28.02.2020
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16.02.2009

Finanzen

KfW: Von Kreditklemme keine Spur

Von einer Kreditklemme „kann keine Rede sein“. Dr. Charis Pöthig, die stellvertretende Pressesprecherin der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Frankfurt, straft alle Auguren Lügen: Trotz Wirtschaftseinbruch und Produktionsflaute haben ihre Bank-Kollegen im Vorjahr 106.000 Darlehen zur energetischen Sanierung von Gebäuden an private Bauherren verteilt. „Für 2009 und 2010 sind die zur Verfügung stehenden Verbilligungsmittel im Rahmen des Konjunkturpakets aufgestockt worden“, sagt Pöthig. „Bis 2011 stehen jeweils 2,9 Milliarden zur Verfügung.“

Fotos (2): Thomas Klewar, KfW-Bildarchiv
Fotos (2): Thomas Klewar, KfW-Bildarchiv

Arbeitsplätze schaffen und dabei die Umwelt schützen: Auch bei Krediten im gewerblichen Bereich, sieht die KfW keine Engpässe. „Einschränkungen gegenüber dem Vorjahr gibt es keine“, so die Pressesprecherin, „Im Gegenteil: Die Unternehmen können im Jahr 2009 für Umweltschutzinvestitionen auch auf die Finanzierungsangebote im Rahmen des Maßnahmenpakets der Bundesregierung zurückgreifen.“ Das Förderangebot für Investitionen gewerblicher Unternehmen in Umwelt- und Klimaschutz wurde zur Erhaltung der Kontinuität und Erhöhung der Transparenz zum Jahreswechsel neu aufgestellt.

Bei gewerblichen Maßnahmen wiederum bewilligte die KfW im Jahr 2008 rund 45.000 Kredite mit einem Zusagevolumen von etwa 7,3 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr stieg auch hier die Anzahl der Zusagen um 36 Prozent, das Volumen der genehmigten Finanzierungen um zwei Prozent.

Mit 20 zusätzlichen Euro-Milliarden will die KfW 2009 ihrem seit Jahren recht erfolgreich verfolgten Ziel zusätzlichen Schwung verleihen. „Unsere Programme laufen weiter“, sagt Charis Pöthig. „Wir wollen in der Grundförderung dafür in etwa  weiter jene Summen wie im Rekordjahr 2007 bereitstellen.“ Die Frankfurter Bankexperten legen jetzt zusätzlich nach. Ihrerseits angeschoben durch die Berliner Bundespolitiker, die seit dem Spätherbst immer neue Konjunkturpakete schnüren, schrauben auch die Finanzspezialisten ihre eigene Messlatte fürs neue Jahr auf immer höhere Höhen. 2009 wollen sie auf ein Gesamt-Investitionsvolumen von satten 30 Milliarden Euro kommen. Die schieben sie mit der Ausweitung der KfW-Förderung für kleine und mittlere Unternehmer sowie für Privatpersonen an. Für die Jahre 2010 und 2011 haben sie sogar eine Aufpolsterung der günstigen Kredite und Zuschüsse im Auge.

Studie bescheinigt Förderprogrammen hohe Qualität

Das neue Jahr startet für die Frankfurter unter besseren Vorzeichen, als sie das alte beendet hatten. Im Gegensatz zum unglücklichen Lavieren in der US-Finanzkrise, schreibt die KfW bei der Investitionsförderung etwa für energieeffizientes Bauen und Sanieren im deutschen Wohnungsbestand eine blitzsaubere Bilanz. Eine Studie des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) bescheinigt ihnen und ihren Förderprogrammen dabei höchste Qualität. Von den insgesamt in Deutschland 2007 in den Ausbau erneuerbarer Energien investierten elf Milliarden Euro, kann die Bank stolz melden, „hat die KfW rund fünf Milliarden gefördert“.

Den Effekt dieser Anschubinvestitionen belegen die Banker ebenfalls mit evaluierten Statistiken: Ihre Kredite 2007 führen während einer berechneten 20 Jahre Lebensdauer von Anlagen für regenerative Energieproduktion zu einer jährlichen Kohlendioxid-Minderung von „rund 4,6 Millionen Tonnen pro Jahr“, rechnen die Banker aus.

