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27.04.2017

Logistik

Nachhaltiger Versand im Online-Handel

Können Online-Versand und Klimaschutz miteinander Hand in Hand gehen? Zumindest können sie sich annähern: Immer mehr Versanddienstleister setzen auf Umweltschutzprogramme und nachhaltigen Versand.

DHL liefert Pakete klimaneutral, Foto: DPDHL
DHL liefert Pakete klimaneutral, Foto: DPDHL

Dabei wird das Paket so klimaneutral wie möglich transportiert, um den CO2-Ausstoß zu minimieren. Mit gutem Beispiel gehen hier die Deutsche Post und DHL voran. Briefe und Pakete werden innerhalb Deutschlands automatisch mit dem Stempel GoGreen versendet.

"Ziel unseres Umweltschutzprogramms GoGreen ist es, unsere CO2-Effizienz und die unserer Subunternehmer bis 2020 um 30 Prozent im Vergleich zu 2007 zu verbessern", erläutert die Deutsche Post ihr Umweltschutzprogramm. Als Maßnahmen zur Umsetzung setzt das Unternehmen auf Hybrid-Fahrzeuge, effizient gesteuerte Logistikzentren und Investments in Klimaschutzprojekte. Damit soll den Kunden der Aufpreis im Versand als sinnvoll schmackhaft gemacht werden, denn ein kleiner Beitrag wird stets in weltweite Klimaschutzprojekte investiert, etwa in Kambodscha, China oder auch Lesotho.

Zahl der Online-Kunden steigt weiter

Auf den Online-Einkauf wollen die meisten Deutschen heute nicht mehr verzichten. Allzu bequem ist es, sich Kleidung, Lebensmittel, Möbel und vieles mehr über das Internet zu bestellen und binnen kürzester Zeit nach Hause geliefert zu bekommen. Der Großteil der Käufer macht sich dabei gar nicht bewusst, dass eine Online-Bestellung eben wegen der notwendigen Auslieferung die Umwelt mehr oder weniger stark belastet.

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Auch Rückversand kann umweltschonender sein

Auf der anderen Seite kann das Online-Geschäft aber auch manchen Pluspunkt in Bezug auf den Erhalt der Natur verbuchen: Ein Bekleidungsgeschäft zum Beispiel muss das ganze Jahr über klimatisiert bzw. geheizt werden, während das Versandlager keine besonderen Ausstattungsmerkmale voraussetzt. Zudem kann das Verpackungsmaterial oft recycelt werden, und der Versand erfolgt gemeinsam mit vielen anderen Sendungen, sodass der CO2-Ausstoß bei den Transportfahrzeugen auf ein notwendiges Minimum reduziert ist. Auch das deutsche Versandunternehmen DPD hat die Klimabilanz im Blick, dort werden Pakete in Erdgas- oder Elektrofahrzeugen ausgeliefert, sodass jedes einzelne Päckchen möglichst klimaneutral transportiert wird. Auch Plastikverpackungen werden möglichst reduziert, damit die Umwelt geschont wird, insbesondere die Meere sind bereits heute in beträchtlichem Maße mit Kunststoff verschmutzt. Ein schwieriges Thema ist dieser Tage der Rückversand im Rahmen von Retouren. Immer mehr Menschen bestellen auf Verdacht zunächst einmal mehr Waren (oder diese in unterschiedlichen Größen bzw. Ausführungen), um einen Teil davon wieder an den Händler zurückzuschicken. Solches Hin- und Hersenden verschlechtert die CO2-Bilanz im Online-Handel ohne Not deutlich; doch auch hier gibt es Unternehmen, die dem Kunden einen nachhaltigen und dennoch kostenlosen Rückversand anbieten. Vorreiter sind abermals DHL und DPD. Bemüht zeigt sich überdies das Unternehmen Hermes, das mit seinem neuen Programm "We do" den CO2-Ausstoß bis 2020 ebenfalls um 30 Prozent reduzieren möchte.

Einigermaßen umweltbewusstes Online-Shopping ist also möglich. Ein Blick auf die angegebenen Versandpartner des gewünschten Händlers bringt Klarheit – beim Mode-Shop Peter Hahn ist es zum Beispiel DHL, Branchenriese Real versendet u. a. mit DPD. Wer sich jetzt noch vor dem Bestellen ehrlich fragt, ob er wirklich den Pullover in drei verschiedenen Farben oder die Stiefel in zwei Größen ausprobieren muss, und entsprechend handelt, der braucht kein schlechtes Umweltgewissen zu haben.

Peter Hahn Gebäude
Quelle: UD/cp
 

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