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Energiewende

Telekom will Energie aus Photovoltaik-Neubau beziehen

Seit Anfang des Jahres bezieht die Deutsche Telekom in Deutschland ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien, ab 2021 soll das auch weltweit greifen. Insgesamt hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, die Emissionen bis 2030 um 90 Prozent zu reduzieren.

25.03.2020

Telekom will Energie aus Photovoltaik-Neubau beziehen

Um die Energiewende aktiv und nachhaltig zu unterstützen, hat Power & Air Solutions, Tochterfirma und Energieversorger der Deutsche Telekom nun einen neuen PPA-Vertrag abgeschlossen. Geplant ist der Neubau einer Photovoltaik-Anlage außerhalb der EEG-Förderung in Mecklenburg-Vorpommern. Power & Air Solutions hat sich bewusst für den Neubau einer Anlage entschieden, um die Klimawende in Deutschland aktiv zu unterstützen und den Anteil erneuerbaren Energien an der Gesamtstromproduktion in Deutschland zu erhöhen.

Partner für die Errichtung und den Betrieb der Anlage ist der Energieversorger Vattenfall. Das Unternehmen bringt seine Expertise auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien in das Projekt ein. Beide Unternehmen teilen die Überzeugung, dass die Umsetzung derartiger Projekte entscheidend für das Gelingen der Klimawende in Deutschland sein wird.

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Gegenstand des PPAs ist ein Solarpark mit einer installierten Kapazität von 60 Megawatt im südöstlichen Mecklenburg-Vorpommern, mit einer Agrarfläche von rund 70 Hektar. Die Vertragslaufzeit des PPAs beträgt zehn Jahre. Ein Power Purchase Agreement („Stromkaufvereinbarung“), kurz PPA, ist ein oft langfristiger Stromliefervertrag zwischen zwei Parteien, meist zwischen einem Stromproduzenten und einem Stromabnehmer (Stromverbraucher oder Stromhändler). 

Im PPA werden alle Konditionen geregelt – etwa der Umfang der zu liefernden Strommenge, die ausgehandelten Preise sowie die bilanzielle Abwicklung. Die Stromlieferungen können physisch oder bilanziell erfolgen. Da mit PPAs Marktpreisrisiken reduziert werden können, finden sie insbesondere bei großen Stromverbrauchern sowie bei geplanten großen Investitionen in den Aufbau oder Weiterbetrieb von Anlagen der Erneuerbaren Energien Anwendung. In Deutschland sind, im Gegensatz zu den USA, PPAs noch nicht weit verbreitet. Eine Zunahme an PPAs in Deutschland ist für erste Post-EEG-Anlagen ab 2021 bereits ersichtlich.

PPAs und die Finanzierung von Erneuerbaren Energien

Power Purchase Agreements sind bereits in einigen Ländern eine Methode den Bau (also die Investitionskosten) und den Betrieb (also die Betriebskosten) von Erneuerbaren-Energien-Anlagen zu finanzieren. Besonders zum Einsatz kommen sie in den Ländern, in welchen Versorger einen Teil der Stromlieferung mit Erneuerbaren decken müssen oder möchten, zum Beispiel aufgrund von Steuererleichterungen, die die Investition in Erneuerbare attraktiv machen. Ein Beispiel dafür sind die USA. Ebenfalls sind PPAs eine Möglichkeit Erneuerbare dort auszubauen, wo die Politik noch nicht oder zögerlich den Ausbau von Erneuerbaren Energien vorantreibt.

PPAs nach Auslaufen des Förderzeitraums

Läuft für eine bereits bestehende Anlage eine gesetzliche Förderung aus, sind PPAs eine Möglichkeit, eine Anschlussfinanzierung des Anlagenbetriebs (also die Deckung der Betriebskosten, etwa Wartung und Pacht) sicher zu stellen. Gegenwärtig sind in Deutschland PPAs aufgrund der Förderung durch das bestehende Marktprämienmodell und die bestehende Einspeisevergütung nicht notwendig für die Finanzierung Erneuerbarer Energien. Fallen ab 2021 jedoch die ersten Anlagen aus der EEG-Förderung, sind PPAs eine Möglichkeit eine Anschlussfinanzierung und damit den Weiterbetrieb über die EEG-Förderdauer hinaus zu sichern. Mit sinkender EEG-Unterstützung und steigender Wettbewerbsfähigkeit der Erneuerbaren ist perspektivisch auch denkbar, dass auch in Deutschland Neuanlagen mit Hilfe von PPAs finanziert werden können.

Quelle: UD/cp
 

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