19.09.2019
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14.12.2018

Sozialunternehmer

Harry Kroll-Foundation: Glück ist teilbar

Ob in Bangladesch oder in Baden-Württemberg: Mit der nach dem Unternehmensgründer benannten Harry Kroll-Foundation unterstützt der Corporate-Fashion-Anbieter HAKRO Projekte zugunsten von Kindern und Jugendlichen weltweit. Das Engagement reicht von der Finanzierung von Schulmaterialien bis hin zu Textilspenden.

Harry Kroll-Foundation: Glück ist teilbar

Bei aller Vielfalt der Themen und Orte vereint die Projekte ein gemeinsames Ziel: sicherzustellen, dass die Hilfeleistungen genau dort ankommen, wo sie benötigt werden. Der Slogan der Harry Kroll-Foundation „Glück ist teilbar“ zieht sich wie ein roter Faden durch die Arbeit der Stiftung sowie durch die Projekte, die diese weltweit unterstützt. Dabei setzt die Organisation thematisch klare Schwerpunkte: Voraussetzung für die Auswahl eines Projektes ist, dass es einem der drei Förderbereiche „Medizin & Gesundheit“, „Bildung & Entwicklung“ oder „Kleidung & Textilien“ zugeordnet werden kann. Die Bereiche sind den Herzfarben des Kleeblatts, dem Erkennungszeichen der Stiftung, zugeordnet. So steht die Farbe Rot für den Bereich „Medizin & Gesundheit“, die Farbe Blau für den Bereich „Bildung & Entwicklung“ und die Farbe Grün für den Bereich „Kleidung & Textilien“. Gelb wird bis jetzt projektübergreifend als Dach für alle Bereiche genutzt.

Weltweites Engagement im Bereich „Bildung & Entwicklung“

Die Stiftungsaktivitäten von HAKRO nahmen ihren Ausgangspunkt 2011 in Bangladesch, wie Stiftungstreuhänderin Carmen Kroll erläutert: „Den Grundstein für unsere Stiftung legten unsere vielen Geschäftsreisen zu unseren Produktionsstandorten in Bangladesch, denn uns fiel auf, dass die Hilfe der großen Organisationen in kleinen Ortschaften und abgelegenen Regionen nicht wirklich ankommt“, so Kroll. „Gerade Kinder – die Schwächsten der Gesellschaft – sind davon betroffen.“

Als erstes „Herzensprojekt“ der Stiftung entstand deshalb ein Waisenhaus im Bezirk Pirojpur im Südwesten Bangladeschs, das 2013 eingeweiht wurde und heute mehr als zwanzig Kindern ein Zuhause bietet. Mit viel Platz zum Wohnen, Spielen und Lernen will das Harry Kroll-Waisenhaus den Kindern den Weg in eine bessere Zukunft ebnen. Da viele Menschen in Bangladesch weder Zugang zu Gesundheitsleistungen noch zu Elektrizität haben, beherbergt das Waisenhaus zudem eine Arztpraxis und ist mit einer eigenen Photovoltaikanlage ausgestattet, die die Bewohner autark mit Strom versorgt. Vom Erfolg des Projekts überzeugt sich das Team rund um die Stiftung wieder im Januar 2019.

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Ein weiteres Beispiel für das Stiftungsengagement in Bangladesch ist die „Slum-Schule“ in Dhanmondi, einem Stadtteil von Dhaka. Dhaka zählt mit geschätzten 18 Millionen Einwohnern zu den am dichtesten besiedelten und am schnellsten wachsenden Metropolen der Welt. Unter anderem der boomende Bekleidungssektor treibt immer mehr Menschen in der Hoffnung auf ein besseres Auskommen in die Stadt. Mit der zunehmenden Urbanisierung wachsen jedoch auch die Elendsviertel. Kinder, die hier aufwachsen, haben oft keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, geschweige denn die Möglichkeit, zur Schule zu gehen.

Vor diesem Hintergrund startete 2016 der Verein Netz Bangladesch e.V. (NETZ e.V.) in Zusammenarbeit mit der Harry Kroll-Foundation das Projekt „Slum-Schule“. Derzeit nehmen mehr als zwanzig Kinder aus dem Elendsviertel Rajabazar dort am Unterricht teil. „Die Familien mühen sich jeden Tag ab, genügend zu Essen zu haben, da kann man sich keine Bildung leisten, allemal nicht in Dhaka, wo alles teuer ist“, berichtet Schulleiter Nadimul Islam. Am Anfang sei alles drunter und drüber gegangen, doch inzwischen seien die Kinder – ob bei der Hygiene oder beim Sportunterricht – oft besser als ihre Altersgenossen aus den Mittelklassefamilien.

