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21.03.2018

Innovation & Forschung

Audi-Umweltstiftung zeichnet junge Forscher aus

Die Audi Stiftung für Umwelt GmbH und die Technische Universität München (TUM) haben die Masterarbeiten zweier junger Wissenschaftlerinnen mit dem „Sustainable Resource Management Award“ ausgezeichnet. Der SRM-Award ist mit 1.500 Euro dotiert und geht zum siebten Mal an TUM-Absolventen des Studiengangs Sustainable Resource Management. Prämiert werden besonders umweltschonende und nachhaltige Ideen. Preisträgerin Daniela Angelova entwarf Konzepte für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung, Diana Young entwickelte Ansätze für effizientere Biogasanlagen.

Rüdiger Recknagel, Geschäftsführer der Audi Stiftung für Umwelt GmbH, (links) und Michael Suda, TUM-Studiendekan für Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement, (rechts) gratulieren den beiden Gewinnerinnen Daniela Angelova (2.v.l.) und Diana Young (2.v.r.).
Rüdiger Recknagel, Geschäftsführer der Audi Stiftung für Umwelt GmbH, (links) und Michael Suda, TUM-Studiendekan für Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement, (rechts) gratulieren den beiden Gewinnerinnen Daniela Angelova (2.v.l.) und Diana Young (2.v.r.).

Die 28-jährige Daniela Angelova befasste sich mit urbanen Lebensräumen am Beispiel von Bahir Dar in Äthiopien. Dazu untersuchte Angelova die Flächennutzung in und um die afrikanische Provinzhauptstadt und analysierte sozio-ökonomische Faktoren. Ihren Ergebnissen zufolge wuchsen die bebauten Flächen in Bahir Dar in den vergangenen 30 Jahren zu Lasten von Acker-, Grün- und Brachland, als auch zu den benachbarten Auwäldern des Blauen Nils. Schäden am Ökosystem waren die Folge. Als Treiber des urbanen Wachstums identifizierte Angelova Faktoren wie Bevölkerungszunahme sowie Nähe zu Krankenhäusern, Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen. „Die Audi Stiftung für Umwelt fördert seit 2009 Projekte zum Aufforsten von Eichenwäldern. Nun interessiert uns, welchen Einfluss die Nähe des Waldes zur Stadt haben kann“, sagt Recknagel.

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Die zweite Preisträgerin des SRM-Awards, Diana Young, führte Untersuchungen zu Pilzen in Biogasanlagen durch. Davon ausgehend entwickelte sie Szenarien, wie durch deren Förderung ein Beitrag zu einer effizienteren und nachhaltigeren Biogasherstellung beschritten werden könnte. Young analysierte zudem Temperatur, Sauerstoffgehalt und pH-Wert in den Anlagen und entwickelte aus den Ergebnissen Hypothesen für verbesserte Abläufe. Folgestudien können daran anknüpfen. „Biogas gilt als wichtige nachhaltige Energiequelle, weil bei seiner Produktion erneuerbare Rohstoffe genutzt, Abfälle beseitigt und Nährstoffe recycelt werden können. Allein in Deutschland gibt es mehrere Tausend Anlagen, die von den Ergebnissen profitieren könnten“, schätzt Philipp Benz von der TUM-Professur für Holz-Bioprozesse.

„Die Arbeiten beider Wissenschaftlerinnen zeigen eindrucksvoll, dass umsichtiger Ressourceneinsatz viel bewirken kann. Zudem liefern sie Antworten auf wichtige Fragen unserer Zeit“, sagt Rüdiger Recknagel, Geschäftsführer der Audi-Umweltstiftung. Die Stiftung fördert Technologien für den nachhaltigen, umweltschonenden Einsatz natürlicher Ressourcen und unterstützt Forschung sowie Entwicklung.

Quelle: UD/cp
 

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