Freizeit

Reiseveranstalter werden nachhaltig

Die Idee der Nachhaltigkeit scheint auch im Tourismus eine immer größere Rolle zu spielen. Die Initiative Travelife, die von der EU gefördert wird, zeigt deutlich, dass soziale und umweltgerecht geführte Fremdenverkehrsbetriebe einen deutlichen Wettbewerbsvorteil genießen. Mit der Initiative soll eine nachhaltige Entwicklung innerhalb der Zielgebiete unterstützt werden. Darüber hinaus soll auch ein aktiver Beitrag zur Minderung der negativen Effekte des Klimawandels geleistet werden.

09.07.2007

"Es ist das erste Mal, dass es seitens der Tourismuswirtschaft zum ersten Schritt gekommen ist", so Katharina Bogner, Projektkoordinatorin vom Institut für Integrativen Tourismus und Entwicklung respect , im Interview. Die Reiseveranstalter gehen nun nämlich direkt auf die Hotels zu. "Mit dem Nachhaltigkeits-Zertifikat, das in den Reisekatalogen deutlich sichtbar vermerkt ist, verschaffen sich die Hotelbetreiber zusätzlich auch einen Marketingvorteil", meint die Expertin. Die Unterkünfte werden in den Kategorien Gold, Silber und Bronze prämiert. "Dabei spielen aber nicht nur die ökologischen Kriterien wie etwa Energieeffizienz eine Rolle, sondern vor allem auch soziale Kriterien", erläutert Bogner. Es sei bekannt, dass gerade im Tourismus immer wieder Arbeitskräfte schlecht behandelt werden. "In Österreich ist das Gütesiegel eine gute Ergänzung zum Umweltzeichen", so Bogner.

Travelife stellt den europäischen Reisebüros und Reiseveranstaltern ein integriertes Paket zur Verfügung, mit dem nachhaltiger Tourismus effizient in die touristische Dienstleistungskette eingeführt und die Anzahl besonders nachhaltig agierender Tourismusbetriebe - egal ob Hotels, Transportunternehmen oder Dienstleister - erhöht werden kann. "Zum System gehören etwa ein modernes Trainingsinstrument für Reiseveranstalter und Reisebüros, Best-Price-Standards für Dienstleister, ein Online-System zur Evaluierung und Unterstützung sowie ein Vermittlungssystem zwischen den Reiseveranstaltern und den Dienstleistern", erklärt Bogner. "Der Travelife-Ansatz baut auf Erfahrungen des Niederländischen Reiseveranstalterverbandes auf, der seine 200 Mitglieder erfolgreich dazu verpflichtet hat, grundsätzliche Nachhaltigkeitsstandards einzuhalten", erklärt Bogner. Derzeit wird Travelife vom britischen, belgischen und italienischen Reiseveranstalterverband sowie vom Deutschen Verband Forum Anders Reisen unterstützt. "Die Travelife-Initiative arbeitet aber auch mit regionalen und nationalen Partnern wie dem Lebensministerium, Wien-Tourismus sowie dem ÖkoBusinessPlan Wien und in Salzburg mit dem Umweltservice Salzburg zusammen", erklärt Bogner.

"Travelife macht deutlich, dass Nachhaltigkeit im Tourismus sich für alle Beteiligten auch tatsächlich auszahlt. Das beginnt bereits bei der Verringerung der Kosten für Energie und Abfall", erklärt Bogner. Zudem mache ein zertifizierter Betrieb seiner zukünftigen Kundschaft klar, dass er sich sowohl ökologisch als auch sozial - also für die Umwelt als auch für die Menschen - engagiert. Daraus ergebe sich ein langfristiger Nutzen, so Bogner abschließend.
Quelle: pte
 
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