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29.11.2011

Energiewende

Energieeffizienz im Haushalt spielt wichtige Rolle

Der wirksamste Hebel für weitere Stromkostensenkungen im Haushalt sind energieintelligente Hausgeräte. Dies betonte Dr. Eduard Sailer, Technik-Chef der Miele Gruppe, auf dem Energieeffizienz-Kongress der Deutschen Energie-Agentur (dena) in Berlin. Auch Dr. Kurt-Ludwig Gutberlet, Vorsitzender der Geschäftsführung der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, forderte anlässlich des 45. Akademiegespräch der Umweltakademie Baden-Württemberg: „Effizienzverbesserung beim Energieverbrauch ist der größte Hebel und sachlich gesehen auch der attraktivste.

Foto: Miele
Foto: Miele

Der Stromverbrauch der privaten Haushalte beträgt mehr als ein Viertel der erzeugten Energie in Deutschland. Franz Untersteller (Grüne), Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, forderte im Rahmen des Akademiegesprächs: „Die möglichen Potentiale für Ressourceneinsparungen und klimaverträgliche Produktionsprozesse dürfen nicht nur auf die Betrachtung der Großindustrie und des Fahrzeugbaus reduziert werden - auch in Haushalten bestehen noch riesige Einsparpotenziale.“ Die Energiewende könne nur gelingen, wenn alle Energie einsparen und effizienter nutzen. Die Chancen zur Energieeinsparung seien groß, würden jedoch zu wenig genutzt. Untersteller verwies vor allem auf die Rolle der Bürger: „Jeder Einzelne hat die Möglichkeit, aktiv durch Kaufentscheidungen, privaten Konsum und bewusstes Handeln einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten!“

Gutberlet von der BSH hob den Vorteil hervor, dass bei der Steigerung der Energieeffizienz nicht mit Widerständen wie beim Bau von Windparks und neuen Überlandleitungen zu rechnen sei, „weil mehr Effizienz in der Regel ohne Komfort- und Leistungsverzicht möglich ist. In Industrie, öffentlichem Sektor und privaten Haushalten gibt es ein gewaltiges Potenzial: Mit der heutigen Technik könnten 100 Mrd. Kilowatt-Stunden pro Jahr eingespart werden, das entspricht 16 Prozent des nationalen Stromverbrauchs!“ Umweltminister Franz Untersteller würdigte das „konsequente Handeln und den Einsatz für die Belange des Klima- und des Umweltschutzes“ des weltweit drittgrößten Hausgeräteherstellers mit über 43.000 Mitarbeitern in 46 Ländern.

Die Diskussionsreihe der Umweltakademie, bei der prominente Vor- und Querdenker aktuelle Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aufgreifen und vorstellen, stand unter dem Thema „Wie schaffen wir die Energiewende in Deutschland? - Klimaschutz fängt im Haushalt an“. Claus-Peter Hutter, Leiter der Umweltakademie Baden-Württemberg und Gastgeber des Abends, freute sich über den prominenten Gast aus der Wirtschaft: „Was Umwelt- und Klimaschutz angeht, so ist die Wirtschaft einer unserer wichtigsten Partner. Das wird oft vergessen. Was etwa die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH in Sachen Stromeffizienz und -einsparung auf den Weg bringt, lässt hoffen, dass auch die Privathaushalte mitziehen!“

Intelligente Hausgeräte

Dr. Eduard Sailer von Miele setzt dagegen verstärkt auf „energieintelligente“ Hausgeräte. Beim Energieeffizienz-Kongress der Deutschen Energie-Agentur (dena) in Berlin sagte er: „Die Hälfte des privaten Verbrauchs entfällt auf die Elektrogeräte in Küche und Waschkeller“, rechnet Sailer vor, „dementsprechend groß sind die Sparpotenziale.“ Wer sich jedoch darauf beschränke, auf herkömmliche Weise um weitere Zehntelprozente zu ringen, reduziere vor allem Bedienkomfort und Leistung. Denn der Stromverbrauch der Waschmaschinen, Trockner, Herde und Geschirrspüler von Miele sank seit 1990 bereits um etwa 50 Prozent. Kühlschränke verbrauchen heute sogar bis zu 80 Prozent weniger. „Da werden die verbleibenden Sparchancen, bewegt man sich allein im Rahmen der heute verfügbaren Technologien, naturgemäß immer geringer“, sagt Sailer. Zukunftsfähige Energiekonzepte müssten aber beides gewährleisten - niedrigere Energiekosten ebenso wie perfekte Ergebnisse.

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung sind zum Beispiel „Smart-Grid“-fähige Hausgeräte, die automatisch starten, wenn der Strom am wenigsten kostet. Das kann etwa dann der Fall sein, wenn genügend regenerativ erzeugte Energie im Netz oder aus der hauseigenen Photovoltaik-Anlage zur Verfügung steht. So lassen sich Energiekosten senken und umweltfreundliche Energien effizienter nutzen. „Eine intelligente Verlagerung von 25 Prozent der Gesamtlaufzeit spart so viel CO2 wie zehn Prozent weniger Verbrauch“, erklärt Sailer.   

Die dafür notwendige Technik („SG-ready“) hat Miele bereits im Programm. Als weltweit einziger Hersteller bietet das Gütersloher Familienunternehmen seinen Kunden Waschmaschinen, Trockner und Geschirrspüler mit „Smart-Grid“-Funktion. Und immer mehr Stromversorger haben die dazu passenden Staffeltarife im Angebot. Zusätzlich forciert die Politik die Installation sogenannter Smart Meter, die entsprechende Tarife erfassen und abrechnen. Miele-Geschäftsführer Sailer: „Ich bin fest davon überzeugt, dass sich die „Smart-Grid“-Philosophie schon in wenigen Jahren auf breiter Front durchsetzt und im Energiekonzept der Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird.“

Quelle: UD / cp
 

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