25.08.2019
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29.05.2019

Politik & Gesellschaft

Twitter: Minderheit gibt in den USA den Ton an

Nur rund zehn Prozent der Twitter-User in den USA, die am meisten tweeten, sind für 80 Prozent des geposteten Contents verantwortlich. Sie sind hauptsächlich jung, gebildet und wohlhabender als die meisten US-Einwohner. Das hat das Pew Research Center ermittelt.

Twitter: Minderheit gibt in den USA den Ton an

Für die Studie haben die Experten des Pew Research Center 2.791 erwachsene Nutzer in den USA zu ihrem Nutzungsverhalten befragt. Dort verwendet gut jeder Fünfte die Plattform. 

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Aktive Nutzer politischer

"Twitter ist nur in Bezug auf bestimmte Themen und Interessen repräsentativ, aber nicht für die ganze Gesellschaft. Bei politischen Diskussionen nimmt die Repräsentation ab einer gewissen Altersgrenze ab. Jüngere Menschen sind hier oft deutlich aktiver. Diejenigen, die auf Twitter besonders präsent sind, haben auch die Zeit und Lust, sich zu äußern. Daneben gibt es viele 'Lurker', die nur schauen und nichts machen. So stechen oft nur einzelne Meinungen und Impulse hervor", sagt Social-Media-Experte Hendrik Unger im Gespräch mit pressetext.

Die weniger aktiven 90 Prozent der Nutzer setzen im Schnitt nur zwei Mal im Monat einen Tweet ab, folgen 74 anderen Personen und haben selbst 19 Follower. Die aktiveren zehn Prozent der Twitter-Nutzer posten 138 Tweets pro Monat, folgen 456 Accounts und haben 387 Follower. Fast zwei Drittel der oberen zehn Prozent sind Frauen. Die aktiveren zehn Prozent sind politisch deutlich mehr engagiert als die restlichen Nutzer. 69 Prozent der aktiveren Nutzer haben schon einmal zu politischen Themen getweetet. Von den passiveren Nutzern haben sich nur 39 Prozent schon einmal auf Twitter politisch geäußert.

Nur wenig repräsentativ

Laut der Studie repräsentiert Twitter bei dieser ungleichen Verteilung nicht unbedingt die Meinungen der gesamten Bevölkerung. Bei einigen gesellschaftlichen Themen, wie etwa Gleichberechtigung am Arbeitsplatz, unterschieden sich die Ansichten der aktiveren Nutzer von denen der passiven Nutzer. Jedoch stehen die Tweets der oberen zehn Prozent eher im Rampenlicht.

Vor allem durchdacht wirkende Meinungen bekommen laut Unger mehr Aufmerksamkeit. "Das könnte man eine Art von Marketing nennen, ein Tweet muss richtig formuliert werden, zur richtigen Zeit kommen oder von einem einflussreichen Nutzer stammen, um bemerkt zu werden. Deswegen finden nicht alle Meinungen gleich viel Gehör, auch wenn sie alle vertreten werden", so Unger abschließend.

Quelle: UD/pte
 

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