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25.04.2013

Reporting

Linde Group veröffentlicht Corporate Responsibility Bericht 2012

„Energie und Umwelt, Gesundheit und das nach wie vor dynamische Wachstum in den aufstrebenden Volkswirtschaften“ nennt Linde-Chef Wolfgang Reitzle als die drei wesentlichen Megatrends. Sie sind damit auch die Richtschnur für sein Wirtschaften beim weltweit aktiven Gase-Produzenten. An ihnen orientierten sich der Manager und seine 60.000 Mitarbeiter zählende Belegschaft auch im zurückliegenden Berichtszeitraum. Denn: „Diese Themenfelder und Märkte haben eine hohe Relevanz für eine nachhaltige Entwicklung“, betont Reitzle im aktuell vorgelegten Nachhaltigkeitsbericht des Münchener Unternehmens, den UmweltDialog hier näher vorstellt.

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle, Vorsitzender des Vorstands der Linde AG, im Vorwort des CR Berichts 2012, Foto: Linde
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle, Vorsitzender des Vorstands der Linde AG, im Vorwort des CR Berichts 2012, Foto: Linde
Zum achten Mal schon stellt die Linde Group - und nun erstmals sogar zeitgleich mit der Vorlage der aktuellen Geschäftszahlen -„Fortschritte, Schwerpunkte und Herausforderungen des nachhaltigen Wirtschaftens“ vor. Dabei stehen zunächst einmal Kennzahlen im Mittelpunkt. Sie beschreiben die „ökonomische, ökologische und soziale Leistung“ der Linde AG und ihrer Mitarbeiter. Die Ziffern übersetzen das Wirken der Menschen und Maschinen nach internationalen Standards in kalibrier- und damit untereinander vergleichbare Werte. Diese bilden die Messlatte für den Erfolg nicht nur des Geschäftsbetriebs. Sie kalkulieren den Verdienst von Nachhaltigkeit. „Wir messen darüber Fortschritte und identifizieren Verbesserungspotenzial“, begründen die Autoren des Linde-Berichts.

Eine besondere Rolle bei der Weiterentwicklung der Corporate-Responsibility-Themen nahmen im Berichtsjahr bei der Linde-Group die Aspekte Nachhaltigkeit in der Lieferkette, Umweltziele und Menschenrechte - insbesondere Arbeits- und Sozialstandards - ein.

Relevanz von Nachhaltigkeit für die Geschäftstätigkeit regelmäßig geprüft

„Um unsere Leistung im Bereich des nachhaltigen Wirtschaftens noch stärker zu verdeutlichen“, sagt der Vorstandsvorsitzende im Vorwort, „veröffentlichen wir in unserer externen Berichterstattung zusätzliche neue Indikatoren.“ Die sind nicht alle nur Zahlenwerk - ausgefüllt in Tabellen oder beschrieben in Charts. Workshops mit Themen- und Strategieexperten oder fachübergreifende Arbeitsgruppen präzisieren das Wissen der Verantwortlichen und helfen, Ansätze für Lösungen zu finden. „Bei diesem Prozess berücksichtigen wir Erkenntnisse aus unserem Konzernrisikomanagement zu Umwelt- und Sozialrisiken“, erläutert der neue Bericht die Vorgehensweise der Linde-Nachhaltigkeitsverantwortlichen. Das Vorgehen prüft zudem die Relevanz von Themen der Nachhaltigkeit für die Geschäftstätigkeit der Linde-Group und die jeweiligen Stakeholder.

Materialitätsanalysen legen dann Schwerpunktthemen für die Corporate-Responsibility-Strategie und für die Berichterstattung fest. Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht stützt sich wie seine Vorgänger erneut auf die Leitlinien zur Nachhaltigkeitsberichterstattung der Global Reporting Initiative (GRI), das Greenhouse Gas Protocol des World Resources Institute und des World Business Council for Sustainable Development sowie die Empfehlungen des Europäischen Industriegaseverbands (EIGA) der Initiative Responsible Care und des Verbands der chemischen Industrie (VCI). Zur Begründung sagt Linde: „Wir wollen uns stetig weiterentwickeln und verbessern.“ Dabei hilft die Orientierung an den international abgestimmten und allgemein akzeptierten Richtlinien. Sie sind die Messlatte für das eigene Beurteilen der Nachhaltigkeits-Anstrengungen und der noch bevorstehenden neuen Anforderungen und Herausforderungen.

