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Klimawandel

Forscher sagen Megastürme noch präziser vorher

Forscher der Universität Innsbruck können dank eines neuen Verfahrens Megastürme bis zu sechs Stunden vor deren Eintreffen prazise vorhersagen. Dieser zeitliche Vorsprung ist wichtig, um Schutzmaßnahmen zu treffen und etwaige Evakuierungen vorzunehmen.

14.09.2020

Forscher sagen Megastürme noch präziser vorher
Das Auge eines Hurrikans über dem Ozean

Mesoskalige konvektive Systeme (MCS), die oft als Megastürme in die Schlagzeilen kommen, betreffen vor allem tropische und außertropische Regionen in Afrika, Australien, Asien und Amerika und verursachen enorme Schäden.

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„Megastürme können mehrere Stunden bis zu Tagen andauern und dabei Energie freisetzen, die dem österreichischen Stromverbrauch für ganze vier Jahre entspricht. Ihre Ausdehnung erreicht häufig die Größe Tirols, wobei sie eine Entfernung von 1.000 Kilometern zurücklegen können. Über 100 mm Niederschläge pro Stunde sind keine Seltenheit“, sagt Cornelia Klein, Hauptautorin der Studie.

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In der Sahelzone Afrikas beispielsweise haben sich solche extremen Stürme seit Mitte der 1980er-Jahre aufgrund der globalen Erwärmung verdreifacht. Bisher glaubte man, dass diese gewaltigen, komplexen Gewitter weitgehend unvorhersehbar sind. Die neue Studie unter der Leitung des UK Centre for Ecology & Hydrology und in Zusammenarbeit mit Forschern der Universität Innsbruck belegt nun allerdings, dass die Bedingungen an der Landoberfläche die Richtung und Intensität von Megastürmen durchaus beeinflussen.

Trockene Böden erhöhen Kraft

„Wir konnten nun zeigen, dass trockenere Böden die Intensität eines Sturms sogar erhöhen, was sich wiederum auf Niederschlagsmenge und Bewegungsrichtung auswirkt. Die Luft wird über trockenen Böden wärmer und steigt somit leichter auf, was zusätzlich das Zusammenfließen von feuchteren Luftmassen aus der Umgebung fördert. Starke Temperaturunterschiede zur Umgebung erzeugen zudem Windzirkulationen, die es Gewittern einfacher machen, warme feuchte Luft einzusaugen“, verdeutlicht Klein.

Sturzfluten treten laut den Forschern während der Sturmsaison zwischen Juni und September in der Sahelzone häufig auf und können schwerwiegende Folgen haben. „Wir haben ein überraschendes Maß an Vorhersagbarkeit gefunden. Sehr trockene Böden beeinflussten etwa die Hälfte der Stürme an ihrem Höhepunkt am späten Nachmittag oder frühen Abend. Die künftigen Fortschritte in der Satellitentechnologie werden die Genauigkeit unserer Vorhersagen noch weiter erhöhen“, so Christopher Taylor vom UK Centre for Ecology & Hydrology.

Quelle: UD/pte
 

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