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21.10.2015

Verkehrswende

Forschungsinitiative UR:BAN stellt Ergebnisse vor

Die Forschungsinitiative UR:BAN hat jetzt in Düsseldorf nach vierjähriger Laufzeit die Ergebnisse ihrer Arbeit vorgestellt. Zusammen mit 30 Partnern präsentierte die Volkswagen Konzernforschung intelligente und kooperative Fahrerassistenzsysteme für den Verkehr von morgen. Diese werden dem Fahrer künftig eine sichere, stressfreie und zügige Fahrt im komplexen urbanen Verkehr ermöglichen. Die Veranstaltung bot rund 300 Gästen an zwei Tagen die Möglichkeit, neueste Technologien und Systeme im direkten Austausch mit den Experten zu erfahren und zu erleben.

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Intelligente und kooperative Fahrerassistenzsysteme für den Verkehr von morgen

UR:BAN (Urbaner Raum: Benutzergerechte Assistenzsysteme und Netzmanagement) arbeitet seit Januar 2012 an innovativen Assistenzsystemen für komplexe Verkehrssituationen im Stadtverkehr, der zunehmend durch Dynamik, unterschiedliche Verkehrsteilnehmer und -mittel geprägt ist. Neben dem Volkswagen-Konzern war auch MAN als Partner an dem Verbundprojekt beteiligt. Forschungsschwerpunkte bildeten die drei Projektsäulen „Kognitive Assistenz", „Mensch im Verkehr" und „Vernetztes Verkehrssystem".

Innovative Assistenzsysteme

Für den Themenschwerpunkt „Kognitive Assistenz" entwickelte die Volkswagen Konzernforschung innovative Assistenzsysteme, die den Fahrer im urbanen Verkehr unterstützen, ihn rechtzeitig informieren, geeignete Manöver vorschlagen und im Notfall sogar eingreifen. Mit Hilfe dieser Systeme zur sicheren Längs- und Querführung wird der Fahrer beim vorausschauenden, sicheren und entspannten Fahren im Stadtverkehr effektiv und situationsangepasst unterstützt.

So hilft zum Beispiel der „Fahrstreifenwechselassistent" beim Wechsel der Fahrspur im dichten Verkehr auf städtischen Ein- und Ausfallstraßen durch aktive Eingriffe in die Längs- und Querführung. Das System beobachtet während des Manövers umgebende Fahrzeuge durch die 360°-Rundumsicht und unterstützt den Fahrer durch Anzeigen und Lenkbewegung bei der Wahl und dem Anfahren einer freien Lücke auf dem Zielfahrstreifen.

Der „Engstellenassistent" hingegen soll dem Fahrer helfen, wenn Hindernisse wie zum Beispiel parkende Fahrzeuge teilweise oder gar vollständig die Fahrspur blockieren, so dass nur eine sehr enge Durchfahrt möglich ist. Mit der Weiterentwicklung des bereits in Serie eingeführten Lane Assist werden Hindernisse neben und im eigenen Fahrstreifen mittels 3D-Sensorik erkannt. Das System prüft, ob ein sicherer Weg existiert und unterstützt durch eine aktive Lenkhilfe bei der Vorbeifahrt am Hindernis – unter Einhaltung eines Sicherheitsabstandes.

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Die „umgebungsabhängige Geschwindigkeitsempfehlung“ unterstützt den Fahrer bei der Wahl einer situativ richtigen Fahrgeschwindigkeit. Über das aktive Gaspedal erhält der Fahrer direkt am Fuß eine haptische Empfehlung, ob er beschleunigen oder z.B. bei der Anfahrt auf eine Ampel verzögern sollte. Der „Notbremsassistent" reduziert oder vermeidet gar drohende Kollisionen im urbanen Raum durch situationsspezifische Brems- und Lenkeingriffe.

Neben der Entlastung der Fahrers und der Steigerung des Komforts liefern die Fahrerassistenzfunktionen auch einen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Das Potenzial zur Unfallvermeidung und Reduzierung wird von der Unfallforschung der Konzernforschung bewertet.

Forschungsschwerpunkt Mensch im Verkehr

In der zweiten Projektsäule „Mensch im Verkehr" arbeitete die Volkswagen Konzernforschung an einer neuartigen Mensch-Maschine-Schnittstelle. Als intelligenter Kommunikationskanal filtert und priorisiert sie Informationen und präsentiert sie dem Fahrer bedarfsgerecht. Sie trägt damit maßgeblich zur vorausschauenden Fahrweise bei, kann gefährliche Situationen entschärfen und ein emissionsarmes Fahren ermöglichen.

Forschungsschwerpunkt Vernetztes Verkehrssystem

Im Teilprojekt „Vernetztes Verkehrssystem" entwickelte die Volkswagen Konzernforschung auf Basis der Car-to-X-Kommunikation den „Kreuzungslotsen" mit dem Ziel, die Verkehrseffizienz im Kreuzungsbereich zu verbessern. Diese Assistenzfunktion informiert den Fahrer lokal über den vorausliegenden Verkehrsknoten. Sie unterstützt ihn mit optimalen Fahrmanövern und ermöglicht gleichzeitig durch die Weitergabe von Fahrzeuginformationen eine Verbesserung der Ampelschaltungen.

Auch der „Einfahr- und Startassistent" nutzt Informationen aus der intelligenten Verkehrsinfrastruktur. Zum einen regelt er unmittelbar vor der Einfahrt in die Kreuzung die optimale Geschwindigkeit, um die Grünphase der Ampel ohne Halt mitzunehmen. Zum anderen stellt er sicher, dass der Verkehr beim Umschalten auf Grün bereits wieder rollt. Dadurch kann die knappe Grünphase im Interesse aller Verkehrsteilnehmer besser genutzt werden.

Die „Sondereinsatzfahrzeugassistenz" informiert direkt alle Verkehrsteilnehmer über sich nähernde Einsatzfahrzeuge. Sie optimiert die Ampelschaltung und sorgt damit für die zügigere und für alle sichere Passage des Einsatzfahrzeugs.

Quelle: UD/cp
 

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