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23.06.2017

Energiewende

Investition in die Energieversorgung der Zukunft

Durch die Energiewende und schwankende Börsenstrompreise stehen die Stadtwerke in Deutschland unter massivem Druck. Die ehemals lukrative konventionelle Stromerzeugung etwa droht zum Minusgeschäft für die kommunalen Versorger zu werden. Es gibt aber dennoch Möglichkeiten, mit Strom Geld zu verdienen. Wie das geht, zeigt die Stadt Kiel mit ihrem neuen, flexiblen Küstenkraftwerk, das im Herbst 2018 ans Netz gehen soll. Die notwendigen Finanzmittel hat im Rahmen eines Bankenkonsortiums unter anderem das Unternehmenskundengeschäft der ING-DiBa, ING Wholesale Banking, bereitgestellt. Die Bank ist ein Experte bei der Finanzierung nachhaltiger Energieprojekte.

Investition in die Energieversorgung der Zukunft zoom

Flexibel, effizient und ökologisch nachhaltig: So beschreibt Frank Meier, Vorstandvorsitzender der Stadtwerke Kiel, das neue Küstenkraftwerk K.I.E.L gegenüber der Presse. Es gilt als eines der modernsten seiner Art und wurde für seine Technik bereits mehrfach ausgezeichnet. Mit Hilfe von Kraft-Wärme-Koppelung sollen künftig 20 Gasmotoren die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins mit Strom und Wärme versorgen. Das Besondere: Die Motoren erreichen innerhalb von nur fünf Minuten ihre volle Leistung, sind individuell regelbar und für mehrere Starts am Tag ausgelegt.

Auf diese Weise können sie das Stromnetz stabilisieren, wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint. „Um die Energiewende erfolgreich zu meistern, benötigen wir neben den regenerativen Erzeugungseinheiten auch hoch flexible fossile Kraftwerke“, sagt Meier. Elektrodenkessel und Wärmespeicher des Küstenkraftwerkes regeln zusätzlich Angebot und Nachfrage an Strom und Wärme und tragen damit zur wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit der Stadtwerke bei. Im Vergleich zu dem Vorgängerkraftwerk auf Steinkohlebasis stößt K.I.E.L. darüber hinaus 70 bis 80 Prozent weniger CO2 aus.

ING Wholesale Banking hilft bei der Finanzierung

Das Küstenkraftwerk K.I.E.L. soll an der Kieler Förde mit 20 hocheffizienten Gasmotoren ab Herbst 2018 Strom und Wärme erzeugen.
Das Küstenkraftwerk K.I.E.L. soll an der Kieler Förde mit 20 hocheffizienten Gasmotoren ab Herbst 2018 Strom und Wärme erzeugen.

Mit 290 Millionen Euro ist es die bislang höchste Investition der Kieler Stadtwerke. Aufgrund seiner ökologischen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit beteiligt sich neben der Europäischen Investitionsbank auch ING Wholesale Banking an den Kosten des Baus; über eine sogenannte hybride Unternehmens- und Projektfinanzierung. Hierdurch werden Projektfinanzierungselemente – also die Finanzierung von im Vergleich zur Bilanzsumme sehr großen, über langfristige Liefer- und Abnahmeverträge gesicherten Investitionen und klassischer Unternehmensfinanzierung zur Bereitstellung der Liquidität für das laufende Geschäft miteinander vereint.

Laufzeitkongruent und zinsgesichert, bieten Projektfinanzierungen bei Großinvestitionen wie Kraftwerken – insbesondere für Erneuerbare Energien - für kommunale Versorger eindeutig Vorteile: „In einem so wettbewerbsintensiven Umfeld ist es unwahrscheinlich, dass künftige Zinsänderungs- und Anschlussfinanzierungsrisiken auf Kunden umgelegt werden können – zumal die Konkurrenz, zum Beispiel Infrastruktur-Investoren, diese Risiken in der Regel absichern“, erklärt Christian Schulz, der bei ING Wholesale Banking Germany unter anderem für nachhaltige Kraftwerksfinanzierungen verantwortlich ist. Zudem sind bei Erneuerbare Energien die Einspeisetarife fix – anders als Inflation und Zinsen.

Darüber hinaus müssen die Stadtwerke ihre Bonitätsnote im Investmentgrade-Bereich halten, um bei den Kapitalkosten für die allgemeine Unternehmensfinanzierung sowie der Refinanzierung des Netzbetriebs nicht die Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. „Deshalb sollten sie künftig alle genannten Finanzierungswege konsequent zur nachhaltigen Steuerung ihrer Kapitalkosten nutzen – tun sie dies, werden sie ihre Wettbewerbsvorteile bei der Gestaltung der Energiewende voll ausspielen.“

Auch Photovoltaik-Projekte werden von ING Wholesale Banking Germany finanziert.
Auch Photovoltaik-Projekte werden von ING Wholesale Banking Germany finanziert.

Fokus: erneuerbare Energien

ING Wholesale Banking Germany umfasst das Unternehmenskundengeschäft der ING-DiBa AG und gehört zum weltweiten Wholesale Banking Netzwerk der ING Group mit Niederlassungen in über 40 Ländern. Hier unterstützt es beispielweise Projekte im Energiesektor wie das Küstenkraftwerk in Kiel, oder Maßnahmen zur Förderung der Energie-Infrastruktur und der erneuerbaren Energien. In diesem Bereich hat die Bank seit Ende der 1990er Jahre Erfahrungen gesammelt und sieht in der dortigen Investition auch für die Zukunft ein sicheres Geschäftsmodell.

„Es gibt sowohl aus Brüssel als auch aus Berlin ein klares Bekenntnis zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Außerdem gibt es klare Förderinstrumente wie die über Auktionsverfahren ermittelte Einspeisevergütung“, erklärt Schulz. „Deshalb wissen wir, dass wir in den richtigen Sektor investieren.“ So setzen im Jahr 2015 bereits knapp 50 Prozent der abgeschlossenen Projektfinanzierungen der Bank in der Energiebranche auf regenerative Quellen.

ING Wholesale Banking Germany bietet darüber hinaus auch klassische Unternehmensfinanzierungen und Transaktionsgeschäfte an. In allen Bereichen des Unternehmenskundengeschäfts orientiert sich die Bank dabei an bestimmten Werten, die in dem „Environmental and Social Risk Framework” festgeschrieben sind. Ziel ist es, durch die Finanzierung nachhaltiger Unternehmen und Projekte insgesamt eine klimaschonende und umweltfreundliche Entwicklung zu begünstigen.

Das schließt von vornherein bestimmte Geschäfte aus. Für den Energiesektor bedeutet das beispielweise, dass die Bank seit 2015 keine Kohlekraftwerke mehr finanziert und keine Geschäftsmodelle neu finanziert, die über 50 Prozent ihres Geschäftes mit Kohleenergie machen. Des Weiteren hat sich das Kreditinstitut zur Einhaltung der Equator Principles und der IFC Nachhaltigkeitskriterien der Weltbank verpflichtet. Finanzierungsprojekte müssen mit diesen Richtlinien vereinbar sein.

Quelle: UmweltDialog
 

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