20.11.2019
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12.09.2019

Sozialunternehmer

Inklusion geht uns alle etwas an

Im August luden die Bundesvereinigung Lebenshilfe und toom Baumarkt nach Schwerin ein, um verstärkt auf das Thema Inklusion aufmerksam zu machen. Dort kooperieren die Dreescher Werkstätten mit dem örtlichen toom und geben ein Beispiel, wie gut das Modell funktionieren kann. Staatssekretär Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär Nikolaus Voss sowie Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verbänden sprachen dort mit allen Beteiligten.

Inklusion geht uns alle etwas an

Ein Beispiel aus dem echten Leben zeigt, dass Inklusion funktionieren kann: Sebastian Marten lebt in Schwerin und ist Beschäftigter der Dreescher Werkstätten, einer gemeinnützigen Gesellschaft mit Arbeits-, Wohn- und Freizeitangeboten für Menschen mit Behinderung. Doch seit drei Jahren arbeitet der 36-Jährige nicht mehr im Gebäude der Werkstatt, sondern auf einem ausgelagerten Arbeitsplatz im toom Baumarkt Schwerin. Kundenberatung und der Transport der Ware mit dem Gabelstapler gehören zu seinen wichtigsten Aufgaben. „Ich liebe meine Arbeit“, so Marten, „und ich fühle mich hier wohl.“ Die Anerkennung ist gegenseitig: Im Baumarkt schätzt man seine Zuverlässigkeit und seine Kollegialität. „So kann die Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Behinderung gelingen, so werden Fähigkeiten entwickelt und miteinander gearbeitet“, ergänzt Staatssekretär Schmachtenberg.

17 solcher toom-Arbeitsplätze für Lebenshilfe-Werkstattbeschäftigte gibt es derzeit schon bundesweit. Und es sollen mehr werden, denn der Gewinn inklusiver Arbeit für alle Seiten ist sehr deutlich. Menschen mit Behinderung erhalten die Chance auf Teilhabe, und das Unternehmen die Chance, die Fähigkeiten von Menschen mit Behinderung zu entdecken, zu fördern und für das Wohlergehen des Betriebs zu nutzen.

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Abbau von Barrieren und Berührungsängsten

„Gestartet sind wir mit dem Ansatz, unseren Kunden die Themen Vielfalt und Inklusion näherzubringen und dafür zu werben, sich gemeinsam für den Abbau von Barrieren und Berührungsängsten zu engagieren.“, sagt Dominique Rotondi, Geschäftsführer Einkauf und Logistik und verantwortlich im Bereich Nachhaltigkeit bei toom Baumarkt. Und weiter: „Denn Inklusion geht uns alle etwas an. Inklusion ist nicht immer einfach und bedeutet manchmal, sich und seinen Alltag zu verändern. Aber Inklusion ist möglich und vor allem ist sie ein wichtiger Teil einer toleranten und respektvollen Gesellschaft.“ schließt Rotondi seine Rede im Schweriner Markt ab.

Die Bedeutung ausgelagerter Arbeitsplätze wird auch von Staatssekretär Nikolaus Voss betont: „Außenarbeitsplätze sind eine gute Möglichkeit, dass Beschäftigte aus den Werkstätten für behinderte Menschen in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes berufspraktische Erfahrungen sammeln und im besten Falle sogar in diesen Betrieben Fuß fassen können.“

Einigkeit besteht, dass noch viel zu tun bleibt, um die Inklusion von behinderten Menschen im Arbeitsleben zu verwirklichen: Die Zahl der Werkstatt-Arbeitsplätze mitten in der Gesellschaft muss steigen. Es muss aber auch der Schritt auf den ersten Arbeitsmarkt erleichtert werden, wo immer es passt. „Mit dem Budget für Arbeit haben wir den Weg in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis geebnet“, erläutert Staatssekretär Schmachtenberg. Oder mit den Worten von Sebastian Marten: „Wenn man einen Traum hat, muss man dranbleiben.“

Quelle: UD/cp
 

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