20.04.2019

05.07.2017

Tourismus

„Upcycling the oceans“: Thailands Initiative für saubere Meere

Die Ozeane bedecken rund 70 Prozent der Erdoberfläche und stellen dank ihres enormen Volumens fast 90 Prozent des Lebensraums. Gleichzeitig produziert das in den Meeren lebende Plankton bis zu drei Viertel unseres Sauerstoffs und ist damit Lebensgrundlage für alle Lebewesen. Ein funktionierendes Ökosystem in den Meeren ist daher auch für uns Menschen unabdingbar. Als erstes asiatisches Land setzt sich nun Thailand für saubere Meere ein und geht mit gutem Beispiel voran.

„Upcycling the oceans“: Thailands Initiative für saubere Meere zoom

Das Thailändische Fremdenverkehrsamt (TAT) startet in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Organisation Ecoalf Foundation und dem Petrochemieunternehmen PTT Global Chemical (PTTGC) die Initiative „Upcycling the Oceans, Thailand“. Gemeinsam sagen sie dem in den Meeren schwimmenden Abfall insbesondere in den bei Urlaubern beliebten Küstenregionen den Kampf an. Der Tourismus spielt für Thailands Wirtschaft und Bevölkerung eine wichtige Rolle, stellt er doch eine der wichtigsten Einnahmequellen des Landes dar. Die Motivation für die neue Initiative ist daher doppelt hoch: „Ich bin zuversichtlich, dass die „Upcycling the oceans, Thailand“-Initiative nicht nur dabei helfen wird, unsere wunderbaren Meere, Inseln und Küstenlinien von Plastikmüll zu befreien, sondern auch zeigt, dass wir Thailands Tourismusindustrie im Bereich Nachhaltigkeit weiterentwickeln und zu einem asienweiten Vorreiter für ,Grünen Tourismus’ werden wollen“, erklärt Yuthasak Supasorn, Gouverneur des TAT.

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Frustration als Motor für Veränderung

Gegründet wurde die Ecoalf Foundation im Jahr 2012 von Javier Goyeneche. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits drei Jahre an seinem Konzept gefeilt und wollte die Verschwendung der natürlichen Ressourcen wie auch die übermäßige Müllproduktion nicht länger hinnehmen. Zusammen mit Fischern begann die Ecoalf Foundation dann die Mittelmeerküste Spaniens zu säubern. Immer mehr Regionen und Länder sollen nun dazukommen und die Initiative so zu einem globalen Projekt machen. Denn die Ecoalf Foundation ist sich sicher: „Die Verschmutzung unserer Ozeane durch Kunststoff braucht eine globale Antwort.“ Die Initiative „Upcycle the oceans“ hat sich genau das zum Ziel gesetzt: die Meere von Müll zu befreien, dadurch die negativen Folgen für die Umwelt zu minimieren und gleichzeitig den gesammelten Abfall zu re- bzw. upcyceln. Aus den im Meer gefundenen Kunststoffen werden daher Fäden hergestellt, die wiederum für die Produktion von Stoffen und im nächsten Schritt für Kleidung, Schuhe und Taschen verwendet werden. So entstand aus der Initiative gleich auch noch das Modelabel Ecoalf.

Aufklären, Umdenken, Mitmachen

In Thailand stehen bei den Säuberungsaktionen insbesondere die Ostküste Thailands um Koh Samet und Rayong, der thailändische Golf und die Andamanensee vor Phuket im Vordergrund. Beim Sammeln sollen fünf Fischerinnungen, Tauchklubs, gemeinnützige Umweltverbände sowie verschiedene lokale Einrichtungen mithelfen. Weitere Interessenvertreter und auch Urlauber sollen aufgeklärt, so zum Umdenken und - wenn möglich - ebenfalls zum Mitmachen animiert werden. Auf lange Sicht sollen so die Müllabfälle reduziert und ein Bewusstsein für die Problematik geschaffen werden.

Recycling und Upcycling in Thailand

Um den gesammelten Müll bestmöglich re- und upcyceln zu können, soll dieser direkt zu Beginn kategorisiert werden. Die Produktion von Fäden aus Abfall, die Stoffproduktion und die anschließende Herstellung der upgecycelten Kleidung soll dann ebenfalls in Thailand zusammen mit PTTGC stattfinden: So werden gleichzeitig lokale Unternehmen unterstützt und der Müll legt keine weiten Strecken mehr zurück. Alles um eine Kreislaufwirtschaft für den Kunststoff zu etablieren und dabei das Ziel der Ecoalf Foundation zu erreichen: die „erste Generation recycelter Produkte herzustellen, die die gleiche Qualität und das gleiche Design aufweist wie die besten nicht-recycelten Produkte“.

Quelle: UD/pm
 

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