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12.03.2019

Leben & Wohnen

Umweltbelastung in Großstädten immer höher

Momentan debattiert die deutsche Politik wieder rege über Themen wie Umweltbelastung oder Grenzwerte für Schadstoffaustritte. Eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts International Council on Clean Transportation (ICCT) behauptet, dass allein in Deutschland jährlich 13.000 Menschen durch Verkehrsabgase sterben. Gibt es überhaupt noch deutsche Wohngebiete, die gesund sind? Eine interaktive Karte liefert Antworten.

Umweltbelastung in Großstädten immer höher zoom

Die Deutschen sind ohne Frage ein gesundheitsbewusstes Volk. Sport, Ernährung und Work-Life-Balance sind nur einige Faktoren, die in den vergangenen Jahren vermehrt ins Bewusstsein gerückt sind. Auf den Faktor Umwelt lässt sich jedoch nur bedingt Einfluss nehmen. Eine interaktive Gesundheitskarte zeigt nun anhand der Postleitgebiete, wie es um die Wohngesundheit in Deutschland steht. Sie betrachtet dabei zehn verschiedene Einflussfaktoren.

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Die Möglichkeit des Filterns der Kriterien nach Einflüssen wie Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastung, radioaktive Strahlenbelastung durch Radon, Licht- und Bodenverschmutzung oder die allgemeine Lebenserwartung erstellt ein Gesamtbild des jeweiligen Wohnraums. Beim Angeben der Postleitzahl im Prüffeld wird deutlich, ob die Wohngesundheit in diesem Gebiet eher „sehr gut“, „sehr belastet“ oder irgendwo dazwischen ausfällt. Der direkte Vergleich mit Daten aus 2016 ermöglicht die Feststellung einer tendenziellen Entwicklung.

Eine Informationsgrafik von der BKM - Bausparkasse Mainz. Mehr Informationen unter bkm.de

Küstenbewohner leben am gesündesten – Großstädte sehr belastet

Vor allem die Anwohner Norddeutschlands leben gesund. Deutsche Küstenregionen wie Wilhelmshaven, Lübeck oder Rügen besitzen die besten Mittelwerte. Aber auch Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg schneiden vor allem bei Werten wie Stickstoffdioxid- und Feinstaubverschmutzung sowie der Lebenserwartung gut bis sehr gut ab. Anders bei den deutschen Großstädten – diese sind besonders hohen Schadstoffwerten wie z. B. Stickstoffdioxid, Radon oder Ozon – einem Gasgemisch aus Sauerstoff und Luftschadstoffen – ausgesetzt. Durch die starken Emissionen aus Industrie und Verkehr fällt die Belastung gerade in Städten wie Köln, Frankfurt, Mainz oder Aachen sehr hoch aus. Beim Einatmen können diese Werte für den Menschen durchaus zu Lungenproblemen führen. In Frankfurt wird der EU-Zielwert für Ozongase von maximal 25 Tagen pro Jahr beispielsweise mit über 30 Tagen im selben Zeitraum überschritten.

Wie steht es um den gesamtdeutschen Raum?

Betrachtet man die Umweltentwicklung Deutschlands als Ganzes, so fällt diese allerdings insgesamt positiv aus. Alle Postleitgebiete in der Bundesrepublik schnitten bei der Untersuchung im Durch-schnitt mit „gut“ bis „mäßig“ ab. Im Hinblick auf die betrachteten Faktoren besteht also für keine der deutschen Regionen eine erhöhte Gesundheitsgefährdung. Hervorzuheben ist vor allem die gestiegene Lebenserwartung der Deutschen. So liegt das Durchschnittsalter für Männer bei 78 und für Frauen bei 83 Jahren, ein Plus von sechs Monaten im Vergleich zu 2016. 

Allerdings wurde es in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren lauter. Dies stellt einen erheblichen Stressfaktor dar und beeinträchtigt das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden. Die Bundesregierung geht gegen diesen Trend vermehrt mit sogenannten Lärmaktionsplänen (LAP) vor. Diese betreffen rund 24,4 Mio. Einwohner, alle Flughäfen, 49.000 Kilometer Verkehrsstraßen und 14.000 Kilometer Eisenbahnstrecke. Dazu kommen Fahrverbote in Städten wie z. B. Frankfurt, Bonn und Köln. Anderweitige Anpassungen in Landwirtschaft und Industrie sowie eventuelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen sollen zukünftig eine deutschlandweite Verbesserung erzielen.

Quelle: UD/pm
 

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