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Biodiversität

Wie grün sind unsere Städte?

Am GEO-Tag der Natur haben rund 70 Experten auf dem Gelände des UNESCO Welterbes Zollverein über 800 Arten nachgewiesen und damit die Zahl der dort bekannten Arten um über 80 vergrößert. Mehr als 600 Besucher nahmen am vielfältigen Programm der zentralen Aktion des GEO-Tags in Essen teil. Außerdem fanden am 17. und 18. Juni deutschlandweit rund 500 weitere Feldforschungsaktionen statt. Das Schwerpunktthema in diesem Jahr: "Wie grün sind unsere Städte?". Forscher und Interessierte schwärmten aus, um festzustellen, welche Tier- und Pflanzenarten in Metropolen, Städten und Gemeinden leben und wachsen.

22.06.2017

Wie grün sind unsere Städte?

Auf dem Zollverein-Gelände führten Zoologen und Botaniker, darunter auch die Kinder und Jugendlichen des NABU-Jugendforschercamps, eine 24-Stunden-Inventur der Natur durch. Die Entdeckung der Schmalblättrigen Miere (Minuartia hybrida) sorgte für eine Überraschung: Die Art galt im Ballungsraum Ruhrgebiet als ausgestorben und ist auf der Roten Liste Nordrhein-Westfalen in mehreren Regionen als stark gefährdet eingestuft. Ein weiterer Neufund für Zollverein ist die Hirschzunge (Asplenium scoloplendrium) sowie eine noch unbeschriebene Brombeerart, die den Namen Rubus zollvereinensis tragen wird. Der Fund der Nachtfalterart Oncocera semirubella, die auf der Roten Liste NRW in der Region als vom Aussterben bedroht eingestuft ist, erfreute die Experten ebenfalls.

Am Borbecker Mühlenbach, dem zweiten Untersuchungsgebiet des GEO-Tags der Natur in Essen, gab es ebenfalls eine Überraschung. Hier wurde die Blauflügelige Prachtlibelle (Calopteryx virgo) entdeckt - eine für das Ruhrgebiet sehr seltene Art. Sie steht beispielhaft für den Erfolg der umgesetzten Renaturierungsmaßnahmen im Rahmen des Emscherumbaus.

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Schmetterlingsexperte Christian Jeschke (l.) und Flechtenexperte Georg Dieter Zimmermann im Gespräch
Martin Schlüpmann beim Kontrollieren der Wasserfalle am Artenschutzgewässer auf Zollvereinzoom
Martin Schlüpmann beim Kontrollieren der Wasserfalle am Artenschutzgewässer auf Zollverein
Schmetterling- und Wanzenexperten im Gelände am GEO-Tag der Natur auf Zollvereinzoom
Schmetterling- und Wanzenexperten im Gelände am GEO-Tag der Natur auf Zollverein

Gutes Zeichen für die Artenvielfalt in Industriebrachen

"Wir haben auf interessante Funde gehofft, aber mit diesem Ergebnis haben wir nicht gerechnet. Das ist ein gutes Zeichen für die Artenvielfalt auf Zollverein und stellvertretend für andere Industriebrachen des Ruhrgebiets. Der Himmel über der Ruhr ist nicht nur blau und die Region grün, Essen und das Ruhrgebiet sind auch ein Hotspot der Artenvielfalt in Deutschland", sagte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU Nordrhein-Westfalen.

"Der GEO-Tag der Natur dient dazu, gemeinsam Spaß an der Natur zu haben und die Artenvielfalt vor der eigenen Haustür kennenzulernen. Unsere Städte werden immer wichtiger für den Erhalt zahlreicher Arten - darauf wollten wir in diesem Jahr besonders aufmerksam machen", sagte Christoph Kucklick, GEO-Chefredakteur.

Quelle: UD/na
 
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