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10.03.2017

Lebensmittel

Woher kommt der Fisch auf dem Tisch?

Neun von zehn Fischen, die bei uns auf dem Tisch landen, kommen nicht aus heimischen Gewässern. Im Rahmen des Bürgerforschungs-Projektes #fischdetektive am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel sollen Kinder und Jugendliche motiviert werden, die Herkunft unserer Speisefische zu erforschen.

Woher kommt der Fisch auf dem Tisch?

Wo kommt der Fisch her? Wie erkenne ich, ob ein Fisch aus einem nachhaltig befischten Bestand kommt? Wie groß und alt war der Fisch, als er gefangen wurde? Und wie kann sich der Verbraucher sicher sein, dass Fisch und Meeresprodukte auch korrekt bezeichnet werden? Diese und andere Fragen sollen im Rahmen des Projektes #fischdetektive untersucht werden, dass vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel koordiniert wird. Das „Citizen Science“-Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 Meere und Ozeane gefördert.

In einer bundesweiten dreiwöchigen Kampagne sollen Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren vom 8.-25. Juni mit Probenahme-Kits als „Fischdetektive“ losziehen, um Proben zu gewinnen. Diese werden dann ans GEOMAR geschickt und dort untersucht. „Wir benötigen nur ganz kleine Gewebeproben, um Arten und Bestände mit Hilfe eines genetischen Fingerabdrucks ("Barcoding") im Molekularlabor des GEOMAR zu identifizieren“, erläutert Projektkoordinatorin Dr. Anna Bockelmann vom GEOMAR.

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Die Wissenschaftler am GEOMAR hoffen, auf diese Art und Weise mehr als 1000 Proben zu erhalten. „Das wäre zehnmal so viel wie in bisherigen Studien; nur über ein mit Hilfe der Bürgerforschung können in kurzer Zeit so viele Proben gewonnen werden!“, so Anna Bockelmann.

Neben der wissenschaftlichen Fragestellung sollen die Kinder und Jugendliche mit diesem Projekt auch für die Bürgerforschung und die nachhaltige Fischerei begeistert werden. Dr. Anna Bockelmann hofft: "Wir möchten mit diesem Projekt einen Beitrag leisten, der Kinder- und Jugendlichen hilft, zu mündigen Verbrauchern zu werden.“

Organisations- und Kommunikationsplattform ist die Internetplattform #fischdetektive mit einer mobilen WebApp Version. Ab April kann man sich hier zum Mitmachen anmelden, ein Erklärvideo zur Probennahme anschauen und erfahren, wie man spielerisch Punkte sammeln kann. Der höchste Punktestand gewinnt den 1. Preis: Eine Ausfahrt mit einem Forschungsschiff des GEOMAR. Außerdem werden hier die Untersuchungsergebnisse der Proben zeitnah sichtbar gemacht und die jungen Fischdetektive können sich mit Wissenschaftlern darüber austauschen.

Das Wissenschaftsjahr 2016*17 Meere und Ozeane

Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Meere und Ozeane bedecken zu rund 70 Prozent unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine, Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum – und sie bieten für viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit langem; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 geht es um die Entdeckung der Meere und Ozeane, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit und unterstützen den Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet.

Quelle: UD/fo
 

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