12.12.2018

05.10.2016

Lebensmittel

Zusammen gegen Lebensmittel-Verschwendung

Lebensmittel, die auf dem Müll landen, kosten die Weltwirtschaft 940 Milliarden US-Dollar (rund 840 Milliarden Euro) pro Jahr. Sie sind zudem für rund acht Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich zu machen und verschwenden ein Viertel des Wassers, das Landwirte jährlich zum Gießen auf ihren Feldern verwenden.

Zusammen gegen Lebensmittel-Verschwendung zoom

Das Nachhaltigkeitsziel 12.3 der Vereinten Nationen will das Problem der Verschwendung von Nahrungsmitteln in den Griff bekommen, und zwar durch eine Halbierung der Lebensmittelabfälle pro Kopf bis zum Jahr 2030.

Die derzeitige Entwicklung geht bereits in die richtige Richtung, aber sie reicht nicht aus: Wir müssen uns noch stärker bemühen, um dieses Ziel zu erreichen, sagt der Vorstandsvorsitzende von Nestlé, Paul Bulcke. „Ich bin überzeugt: Zusammen können wir unsere Anstrengungen beschleunigen und effiziente Lösungen entwickeln, um die Lebensmittelabfälle weltweit zu reduzieren“, so der Nestlé-Chef.

Paul Bulcke ist Mitglied der auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos gegründeten Champions 12.3 Koalition. Diese bringt Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft mit den Leitern globaler Organisationen an einen Tisch, um gemeinsam am Nachhaltigkeitsziel 12.3 – der Reduzierung von Lebensmittelabfall – zu arbeiten.

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Der aktuelle Bericht der Champions 12.3-Koalition hat den Fortschritt beziffert, der bislang auf dem Weg zur Halbierung der Lebensmittelabfälle erreicht wurde. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass Staaten, aber auch Städte und Unternehmen weitaus enger und engagierter zusammenarbeiten müssen, um das Ziel tatsächlich erreichen zu können.

Zero Waste bis 2020

Nestlé hat mit seinem Zero Waste Pledge bereits ein Programm etabliert, das Abfälle in der Lebensmittelproduktion bis 2020 ganz vermeiden soll. Die Standorte von Nestlé in Deutschland sind bereits heute auf diesem – erst für 2020 angestrebten – Stand: Nicht vermeidbare Abfälle und Reststoffe werden bestmöglich verwertet, keine Abfälle gehen auf die Deponie. Zum Beispiel werden Verpackungsmaterialien in den Werken sortenrein gesammelt und können so hochwertig recycelt werden. Hochwertige Reststoffe, wie z.B. Zichorien aus der Produkten von Caro gehen in die Tierfutterproduktion. Fette aus Fettabscheidern werden in Biogasanlagen verwertet, um umweltfreundlichen Strom zu erzeugen. Auch Kaffeesatz aus der Produktion von löslichem Kaffee wird genutzt – in einem Brennkessel für die Erzeugung von Strom und Dampf. Den größten Beitrag leistet aber ein störungsfreier Betrieb und gute Produktions- und Wartungsplanung. So kann schon die Entstehung von Abfällen vermieden werden.

Quelle: UD/cp
 

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