Regionale Bildungsprojekte

Eine Welt, in der Kinder Zugang zu Bildung und damit die Chance haben, ihre Fähigkeiten zu entdecken, sich weiterzuentwickeln und ihr Leben selbstständig zu gestalten – so lautet auch die Vision der Harry Kroll-Foundation. Das pädagogische Reitprojekt der Oberlin Schule in Fichtenau ist ein Beispiel dafür, wie die Stiftung diese Vision ganz konkret auf regionaler Ebene in Deutschland umsetzt. Das Projekt ermöglichte im Schuljahr 2017/2018 24 Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf die Teilnahme an einer Reittherapie. Die Kinder verbrachten einen Schultag pro Woche im Pädagogik- und Therapiezentrum Larrieden und konnten sich dadurch individuell, sozial und motorisch weiterentwickeln. So auch ein zehnjähriges Mädchen, das vor Projektbeginn Anzeichen einer Schulphobie zeigte: Gelang es ihr vorher kaum, regelmäßig und pünktlich zur Schule zu kommen, erscheint sie inzwischen regelmäßig zum Unterricht. Während ihr das Spielen vorher aufgrund von motorischen Defiziten schwerfiel, lacht und spielt sie heute schon auf der Busfahrt zum Therapiezentrum mit den anderen Kindern. Auch für das Schuljahr 2018/2019 wird die Reittherapie durch die Harry Kroll-Foundation weiter unterstützt. 

Ein Schüler in der Slum-Schule in Bangladesch

Die Förderung von Kindern und Jugendlichen insbesondere im Bereich der Bewegung steht auch im Mittelpunkt eines Projekts der Käthe-Kollwitz-Schule aus Crailsheim. Das Thema Bewegung und die Ausbildung der kinästhetischen Wahrnehmung kommen heutzutage in Alltag und Freizeit oft zu kurz. Hier möchte die Schule Verantwortung übernehmen und ab dem Schuljahr 2018/2019 einen ganzjährigen „Brainkinetik“-Kurs für Kinder der Klassen eins bis neun anbieten. Dieser soll dafür sorgen, dass Bewegung wieder zu einer elementaren Erfahrung im Schulleben der Kinder wird.

Die Wolkenbrecher-Gruppe ist ein weiteres „Herzensprojekt“ der Harry Kroll-Foundation aus dem Bereich „Bildung & Entwicklung“ und ebenfalls in Baden-Württemberg, unweit vom Unternehmenssitz der HAKRO GmbH in Schrozberg, verortet. Die Wolkenbrecher-Gruppe hat zum Ziel, Kinder, deren Eltern psychisch belastet oder erkrankt sind, mit verschiedenen Angeboten bei ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Dazu gehören kindgerechte Informationen über psychische Erkrankungen ebenso wie die Möglichkeit, unbeschwert Spaß zu haben.

Damit morgen noch besser wird als heute: Projekte aus dem Bereich „Medizin & Gesundheit“

Der Harry Kroll-Foundation liegen nicht nur Projekte aus dem Bildungs- und Entwicklungsbereich am Herzen, sondern auch solche, die die Gesundheit und das Wohlergehen von Kindern und ihren Familien fördern. So zum Beispiel die Stiftung „Hilfe für kranke Kinder“ der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin Tübingen. Die Stiftung setzt sich für die bestmögliche Behandlung, Beratung und Begleitung schwer kranker Kinder und ihrer Familien ein. Das gilt sowohl für die Zeit im Krankenhaus als auch darüber hinaus. Zum Angebot der Stiftung gehört beispielsweise die Unterstützung von Familien in finanziellen Notlagen, bei der Krankheitsbewältigung und bei einer ambulanten Nachsorge sowie durch eine Palliativbegleitung. All diese Hilfsangebote sollen dazu beitragen, die Kinder nicht nur „gesund zu machen“, sondern „ihnen zum Leben zu verhelfen“, so das Leitmotiv von Prof. Dr. Dr. h.c. Dietrich Niethammer in seiner Zeit als ärztlicher Direktor der Uni-Kinderklinik Tübingen. Beispielprojekte der Stiftung finden sich hier. Die Spendengelder, mit denen die Harry Kroll-Foundation die Stiftung der Uni-Kinderklinik Tübingen seit 2012 unterstützt, flossen unter anderem in den Kauf einer Software für die Notfallambulanz und in die Personalkosten für zwei Heilerziehungspflegerinnen, die sich auf einer Intensivstation rund um die Uhr um Kinder mit einem besonderen Betreuungsbedarf kümmern.