Nachhaltigkeit: Vertrauen ist Grundvoraussetzung für Erfolg

Die Mitarbeiter der Corporate-Responsibility-Abteilung ziehen freilich keinesfalls nur die Bilanz ihrer zurückliegenden Arbeit. Sie beschreiben auch den großen Kommunikationsaufwand, den ein korrektes Nachhaltigkeits-Management in einem weltweit agierenden Unternehmen erfordert. So stehen sie im ständigen Austausch mit Mitarbeitern, Aktionären, Kunden, Lieferanten, NGOs, Politikern, Wissenschaftlern, Nachbarn und der Öffentlichkeit. Die CR-Mitarbeiter diskutieren mit den Stakeholdern, moderieren deren manchmal auch widerstrebende Interessen. Im Berichtszeitraum klärten sie über 1.600 solcher Anfragen zu Themen der Nachhaltigkeit.

Das steigert Vertrauen. Die unterschiedlichen Interessengruppen innerhalb und außerhalb der Fabriktore von Linde bringen es den Mitarbeitern, dem Management und den Produkten der Linde-Group entgegen. Für den Unternehmens-Chef ist dies sogar „Grundvoraussetzung für unseren Erfolg“.

Den konnte Linde 2012 verbuchen. Wirtschaftlich, mit der Akquisition des US-Unternehmens Lincare. Sie ließ die Gruppe zum weltweit führenden Healthcare-Anbieter der Gaseindustrie aufsteigen. Erfolgreich war 2012 jedoch auch aus Sicht der Nachhaltigkeits-Strategen von Linde. „Es freut uns, dass wir mehrfach Anerkennung für unsere Strategie und Transparenz im Bereich Nachhaltigkeit erfahren haben“, schreibt Wolfgang Reitzle: etwa dass sein Unternehmen im Dow Jones Sustainability Index gelistet ist.

Erfolg im Nachhaltigkeits-Management als Ansporn für neue Ziele

Grund, sich zurück zu lehnen, ist das dennoch nicht: Linde nimmt dies eher als Ansporn und steckt beispielsweise Anfang 2013 neue Ziele ab. Für Energieeffizienz und Klimaschutz definierten die Verantwortlichen bereits ehrgeizige Ansprüche an sich selbst und das Unternehmen. Die können Beobachter sogar jetzt schon nachlesen: In einer Ziel-Tabelle hält der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht die eigenen Anforderungen an ein weiter verbessertes Nachhaltigkeits-Management jeweils mit einem Datum für die Zielerreichung fest und macht diese Aufgabenliste öffentlich.

„Ressourcen zu schonen, Treibhausgase zu reduzieren und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben“, nennt die Gruppe als Herausforderung für 2013. Dafür nehmen die Spezialisten Anlagen und Prozesse erneut unter die Lupe, spüren dabei Verbesserungspotenziale auf. „Identifizierte Einsparpotenziale setzen wir, wo es technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, konsequent um“, heißt es im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht mit Blick auf die Zukunft im Konzern. Schon heute ist die Bilanz gut: „Rund 80 Prozent des Energiebedarfs deckt Linde mit Strom und Erdgas ab. Dabei wird mit über 85 Prozent der größte Teil des genutzten Stroms zur Herstellung von Luftgasen in Luftzerlegungs-Anlagen benötigt“, analysieren die Umweltexperten.

Ihre Einspar-Strategie ging auch 2012 auf: Der Energiebedarf sank kontinuierlich. Originalton Linde: „Wir haben im Jahr 2012 rund 190 Projekte identifiziert, durch die wir unseren Energieverbrauch senken. Dadurch konnten wir im Jahr 2012 Kosten um rund 28 Mio. EUR reduzieren und etwa 180.000 Tonnen CO2-Emissionen einsparen.“

Solche Transparenz und die Erfolgsmeldungen schaffen Vertrauen. Und wird - beispielsweise von den Mitarbeitern - belohnt. An der jüngsten Befragungswelle der Belegschaft beteiligten sich 86 Prozent der Kolleginnen und Kollegen. „Unsere Mitarbeiter stehen hinter ihrem Unternehmen und seinen Zielen, und sie bewerten insbesondere das Engagement von Linde im Bereich des Umweltschutzes und die hohe Bedeutung von Sicherheitsthemen sehr positiv“, kann Wolfgang Reitzle mit einigem Stolz zurecht als Fazit ziehen.
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Quelle: UD
 

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