25.05.2019
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26.09.2018

Flüchtlingshilfe

Berufliche Integration: Zusammenarbeit zahlt sich aus

Vor gut drei Jahren zog das Thema Flucht in unsere Medien ein. Die Nacht vom 4. auf den 5. September wird als „Merkels Schicksalsnacht“ bezeichnet. In dieser Nacht wurden die Grenzen „geöffnet“. Die Menschen, die damals vor Krieg und Verfolgung flüchteten, sind heute Teil unserer Gesellschaft. Erfolgreiche Integration gelingt nur durch gemeinsames Engagement aller Stakeholder.

Berufliche Integration: Zusammenarbeit zahlt sich aus

Angefangen bei den Bürgern, über Vereine, staatliche Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen, Wohlfahrtsverbänden bis hin zu Unternehmen und den Geflüchteten selbst: Einen wichtigen Aspekt für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bildet der Einstieg in den Beruf. Unternehmen sind hier besonders gefragt. Tatkräftige Unterstützung erhalten sie von den „Willkommenslotsen“.

Vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie wurde im Jahr 2016 das Programm „Willkommenslotsen“ gestartet. Ziel ist die Unterstützung von Unternehmen bei der Herstellung einer Willkommenskultur sowie deren kostenfreie Beratung und Begleitung bei der Einstellung und Beschäftigung von Menschen mit Fluchthintergrund. Beschäftigt sind die Willkommenslotsen bei gemeinnützigen und städtischen Einrichtungen. Das Bundesministerium beteiligt sich mit 70 Prozent an den Kosten. Die restlichen 30 Prozent werden aus Spendengeldern der jeweiligen Organisationen getragen. Auch die Bonner Hilfsorganisation „Help – Hilfe zur Selbsthilfe“ beschäftigt zwei Willkommenslotsen, die um die Wünsche und Interessen der Geflüchteten wissen und sich mit den bürokratischen Prozessen auskennen, die mit beruflicher Integration einhergehen.

Für Unternehmen ist die Integration von Geflüchteten eine Chance ihre Unternehmenskultur vielfältig zu gestalten und engagierte Mitarbeiter zu finden. „Wir merken, dass in Unternehmen einige Ängste bezüglich bürokratischer Hürden und Sprachbarrieren bestehen. Diese möchten wir ihnen gerne nehmen, indem wir sie bei den grundlegenden Prozessen unterstützen und bereits im Vorfeld Hindernissen vorbeugen. Wir hoffen, so die Angst vor dem Aufwand zu minimieren“, erklärt Mohamed Ismaili, Willkommenslotse von Help.

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„Wir freuen uns, dass Unternehmen aus Bonn mit den Help-Willkommenslotsen einen weiteren kompetenten Ansprechpartner bei der Fachkräftesuche haben.“ Ashok Sridharan, Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn

Auch nach der Einstellung von Geflüchteten, stehen die Willkommenslotsen den Unternehmen als Ansprechpartner zur Seite. „Probleme sind nicht immer auszuschließen, aber sie resultieren meistens aus belanglosen Missverständnissen, die schnell zu beheben sind. Man darf nicht vergessen, dass es meist junge Menschen sind, die auf der Suche nach einer Anstellung oder Ausbildung sind und die in einem anderen kulturellen Umfeld aufgewachsen sind. Sie müssen erst einmal vertraut werden mit den in der Arbeitswelt geltenden Regeln“, ergänzt Willkommenslotsin Jasmin Noorasmai von Help.

Die Willkommenslotsen von Help haben sich in den vergangenen zwei Jahren ein gutes Netzwerk aus Unternehmen aufgebaut, sind vernetzt mit den zuständigen Kammern sowie anderen wichtigen Akteuren. Darunter auch namhafte Unternehmen der Region, aber auch kleine und mittelständische Betriebe. Die Willkommenslotsen beraten die Unternehmen, unterstützen bei der Sensibilisierung von Führungskräften und Mitarbeitern und vermitteln zwischen Unternehmen und arbeits- sowie ausbildungssuchenden Geflüchteten. „Uns liegt viel daran, dass Unternehmen das Potenzial der Menschen erkennen und den jungen Menschen echte Perspektiven geben, sie fördern und sie dabei unterstützen ihre Ziele zu erreichen“, so Ismaili.

Das Projekt Willkommenslotsen zeigt, wie fruchtbar und wichtig es ist, dass Staat, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen zusammenarbeiten. Sei es die Integrationsarbeit in Deutschland oder auch die Wirtschaftsförderung und das soziale Engagement im Ausland. „Der Austausch mit Unternehmen ist für unsere Arbeit immer gewinnbringend. Man gewinnt Einblick in eine andere Perspektive, entwickelt gemeinsam innovative Ideen und setzt diese dann um“, so Bianca Kaltschmitt, stellvertretende Geschäftsführerin von Help.

Quelle: UD
 

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