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17.12.2002

Klimawandel

Unwetterwarnung per Handy

Der Würzburger Geograph Peter Löwe hat ein Sturm-Informationssystem entwickelt. Dafür erhielt er den mit 15.400 Euro dotierten 1. Preis der Stiftung Umwelt und Schadensvorsorge.

Gerade bei Stürmen und Unwettern zählt jede Minute Vorwarnung. Der Würzburger Geograph Peter Löwe hat ein Programm entwickelt, dass die Wetterdaten in eine einfache Karte oder Textbotschaft umwandelt, die auch ohne großes Fachwissen verständlich sind.
Kern des Systems ist die Informationssoftware GRASS GIS, mit dem sich verschiedene geowissenschaftliche Datenquellen integrieren und verwalten lassen. Der Programmcode dieser Software ist frei zugänglich.
Löwe erweiterte das Programm, so dass meteorologische Radardaten wie die Regenrate und die Windprofile erfasst werden können.
Zusätzlich erstellte er ein System, um diese Daten zu verwalten und zu analysieren. Dies reichte allerdings noch nicht aus: Radardaten müssen erst von einem erfahrenen Meteorologen ausgewertet werden, bevor aus diesen Informationen das Wetter vorhergesagt werden kann.
Daher wendete der Geograph Methoden aus der Künstlichen Intelligenz an:
Er fügte ein sogenanntes Expertensystem hinzu, in dem das Wissen über die Auswertung der Daten gespeichert ist. Anhand dieser Wissensbasis werden eingehende Radardaten eines herannahenden Sturms beurteilt.

Nach Einschätzung des Geographen könnte dieses neue System vor allem für die Versicherungswirtschaft, Landwirtschaft und den Tourismus interessant sein.
Diese Unwetterwarnungen könnten dann auf verschiedene Arten weitergegeben werden: Sei es als Kurzmitteilung auf das Handy, per E-Mail oder Internet.

Löwe erhielt für seine Arbeit von der Stiftung Umwelt und Schadensvorsorge den 1. Preis zum Thema „Risiko Sturmschäden: Vorsorge, Vermeidung, Nachsorge“. Die Stiftung wurde 1998 von der SV Gebäudeversicherung Stuttgart gegründet. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Gefördert und honoriert werden laut Stiftung Arbeiten, die zu einer „Verbesserung der Schadenssituation im Rahmen der Versicherung gegen Elementarschäden“ beitragen.
Quelle: UD
 

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