Mit „Stilles Wunder“ unterstützt die Harry Kroll Foundation wiederum einen Verein, der für Eltern gegründet wurde, die ihr Kind während der Schwangerschaft verloren haben oder verlieren werden. Neben der Bereitstellung von Informationen und Hilfsangeboten für Eltern hat sich der Verein zum Ziel gesetzt, für die Themen „Fehl- oder Stille Geburt“ in der Gesellschaft zu sensibilisieren.

HAKRO unterstütz unter anderem den Verein Frühchenwunder e.V.

Textilspenden in die ganze Welt: Projekte aus dem Bereich „Kleidung & Textilien“

Auch im Textilbereich, dem Kerngeschäft der HAKRO GmbH, engagiert sich die Harry Kroll-Foundation in verschiedenen Projekten – in Deutschland und weltweit. „Mit HAKRO an unserer Seite können wir Kleidung für Menschen, die diese dringend benötigen, zur Verfügung stellen. Textilreste können wir immer erfolgreicher in Kindergärten, Schulen oder bei Vereinen, die für gemeinnützige Aktionen nähen, platzieren“, heißt es seitens der Stiftung.

Der Verein Frühchenwunder e.V. etwa näht aus Stoffresten Kleidung und sogenannte Pucksäckchen für Frühchen ab Kleidergröße 32. Als Frühchen werden Kinder bezeichnet, die vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren werden. Kinderkleidung, die in der Regel erst ab Größe 42 angeboten wird, gibt es für die Allerkleinsten oft nicht zu kaufen. Zwar ist Kleidung nicht die Sorge Nummer eins betroffener Eltern, so der Verein. Aber sie gewinne mit der Zeit an Bedeutung, denn sie helfe oftmals dabei, anfängliche Berührungsängste abzubauen: „Die Kleidung hilft emotional eine Brücke zu bauen.“

Um auch diejenigen zu erreichen, die fernab leben, organisiert die Harry Kroll-Foundation gemeinsam mit ansässigen Vereinen und Organisationen Hilfstransporte nach Mittel- und Südosteuropa sowie Südafrika. Zum Beispiel nach Kliptown, eine der ärmsten Siedlungen im Township Soweto bei Johannesburg. Das von Einheimischen geleitete Kliptown Youth Program unterstützt ca. 400 Jugendliche beim Schulunterricht sowie mit Sport-, Ernährungs- und Kulturprogrammen. Die Zusammenarbeit der Harry-Kroll-Foundation mit der Hilfsorganisation Hundertprozent e.V. im Rahmen des Kliptown Youth Program begann 2014. Außerdem unterstützte die Stiftung den Verein bereits mit Trikots für ein Fußballturnier in Deutschland, das zur Integration von Flüchtlingen veranstaltet wurde, und spendete Teamkleidung für den Verein.
Zum weltweiten Engagement im Textilbereich gehört auch die Förderung von Projekten der Johanniter: So unterstützte die Stiftung etwa den Johanniter-Weihnachtstrucker in Ungarn, Rumänien und Albanien.

Die Harry Kroll-Foundation

2017 hat die Stiftung Projekte im Wert von 89.000 Euro unterstützt. Bislang kommt das Unternehmen für 64 Prozent der Spendengelder auf. Der restliche Anteil setzt sich aus Spenden von Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten sowie von Charity Events zusammen. Ziel sei es, dass HAKRO maximal 50 Prozent der Gelder spendet. Durch die langfristig angelegte Zusammenarbeit und den intensiven Austausch mit den Partnern ist man sich sicher, „dass das Geld genau dort ankommt, wo es benötigt wird“, heißt es seitens der Stiftung.

Hier erfahren Sie mehr über die einzelnen Projekte der Stiftung: Bei Facebook und bei Instagram

Quelle: UmweltDialog
 

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