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14.07.2017

Leben & Wohnen

Klimaschutz im Alltag ist gar nicht schwierig

Jeder einzelne Bürger ist mitverantwortlich für eine bessere Zukunft und gerechte Lebensbedingungen der nächsten Generationen. In den Privathaushalten steckt viel Potenzial, um den Ausstoß von CO2 zu verringern und im Sinne der Nachhaltigkeit Energie einzusparen. Bereits mit einfachen Maßnahmen, welche die Lebensqualität an sich nicht schmälern, lässt sich zu den großen Zielen beitragen. Angenehmer Nebeneffekt ist nicht nur das gute Gewissen, sondern auch die Entlastung der Haushaltskasse.

Ein Jugendlicher belädt die Wäschetrommel

Je nach Quelle liegt in Deutschland der Ausstoß von klimaschädigendem CO2 pro Kopf derzeit bei jährlich durchschnittlich 9,1 Tonnen (Statista) und 9,2 Tonnen (Weltbank). Zwar hat sich dieser Wert in den letzten 20 Jahren von über 10 Tonnen leicht reduziert. Im Vergleich mit anderen Industrienationen wie Frankreich (5 Tonnen) liegt er allerdings immer noch auf sehr hohem Niveau. Was also kann jeder individuell daheim dafür tun, um seinen sogenannten CO2-Fußabdruck zu verbessern?

Allgemeine Tipps zum Einsparen von Energie im Haushalt

EU und Umweltschutzorganisationen haben durchgesetzt, dass beim Verkauf von handelsüblichen Haushaltsgeräten die Energieeffizienz deutlich dokumentiert werden muss. Durchschnittlich finden sich in jeder Wohnung 25 Geräte, die Strom brauchen, von der Waschmaschine bis zum Fernseher. Wer neue Geräte kauft, sollte stets eines aus der Kategorie wählen, die mit besonders wenig Energie auskommen. Wenn dann noch alte Stromfresser aussortiert werden, ist bereits ein positiver Schritt gemacht. Üblicherweise rentieren sich geringfügig höhere Anschaffungskosten schon schnell durch niedrigere Stromrechnungen.

Bei der Beleuchtung wird von Experten empfohlen, konsequent Energiesparlampen oder LED-Lampen einzusetzen. Die alte Glühbirne hat ausgedient und die neuen Lösungen sind mittlerweile so ausgereift, dass auch sie schönes, angenehmes Licht liefern. Einfach umzusetzen ist zudem der Rat, bei TV, Radio, Computer und Co. auf den Standby-Modus zu verzichten und die Geräte bei Nichtgebrauch ganz vom Netz zu nehmen.

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Energie im Badezimmer einsparen

Im Bad sind die Waschmaschine, das Warmwasser und gegebenenfalls der Wäschetrockner die größten Energieverbraucher. Bettwäsche beispielsweise muss bei normaler Verschmutzung gar nicht bei 60 oder gar 90 Grad gewaschen werden - 40 Grad erfüllen denselben Zweck. Das Vergleichsportal Netzsieger.de hat dazu eine übersichtliche Anleitung mit den Tipps zum Wäsche Waschen erstellt:

Tabelle: Bettwäsche richtig waschen

Verschmutzungsgrad Waschtemperatur
Leichte Verschmutzung 40 Grad
Starke Verschmutzungen 60 Grad
Kranken-Bettwäsche 95 Grad
Hygienespülmittel für keimfreies waschen 40 Grad

Und warum die frisch gewaschene Wäsche nicht einfach auf dem Wäscheständer trocknen lassen und genau überlegen, was wirklich gebügelt werden muss?

Der Verbrauch von Warmwasser lässt sich bereits durch Sparduschköpfe reduzieren. Überhaupt ist Duschen wesentlich energiesparender als das Vollbad. Durchlauferhitzer sind oft veraltet und bringen den Stromzähler zum Rasen. Wer tagtäglich im Badezimmer daran denkt, Energie zu sparen, beweist Nachhaltigkeit.

In der Küche auf den Energieverbrauch achten

Der Elektroherd ist ein Stromfresser und sollte für kleinere Mengen kochendes Wasser gar nicht angestellt werden. Ein Wasserkocher arbeitet wesentlich effizienter und liefert das für Kaffee, Tee oder beispielsweise eine Nudelsuppe benötigte kochend heiße Wasser schneller und sparsamer. Beim Kochen sollte zudem allgemein nach Möglichkeit immer ein Deckel auf Pfanne oder Topf - ein Drittel der Energie spart dieser einfache Tipp bereits ein.

Weitere typische Elektrogeräte in der Küche sind Geschirrspüler und Kühlschrank. Ein moderner Geschirrspüler spart mehr als die Hälfte an Wasser und Energie im Vergleich zum Abwasch von Hand. Also ruhig mal einen Tag warten, bis der Geschirrspüler gefüllt ist und ihn erst dann einschalten. Beim Kühlschrank machen viele den Fehler, die Temperatur zu niedrig einzustellen und ein überdimensioniertes Modell zu wählen. Sieben Grad sind genau richtig und pro Person reichen eigentlich 50 bis 75 Liter Volumen, um Lebensmittel kühl zu halten.

Ökostrom ist gut für die Umwelt

In Deutschland kann der Stromversorger frei gewählt werden. Sowohl die großen Versorger als auch kleinere Anbieter haben Angebote, bei denen der Strom aus natürlichen Quellen wie Sonne, Wasser oder Wind erzeugt wird. Ökostrom ist heutzutage meist nicht mehr teurer als der durch Kohle, Gas, Atom oder Öl hergestellte. Einfach den Stromversorger oder den individuellen Vertrag wechseln hilft der Umwelt durch weniger CO2 bei der Stromerzeugung.

Aktiv werden im Interesse der Allgemeinheit

Plastikbeutel vermeiden, intelligent heizen - es gibt noch viele andere Details, durch die sich ökologisches Bewusstsein ausdrückt. Mit gutem Beispiel voranzugehen bedeutet auch, Wissen zu teilen. Warum nicht Nachbarn, Freunden oder Verwandten von der eigenen Erfolgsgeschichte erzählen? Der authentische Erfahrungsbericht von vertrauten Menschen hat schon viele überzeugt, selbst damit zu beginnen, seinen Lebensstil und Umgang mit Ressourcen zu überdenken.

Quelle: UD/cp
 

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1  Kommentar

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    Dr. Hans-Heinrich Rieser, 
    19.07.2017 - 11:42 Uhr

    1. Der Vergleich beim CO2-Ausstoß mit Frankreich hinkt natürlich etwas. Dort wird der Großteil des Stroms in Atomkraftwerken erzeugt, die kein CO2 ausstoßen, aber sicher nicht weniger problematisch sind als Kohlekraftwerke.
    2. Warum gibt es bei uns keine Geräte (Waschmaschinen, Geschirrspüler), die man an das Warmwassersystem eines Hauses anschließen kann, oder gar eine Pflicht dazu, dies zu machen? Moderne Brennwertheizungen brauchen wegen des hohen Wirkungsgrades rund ein Drittel der Primärenergie, die bei der Warmwasserbereitung mit Strom benötigt wird. Und wer eine Solarthermieanlage hat, braucht im Sommer überhaupt keinen Fremdstrom dazu.

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