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28.09.2015

Verkehrswende

Anhaltender Trend zur Mobilität - Herausforderung für die Zukunft

Ohne Mobilität ist unser Leben praktisch kaum vorstellbar. Ob es um Beruf, Freizeit, Urlaub oder normales Alltagsleben geht, überall ist Beweglichkeit gefragt. Und das eigene Auto nimmt dabei nach wie vor eine Schlüsselrolle ein. Auch wenn die Zuwachsraten inzwischen etwas abgeflacht sind - die Zahl der hierzulande zugelassenen Fahrzeuge steigt immer noch an und der Straßenverkehr wird immer dichter. Dies bleibt nicht ohne Folgen, wie Statistiken zeigen.

Der Preis der Mobilität.
Der Preis der Mobilität.

Ende vorletzten Jahres waren 52,4 Millionen PKW auf deutschen Straßen unterwegs, mehr als dreimal so viele wie 1970. Dieser Zuwachs hat zwangsläufig zu höheren Verkehrsaufkommen geführt - noch dadurch verstärkt, dass Deutschland nach dem Fall des Eisernen Vorhangs seine alte Position als mitteleuropäische Verkehrsdrehscheibe wiedergewonnen hat. Die Auswirkungen sind nicht nur positiv. Zunehmender Verkehr bedeutet mehr Unfälle und größere Umweltrisiken.

Betrachtet man die Unfallstatistik, so ist die Zahl der Verkehrsunfälle von knapp 1,4 Millionen im Jahre 1970 auf circa 2,4 Millionen 2013 gestiegen. Obwohl der Anstieg von 70 Prozent nicht befriedigen mag und - wie die Infografik zeigt - die Versicherungswirtschaft jährlich Milliardensummen kostet, ist die Zunahme nicht so stark ausgefallen, wie angesichts der wachsenden Fahrzeugzahl hätte vermutet werden können. Noch erfreulicher: die Zahl der Verkehrstoten war im gleichen Zeitraum deutlich rückläufig. Sie ist von 21.170 (1970) auf 3.336 Opfer (2013) gesunken - weniger als ein Sechstel, sicher immer noch zu viele.

Durchwachsene Umweltbilanz

Die Umweltbilanz fällt nicht minder gemischt aus. Es inzwischen bei uns wesentlich wahrscheinlicher, an den schädlichen Umwelteffekten von Autos zu sterben, als durch Verkehrsunfälle. Die Zahl der jährlichen Todesfälle durch verkehrsbedingten Smog und Feinstaubbelastungen wird auf 7.000 geschätzt - mehr als doppelt so viele, wie unfallbedingt ums Leben kommen. Trotz weniger Benzinverbrauch und umweltfreundlicherer Kraftstoffe, der Umfang der Treibhausgasemissionen durch den Verkehr steigt immer noch an. 2013 war es mit 158 Millionen Tonnen CO2-äquivalentem Ausstoß wieder mehr als im Vorjahr. Damit setzt sich der seit einigen Jahren zu beobachtende Trend nach oben fort. Offenbar reichen der technische Fortschritt und steigende Energieeffizienz nicht aus, um den durch mehr Verkehr bewirkten Schadstoffausstoß zu überkompensieren.

Innovationen sind gefragt

Vor diesem Hintergrund sind innovative Konzepte und Entwicklungen mehr denn je gefragt, die Abhilfe schaffen. Einige Ansätze sind erkennbar, stecken aber zum Teil noch in den Kinderschuhen:

  • mit der Elektromobilität verbinden sich viele Hoffnungen, tatsächlich führt sie bislang eher ein Schattendasein. Ihre Klimabilanz ist umstritten und stark vom Gelingen der Energiewende abhängig. Alternative Antriebe (Hybrid-, Elektro-, Wasserstoff-, Biokraftstoff-, Autogas- usw.) bleiben jedenfalls ein Thema für Forschung und Entwicklung;
  • eine wichtige Rolle könnten künftig Carsharing und andere Share Economy-Konzepte bei der Fahrzeugnutzung spielen. Hier gibt es vor allem in Großstädten bereits interessante Modelle;
  • Der Einsatz künstlicher Intelligenz und digitale Vernetzung bei Verkehrssteuerung und -überwachung sind ein weiteres Feld, um der Verkehrsdichte Herr zu werden.

Nur wenn es gelingt, nicht im Verkehr - im wahrsten Sinnes des Wortes - zu ersticken, wird es auch in Zukunft Mobilität geben, so wie wir sie uns wünschen.

Zu der Internetseite von AllSecur gelangen Sie hier.

Quelle: UD
 

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