12.12.2018

21.10.2016

Leben & Wohnen

Verbrauchern mehr Nachhaltigkeit bieten!

Bio, FairTrade und vergleichbar gekennzeichnete Produkte wachsen zwar kontinuierlich in ihrer Anzahl, aber sie machen nach wie vor nur ein paar Prozent im Sortiment von Edeka, Rewe oder Discountern wie Lidl und Aldi aus. Der Fokus liegt auf Produkten wie Kaffee, Tee, Schokolade, Obst und Gemüse. Was aber ist mit den Tausenden konventionellen Produkten? Wie kann es hier gelingen, die Nachhaltigkeitsaktivitäten der Hersteller dem Kunden nahe und somit in die Breite des Sortimentes mehr Nachhaltigkeit zu bringen?

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Die neue Homepage zum ZNU-Standard.

Mit dem ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften Food, der als erster händler- und herstellerübergreifender Standard vom ZNU der Universität Witten/Herdecke gemeinsam mit dem TÜV Rheinland Cert sowie Handels- und Herstellerunternehmen aus verschiedensten Teilbranchen der Lebensmittelindustrie entwickelt wurde, liegt seit 2013 ein Ansatz vor, der der hier beschriebenen Problematik begegnet und sich durch Ganzheitlichkeit und Praxisnähe auszeichnet. Viele namhafte Unternehmen wie Bahlsen, die Bitburger Braugruppe, Ritter Sport, Develey oder Söbbeke nutzen den Standard mittlerweile zur lebendigen Weiterentwicklung ihrer bestehenden Managementsysteme in Richtung Nachhaltigkeit. Dabei deckt der Standard inhaltlich die zentralen Aspekten aus den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Soziales ab und bietet den Herstellerunternehmen gleichzeitig ein überschaubares Management-Tool, das die bisher geleisteten Nachhaltigkeitsaktivitäten bündelt und systematisiert und somit nachhaltige Prozesse und Produkte systematisch fördert.

Ursprünglich zur Vereinfachung der Hersteller-Handel-Beziehung in punkto Nachhaltigkeit entwickelt, soll der ZNU-Ansatz nun auch den Verbrauchern nähergebracht werden. Denn ob ein Produkt als nachhaltiger wahrgenommen wird, hängt in großem Maße davon ab, ob der Hersteller ein gutes und glaubwürdiges Nachhaltigkeitsimage hat. Erste Tests am Point of Sale bestätigen diese Einschätzung und zeigen überdurchschnittliche Erfolge bei gut gemachten Auftritten im Markt mit innovativen Kommunikationskonzepten, die die spezifischen Nachhaltigkeitsaspekte individuell aufgreifen. Hier wird das ZNU in den nächsten Jahren weitere geeignete Marketingmaßnahmen erforschen.

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Um die Wirksamkeit und Reichweite des ZNU-Standards Nachhaltiger Wirtschaften weiter zu erhöhen, wird das ZNU-Managementsystem in Zukunft sowohl für alle Unternehmen der Wertschöpfungskette Food (z.B. Handel, Logistik, Verpackungshersteller, Landwirte) als auch für Unternehmen benachbarter Branchen (z.B. Kosmetik, Healthcare, Konsumgüter, Außer-Haus) anwendbar und zertifizierbar sein. Die Möglichkeit einer Verbundzertifizierung rundet das System ab und bietet so eine smarte Lösung auch für Unternehmen mit mehr als einem Standort. Erste Piloten für die oben genannten Bereiche laufen aktuell.

Den branchenspezifischen Herausforderungen, wie etwa Kinderarbeit bei Schokolade oder Tierversuche bei Kosmetika, wird in der neuen Revisionsfassung durch entsprechende Leitfäden ebenso Rechnung getragen wie übergeordneten und globalen Anforderungen der Sustainable Development Goals (SDG) – den globalen Nachhaltigkeitszielen der UN. Bei der Entwicklung der konkreten Leitfäden setzt das ZNU auf innovative Unternehmen und engagierte Fachverbände, die herzlich eingeladen sind, das ZNU-Modell auf ihre Branche anzuwenden.

Hier haben Interessierte die Möglichkeit, sich aktiv am Stakeholder-Dialog zur neuen Revisionsfassung zu beteiligen und die revidierten Anforderungen herunterzuladen, kritisch zu hinterfragen und mit Feedback für das ZNU zu kommentieren und zurückzusenden.

Quelle: UD/pm
 

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