Dr. Charis Pöthig, stellv. Pressesprecherin der KfW-Bankengruppe
Dr. Charis Pöthig, stellv. Pressesprecherin der KfW-Bankengruppe

Zweiter Pluspunkt: Durch die Neuanschaffung dieser durch die KfW geförderten Anlagen wurden der Volkswirtschaft knapp fünf Milliarden Euro eingespart: Denn die Kraftwerke oder Hausbesitzer mussten weniger Heiz-Rohstoffe kaufen.

Und weil aller guten Dinge drei sind, sieht auch der Saldo bei den neu geschaffenen Arbeitsplätzen wie ein echter Volltreffer aus. Die KfW lobt den „Jobmotor Erneuerbare Energien“. Der kam so richtig auf Touren und habe dabei „über 40.000 Arbeitsplätze gesichert“.

Gesamtvolumen an Klimaschutzmaßnahmen wächst stetig

Die Idee hinter der KfW-Förderpolitik ist einfach:  Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen erleichtert die Bank Investitionen in nachhaltige Energienutzung oder energetisch optimierte Bausubstanz-Sanierung, indem sie den Kunden durch den Staat garantierte zinsgünstige Kreditkonditionen anbietet oder einzelne Projekte sogar mit einem Sockelbetrag bezuschusst. Diese Beträge vervielfältigen sich danach durch die hinzukommenden Gelder der Geförderten. Das Gesamtvolumen der Investitionen in eine umwelt- und klimafreundlichere Zukunft wächst so kräftig.

Beispiele: Die von der KfW eingesetzten 15 Milliarden für Kredite an Unternehmen ergaben am Ende geschätzte 20 Milliarden Investitionen - aufgestockt durch Eigenkapitaleinsatz der Firmen. Oder: Aus 2,8 Milliarden, die die KfW im Jahr 2009 für energieeffizientes Bauen als Kredite vergeben will, ergeben sich inklusive der Mittel aus den Portemonnaies der Bauherren Gesamtinvestitionen von etwa vier Milliarden.

Die Gelder fließen dabei aus den Programmen der KfW über so genannte durchleitende Banken. Diese sind von der Haftung freigestellt. Für Kreditausfälle steht letztlich der Bund parat.

Seit Januar läuft bereits das Programm Energieeffizientes Bauen und Sanieren wieder. Damit wird die Aufmöbelung von Wohnraum wie der Einbau neuer und besser isolierter Fenster oder von Brennwertkesseln im Heizungskeller erleichtert. Zusätzlich zu den zinsgünstigen Darlehen können Bauherren dabei „einen Zuschuss von fünf Prozent der Investitionssumme bis maximal 2.500 Euro erhalten“. Im Programm CO2-Gebäudesannierung beträgt der Zuschuss „7,5 Prozent der Investition, maximal 3.750 Euro“.

Für 6 Mrd. Euro Energie in Privathaushalten eingespart

Wie gut solche KfW-Förderungen für die Umwelt und das Klima sind, ließ die Bank vom Bremer Energie-Institut (BEI) errechnen. Bis Ende 2008, so die Wissenschaftler, wurden in Deutschland durch die Reduktion der Heizleistungen Rohstoffe für rund sechs Milliarden Euro nicht verbrannt, weil der Energieverbrauch der sanierten Gebäude um gut die Hälfte sank.

Bis 2012, bis zum dem Ende der Kyoto-Vereinbarungen und Klimazielverpflichtungen sollen sich die eingesparten CO2-Mengen aus deutschen Öfen durch die geförderten Energiesparmaßnahmen auf mindestens neun Millionen Tonnen kumulieren. Das ist erklärtes Förderziel der KfW.

Mit den Programmen will die Bank jedoch auch einen deutlichen Beitrag zur Stabilität der Beschäftigung im Land leisten. Der „deutliche Akzent für Wachstum“, sagt KfW-Vorstandsmitglied Wolfgang Kroh,  habe etwa im Vorjahr allein bis zum Herbst schon „über 200.000 Arbeitsplätze gesichert“.

Quelle: UD
 

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