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18.06.2018

Entwicklungshilfe

Heimatüberweisungen müssen schneller, billiger und sicherer werden

Die Vereinten Nationen haben den 16. Juni eines Jahres zum Internationalen Tag der Vereinten Nationen für Heimatüberweisungen erklärt. Damit würdigen sie in besonderer Weise die Migranten, welche einen enormen finanziellen Beitrag für das Wohlergehen ihrer Familien zu Hause und für die nachhaltige Entwicklung ihrer Herkunftsländer leisten.

Heimatüberweisungen müssen schneller, billiger und sicherer werden

Außerdem sollen der öffentliche sowie der private Sektor und die Zivilgesellschaft dazu aufgerufen werden, zusammenzuarbeiten, um die Wirkung dieser Mittel in den Entwicklungsländern zu maximieren. Der 16. Juni wurde 2015 von der UN-Organisation IFAD unter dem Namen "International Day of Family Remittances" (IDFR) ins Leben gerufen. Südwind fordert nun die Politik, Wirtschaft und Organisationen der Zivilgesellschaft auf, ebenfalls die Wichtigkeit des Themas Heimatüberweisungen anzuerkennen und sich zu vernetzen.

Im Jahr 2017 wurden mehr als 460 Milliarden US-Dollar von Migranten in ihre Herkunftsländer im Globalen Süden überwiesen. Deutschland ist im weltweiten Vergleich das viertgrößte und innerhalb der EU das mit Abstand größte Senderland. "Heimatüberweisungen sind aber immer noch zu teuer, sie sind immer noch zu langsam und viele Wege, über die Migranten das Geld schicken, sind zu unsicher", sagt Dr. Pedro Morazán, Entwicklungsexperte bei Südwind. "Wir müssen uns dafür einsetzen, dass den Migranten schnellere, günstigere und sicherere Möglichkeiten zur Verfügung gestellt werden, ihr Geld zu überweisen. Jeder Euro, der beim Transfer von Geld gespart werden kann, kommt den Familien der Migranten zugute."

Südwind stellt in diesem Jahr das Thema Heimatüberweisungen in den Mittelpunkt der Arbeit zum Thema Migration und Entwicklung. So wurden bereits ein Fact Sheet und eine Studie mit dem Titel "Geld in Bewegung" veröffentlicht. Im Vorfeld des IDFR hat Südwind eine Tagung veranstaltet und bei einer von der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) organisierten Veranstaltung mitgewirkt. Beide Veranstaltungen thematisierten die aktuellen Herausforderungen, die aus unterschiedlichen Perspektiven bestehen. Dazu zählt beispielsweise die Erreichung des SDG 10.c der Agenda 2030, das durchschnittliche Kosten von maximal drei Prozent für grenzüberschreitende Geldtransfers weltweit vorsieht.

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Von diesem Ziel ist die Weltgemeinschaft aktuell weit entfernt – durchschnittlich 7,1 Prozent Gebühren müssen Migranten aktuell für Geldtransfer zahlen. Aber auch die Schaffung von mehr Transparenz über bestehende Angebote gehört zu den zentralen Handlungsfeldern. Einen Beitrag dazu leistet die Webseite www.geldtransFAIR.de, die von der GIZ betrieben wird.

"Die Zukunft geht dahin, dass wir durch neue Technologien Heimatüberweisungen optimieren können. Dabei geht es zum Beispiel um mobile Bezahlsysteme und Blockchains", fasst Jannik Krone, Mitautor der Studie zu Heimatüberweisungen, die Veranstaltungen zusammen. "Und wir möchten thematisieren, wie mit sozialen Heimatüberweisungen die entwicklungspolitischen Wirkungen dieser Geldflüsse weiter gesteigert werden können."

Quelle: UD/pm
 

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