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19.06.2012

Reporting

Neuer Nachhaltigkeitsbericht von Bayer erschienen

Gesundheit, Ernährung sowie Ressourceneffizienz sind die Schwerpunkte von Bayers Nachhaltigkeitsbericht 2011. Damit adressiert der Konzern wichtige Megatrends der globalen Entwicklung und stellt die Weichen für einen langfristigen Unternehmenserfolg. Nachhaltigkeit ist bei Bayer immer auch ein Teil des Geschäftsmodells und daher ein integraler Bestandteil der Firmenstrategie. Die Global Reporting Initiative bewertete den Bericht mit der Bestnote „A+“. UmweltDialog hat den Report näher beleuchtet.

Bayer

Dass es Bayer mit seiner Nachhaltigkeitsstrategie ernst ist, können Leser am Beginn des Berichtes erkennen. Schon auf den ersten Seiten nennen die Leverkusener konkrete Zahlen und Fakten, die bis 2015 erreicht sein sollen. So will Bayer den Anteil weiblicher Führungskräfte in den kommenden Jahren auf 30 Prozent steigern, die spezifischen Treibhausgas-Emissionen um 35 Prozent senken und die Verfahrens- und Anlagensicherheit durch Schulungen von weltweit 26.000 Mitarbeitern erhöhen.

Gesundheit fördern

Eines der wichtigsten Zukunftsthemen ist für Bayer aber die Gesundheitsversorgung. Seine Schwerpunktwahl begründet der Konzern in einer thematischen Einleitung im Bericht: „Die Welt im 21. Jahrhundert wird stark geprägt von den Folgen des Bevölkerungswachstums in den Entwicklungs- und Schwellenländern und dem demografischen Wandel in zahlreichen Industriestaaten.“ Gerade in wenig entwickelten Ländern seien die Zugangshürden für Medikamente bis heute zu groß. Dr. Jörg Reinhardt, Vorstandsvorsitzender der Bayer HealthCare AG, setzt bei der Lösung der Probleme daher auf die Innovationskraft seines Unternehmens: „Deshalb investieren wir alljährlich erhebliche Mittel in die Erforschung und Entwicklung neuer Wirkstoffe und Therapien. Wir möchten, dass alle Menschen - unabhängig von Herkunft und Einkommen - an diesem Fortschritt teilhaben können.“

Gemeinsam mit Regierungen und NGOs arbeitet Bayer im Rahmen seiner „Access to Medicine Strategie“ daran, Zugangsprobleme trotz niedriger Einkommen zu beseitigen. In den Leuchtturmprojekten „Familienplanung“ und „Vernachlässigte Krankheiten“ bietet das Unternehmen auch den ärmsten Bevölkerungsteilen Beratung und Versorgung. In Schwellenländern, deren Entwicklung schon weiter vorangeschritten ist, verkauft Bayer viele Präparate zu reduzierten Preisen und verbindet somit seinen Business Case mit gesellschaftlicher Verantwortung.

Nahrungsversorgung sicherstellen

Auch bei der Nahrungsversorgung der wachsenden Weltbevölkerung will der Konzern helfen, Zukunftsprobleme zu lösen. Schon seit einigen Jahren arbeitet Bayer CropScience mit lokalen Bauernverbänden zusammen, um auch in schwierigen Anbaugebieten die landwirtschaftliche Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Mit ihrer weltweiten Forschungstätigkeit hat die Konzernsparte darüber hinaus in den letzten Jahren eine große Anzahl neuer Innovationen hervorgebracht. Fungizide in Getreide, Kartoffeln und anderen Flächenkulturen bekämpfen Krankheiten, verbessern die Lagerfähigkeit und verlängern die Haltbarkeit des Gemüses. Allein zwischen 2012 und 2015 will der Konzern vier neue Produkte auf den Markt bringen und neue Sorten und Pflanzeneigenschaften im Bereich BioScience einführen.

Im Bericht verweist Bayer aber auch auf Risiken, die mit der Entwicklung neuer Produkte einhergehen können. So wurden in den USA bereits im Jahr 2006 Spuren von gentechnisch verändertem Reis von Bayer CropScience in der Landkornernte entdeckt. Einige Länder, vor allem die EU, verhängten daher Importbeschränkungen. Obwohl das US-Landwirtschaftsministerium kein Fehlverhalten Bayers feststellen konnte, einigte sich das Unternehmen mit den meisten betroffenen Reisfarmen und -mühlen auf Vergleichszahlungen in Höhe von insgesamt 143 Millionen US$. Gerade im Ernährungssektor ist dem Konzern ist die Einbeziehung aller Stakeholder wichtig: Das hilft auch bei der Verhinderung ähnlicher Vorfälle und verbessert langfristig das Qualitätsmanagement. Im Bericht heißt es hierzu: „Bayer überprüft und verbessert die Abläufe kontinuierlich und berücksichtigt dabei den steten Erkenntnisfortschritt der Wissenschaften.“

Ressourcen schonen

„Nachhaltigkeit spielt bei uns bereits in Forschung und Produktentwicklung eine Schlüsselrolle: Denn nur nachhaltige Innovationen garantieren wirtschaftlichen Erfolg. Gerade vor dem Hintergrund steigender Rohstoff- und Energiepreise bilden vor allem Material und Energieeffizienz, aber auch Prozess- und Produktinnovationen hierfür eine grundlegende Basis.“ Diese Aussage von Prof. Wolfgang Plischke, im Vorstand der Bayer AG verantwortlich für Innovation, Technologie und Nachhaltigkeit sowie für die Region Asien/Pazifik, verdeutlichen Bayers Ansatz beim Umgang mit Corporate Social Responsibility. Wirtschaftliche Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung sind dabei zwei Seiten einer Medaille. Mit seinen Produkten will der Konzern dazu beitragen, Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu entlasten.

Ein neues Verfahren soll beispielsweise das Klimagas Kohlendioxid zur Produktion hochwertiger Materialien nutzbar machen. So möchte der Konzern einen Teil der bisher verwendeten fossilen Rohstoffe einsparen und eine nachhaltige Verwendungsmöglichkeit für CO2 entwickeln. Die notwenigen Anpassungen im Zuge der Energiewende fördert Bayer darüber hinaus mit einem großen Spektrum an Produkten - von Polyurethan-Systemen für Windkraftanlagen bis zu Polycarbonat-Platten für Photovoltaikmodule.

Ausgezeichnete Nachhaltigkeit

Wie bereits im letzten Jahr bewertete die Global Reporting Initiative (GRI) den Bericht mit der Bestnote „A+“, und auch für Investoren werden Nachhaltigkeitsthemen immer interessanter. So wurde Bayer für sein Engagement von der Rating-Agentur SAM mit dem Gold-Standard für Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Bayer ist damit das beste deutsche Unternehmen der Chemie-Branche auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit. Weltweit erhielten zwei weitere Unternehmen der Branche diese Anerkennung. Für die Verantwortlichen ein Beleg für den Erfolg ihrer Strategie: „Wir freuen uns über diese Auszeichnung. Sie ist Bestätigung und Ansporn zugleich für unsere Strategie, nachhaltig erfolgreich zu wirtschaften", so Wolfgang Plischke bei der Preisverleihung.

Quelle: UD
 

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