeit seit
unserer Gründung bereits mehrere Transaktionen vermitteln konnten. Und das
europaweit. In Zukunft werden wir die gesamte Transaktion digital abbilden: vom
Suchen und Matching, über die Logistik- und Zahlungsabwicklung, intelligente Preisund Mengenanalyse bis hin zur Integration von Blockchainanwendungen. So
erreichen wir das übergeordnete Ziel, Produktkreisläufe zu 100 Prozent zu schließen.“

Quelle: UD/cp
 

Related Posts

0 Kommentare

Ihr Beitrag

Antwort auf:  Direkt auf das Thema antworten

Netiquette

Unsere Verantwortung/Mitgliedschaften

Logo
Serverlabel
The Global Compact
Englisch
Gold Community
Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik
Caring for Climate

© macondo publishing GmbH
Alle Rechte vorbehalten.

 
Lasche