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23.10.2018

Studium & Beruf

Erfolgreiches Lernen mit „Digital Learning Map"

Digitale Medien sind an vielen Hochschulen mittlerweile wichtiger Bestand des Lernalltags. Ihr Einsatz ist vielfältig und reicht vom interaktiven Quiz, um den eigenen Lernfortschritt zu überprüfen, über den virtuellen Klassenraum zum gemeinsamen Austausch bis hin zu Vorlesungsaufzeichnungen im Netz.

Erfolgreiches Lernen mit „Digital Learning Map"

Diese und weitere Einsatzmöglichkeiten von digitalen Medien in der Hochschulbildung präsentiert ab sofort die Digital Learning Map, die auf dem Portal e-teaching.org des Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) abrufbar ist.

An der Universität in Kiel verfassen Lehramtsstudierende des Faches Geschichte Blogeinträge; die Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg arbeitet mit einem über das Internet bedienbaren Labor und die Universität Regensburg bietet Online-Kurse zum wissenschaftlichen Arbeiten an – Ein paar Klicks auf der interaktiven Deutschlandkarte und die Digital Learning Map stellt Praxisbeispiele aus ganz Deutschland dar, wie Medien didaktisch passend eingesetzt werden. So können sich Lehrende an Hochschulen Anregungen für neue Lernsettings mit digitalen Medien holen und voneinander lernen.

Oft fehlt Lehrenden ein Netzwerk, in dem sie Ratschläge für solche Lernsettings finden können. Überzeugungskraft haben Erfahrungen von Kolleginnen und Kollegen, die konkrete Tipps geben, was das Lernen unterstützt und was bei Studierenden gut ankommt. Daher haben Forscherinnen und Forscher des IWM in Kooperation mit dem Hochschulforum Digitalisierung in einem vom BMBF-geförderten Projekt die Datenbank „Digital Learning Map“ entwickelt. Seit September ist die Datenbank nun auf dem Informationsportal e-teaching.org online und zeigt das gesammelte Praxiswissen von Hochschulen und Lehrinstitutionen. Dazu beschreibt jedes Bespiel, welche Medieneigenschaften nützlich für den Lernprozess sind und welche Problemstellungen der Lehre, wie beispielsweise Komplexität des Lehrinhaltes oder geringe Lernmotivation, dadurch gelöst werden.

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Obwohl sich Lerninhalte und Technologien unterscheiden, sind die Herausforderungen, die sich Lehrenden beim Einsatz digitaler Medien in der Lehre stellen, oft ähnlich.“

Relevanz von Inhalt und Methode

Auf den ersten Blick mag die Übertragbarkeit eines Beispiels der Karte in den eigenen, spezifischen Lehrkontext unrealistisch erscheinen. Schließlich zeigen sich unterschiedliche Herausforderungen: In einem Fall haben die Studierenden beispielsweise keine Lust, gemeinsam ein Wiki zu den Stilmitteln mittelalterlicher Literatur zu schreiben. In einem anderen Fall werden hingegen die bereitgestellten Videos zur Vertiefung eines statistischen Verfahrens nicht wie gewünscht genutzt. „Auf den zweiten Blick zeigt sich jedoch, dass es jeweils um die Motivation der Studierenden geht und die Frage, welche Relevanz Inhalt und Methode für die Studierenden haben“, sagt Prof. Dr. Johannes Moskaliuk, Leiter des Projektes LearnMap. „Obwohl sich Lerninhalte und Technologien unterscheiden, sind die Herausforderungen, die sich Lehrenden beim Einsatz digitaler Medien in der Lehre stellen, oft ähnlich.“ Eine Lösung, die für das Mittelalter-Wiki funktioniert, kann somit vielleicht auch auf die Statistik-Videos übertragen werden. Die Digital Learning Map versucht durch die Strukturierung der Praxisbeispiele anhand von „Herausforderungen in der Lehre“ und „lernrelevanten Medieneigenschaften“ diesen Transfer zu erleichtern.

Durch die Digital Learning Map wird ein Wissensaustausch über Hochschul- und Fachgrenzen hinweg angeregt. Hochschullehrende können die Datenbank nutzen, um sich von neuen Ideen inspirieren zu lassen, die Praxisbeispiele zu kommentieren und Kontakt zu den Ansprechpersonen aufzunehmen. Aber auch Service-Einrichtungen können die Karte in ihrer Beratungstätigkeit nutzen. Außerdem soll sich die Datenbank ständig weiterentwickeln: Hochschullehrende können ihre eigenen praxiserprobten Beispiele für Hochschullehre mit digitalen Medien in die Datenbank eintragen lassen.

Quelle: UD/fo
 

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