19.09.2019
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23.08.2019

Soziales Engagement

HAKRO im Einsatz für andere

Wer sich ehrenamtlich engagiert, tut Gutes für andere, die Gesellschaft und letztlich auch für sich selbst. Unternehmen können ihre Mitarbeiter im Rahmen des Corporate Volunteering darin unterstützen. HAKRO hat dazu die Plattform „TeamShare“ etabliert und damit auch schon bei vielen Projekten geholfen.

Über 30 Millionen Menschen engagieren sich hierzulande ehrenamtlich, wie eine Studie des Bundesfamilienministeriums ergab. Das ist auch wichtig: „Die Gesellschaft lebt immer von der Mitgestaltung und Mitverantwortung der Bürger, die sich mit ihrem Umfeld und gesellschaftlichen Aufgaben identifizieren“, erklärt Prof. Dr. Thomas Klie, Leiter des Zentrums für zivilgesellschaftliche Entwicklung in Freiburg und Berlin, im Interview. Um das Ehrenamt in Deutschland zu stärken, beschloss die Bundesregierung Anfang Juli daher die Gründung der „Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt“. Diese soll vor allem ländlichen und strukturschwachen Regionen bei dem Aufbau ehrenamtlicher Strukturen helfen.

Engagement HAKRO Hanna Huet

Hakro „TeamShare“

Zu mehr regionalem Engagement kann auch die Wirtschaft einiges beitragen, wie das Beispiel des Textilunternehmens HAKRO zeigt: Im Rahmen des „Corporate Volunteering“, also betrieblicher Freiwilligenprogramme, unterstützen die Schrozberger ihre Mitarbeiter dabei, sich freiwillig in der Region zu engagieren. Zu diesem Zweck rief HAKRO 2017 „TeamShare“ ins Leben: „Mit diesem ‚Corporate-Volunteering‘-Projekt möchten wir das sozial-ökologische Engagement unseres Teams honorieren und einen weiteren freiwilligen Beitrag für das Gemeinwohl in unserer Heimatregion leisten“, sagt Hanna Huet, Personal und Zufriedenheit. Erste Anlaufstelle für die Mitarbeiter ist die Projektbörse von „TeamShare“. Hier können sie das richtige Projekt für sich finden und auch selbst Programme, die sie unterstützen möchten, vorschlagen. Ist das Passende ausgewählt, bekommen die Mitarbeiter jährlich einen zusätzlichen Tag Sonderurlaub für ihren freiwilligen Einsatz.

Hilfe an vielen Stellen

Die Projekte, bei denen HAKRO mitwirkt, konzentrieren sich vor allem auf die Region rund um den Unternehmensstandort Schrozberg im Landkreis Schwäbisch-Hall. Die Einsatzbereiche sind dabei ganz unterschiedlich. So ging es schon mehrmals ins Altenheim, um dort mit den Bewohnern Spaziergänge und Ausflüge zu machen. Gemeinsam mit den Schülern und einer Lehrerin der Oberlin Schule gestalteten die Mitarbeiter von HAKRO den Schulgarten neu. Kreativ wurde es auch an der Kinderklinik Tübingen. Dort bemalten sie mit den kleinen Patienten T-Shirts.

Andere Projektpartner von HAKRO setzen auf einen größeren Radius: wie zum Beispiel der Verein „Stilles Wunder“. Dieser fertigt für Eltern von Kindern, die schon kurz nach oder sogar noch vor der Geburt gestorben sind (sogenannte Sternenkinder), kleine individuelle Abschieds- und Bestattungsboxen an. Das soll den Eltern bei der Trauerbewältigung helfen. Die Mitarbeiter von HAKRO arbeiten bei der Anfertigung dieser Boxen mit. Diese enthalten Informationsmaterial und auch viel Persönliches. Darunter ein Abschiedskörbchen und eine Einschlagdecke. Eltern können zudem ein Löckchen ihres Sternenkindes in eine Löckchenbox geben oder auch einen Fuß- oder Handabruck anfertigen. Die Abschiedsboxen erreichen Eltern in ganz Deutschland.

Abschiedsbox von Stilles Wunder e.V.

Ein weiteres Herzensprojekt von HAKRO ist die Wolkenbrecher-Gruppe der Caritas Heilbronn-Hohenlohe. Die Gruppe richtet sich an Kinder- und Jugendliche, deren Eltern an einer psychischen Erkrankung leiden. Sozialpädagogen leiten das wöchentliche Treffen, bei dem die Kinder lernen, mit der Krankheit ihrer Eltern umzugehen. Durch die regelmäßige Gruppenarbeit erfahren sie zudem, dass sie nicht alleine sind und es noch Andere mit ähnlichen Problemen gibt. Besonderes Augenmerk wird bei den Treffen auch auf die persönliche Entwicklung gelegt. Die Wolkenbrecher-Gruppe will daher auch unbeschwerte Momente schaffen und das Selbstwertgefühl der Kinder und Jugendlichen steigern. Dazu finden viele gemeinsame Aktionen statt. Mit den Mitarbeitern von HAKRO unternahmen sie unter anderem einen Ausflug in den Waldkletterpark Langenburg und in den Kletterwald Rothenburg ob der Tauber. Außerdem gab es auch schon einen gemeinsamen Spielenachmittag.

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Mehr Engagement für die Region

HAKRO erhält für „TeamShare“ ein positives Echo von allen Seiten. „Unsere Projektpartner freuen sich über die tolle Unterstützung, und auch unsere Mitarbeiter haben Spaß daran. So lernen sie neue spannende Aufgabenbereiche kennen und können gleichzeitig anderen etwas Gutes tun“, erklärt Hanna Huet, Personal und Zufriedenheit. Das zeigt sich auch in der wachsenden Beteiligung. Während sich im ersten Jahr des Corporate-Volunteering-Projekts 28 Mitarbeiter für das freiwillige Engagement registrierten, waren es 2018 schon 39. Daher wurde „TeamShare“, das ursprünglich nur für ein Jahr geplant war, bis 2020 verlängert. Danach soll über eine unbefristete Weiterführung entschieden werden. Als Unterzeichner der WIN-Charta des Landes Baden-Württemberg wollen die Schrozberger ihr regionales Engagement außerdem zukünftig noch mehr stärken. Freiwilliges Mitarbeiterengagement ist dabei einer von drei Grundpfeilern: „Neben Geld- und Sachspenden sind Zeitspenden die dritte Ressource, mit der wie uneigennützig das Gemeinwohl unterstützen“, heißt es daher im Nachhaltigkeitsbericht 2017.

Quelle: UmweltDialog
 

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